H.P. Lovecraft gehört zu den bedeutesten Autoren des Horrorgenres, hat er sogar Stephen King inspiriert was Horror angeht. Seine vielen Kurzgeschichten sind beliebt und werden gern für Filme nehmen. In den 80ern hatte man nach Re-Animator, wieder Lust einen Film zu drehen. Charles Band hatte gerade die Studios von Dino De Laurentiis gekauft und somit sehr viel Platz für einen Film. Also fand man eine gute Vorlage und auch Stuart Gordon war wieder als Regisseur dabei. Auch Jeffrey Combs und Barbara Crampton übernahmen wieder die Hauptrollen. Dazu kam in einer größeren Nebenrolle Ken Foree. Für From Beyond diente dann die gleichnamige Kurzgeschichte von Lovecraft. Wieder versetzt man die Handlung in die Moderne und erschuf einen klassichen Effektfilm. Der wirklich die Studios in Italien nutzt und den Horror von H.P. Lovecraft sehr gut wieder gibt.

Die Handlung dreht sich um Crawford Tillinghast, welcher für Dr. Edward Pretorius arbeitet. Dieser hat eine Maschine entwickelt, welch durch Resonanz schwingen die Zirbeldrüse stimulieren soll. Damit soll man in andere Dimension sehen können. Der Versuch funktioniert und beide sehen Wesen aus einer anderen Welt. Doch etwas geht schief und Dr. Pretorius ist am Ende tot und Tillinghast ist am Durchdrehen. Er wird in eine Psychartrie eingeiefert. Die Staatsanwaltschaft will aber antworten und schickt Dr. Katherine McMichaels los um heraus zu finden was passiert ist. Sie schaffte Crawford TIllinghast wieder in das Haus zu bringen, Hilfe bekommt sie von Bubba Brownlee. Schnell wird auch das Experiment wiederholt, doch was die drei sehen, ist unbeschreiblich. Es kommt und schein unaufhaltbar.

Bei From Beyond merkt man sehr deutlich den Einfluss von H.P. Lovecraft. Die Welt und was passiert, alles setzt auf Figuren und Mythen einer alten Zeit und Wesen aus einer anderen Welt. Das wird uns hier gleich am Anfang gezeigt und zieht sich durch den Film. Auch die beliebte Psychiatrie ist hier wieder Thema. Dazu dann das Team, was schon Re-Animator sehr gut umsetzt, zeigt hier wieder sein können.

Der alltägliche Wahnsinn in From Beyond

H.P. Lovecraft kommt in seinen Geschichten immer sehr gern schnell zum Punkt, aber verstrickt das alles in ein paar Wendungen. Doch das Böse wird immer schnell beschrieben, das liegt an den vielen Kurzgeschichten. So ist es also kein Wunder, dass man bei From Beyond auch sehr schnell zum Punkt kommt. Wir sehen gleich das Experiment und von da an entwickelt sich die Geschichte und das mit einem sehr schnellen Tempo. Schnell ist man in der Handlung drin, man gibt den Charakteren so kaum Zeit sich zu entwickeln. Was auch etwas der Schwachpunkt der Geschichte ist, zwar erfahren wir ein paar Sachen über Dr. Katherine McMichaels, aber das ist nicht viel. Man merkt nur das sie bei anderen Kollegen nicht so beliebt ist wegen ihrer Methoden.

Auch die anderen Figuren sind genauso gezeichnet und Bubba ist einfach da. Tillinghast wird zwar als verängstigt und verstört dargestellt, durch das was passiert ist. Danach scheint er aber gefasst zu sein und seine Wandlung im Film kommt sehr schnell. Man ist einfach soweit und wirft uns das einfach hin. Das funktioniert zwar und sorgt für Spannung und man lässt den Erklärbär auch eingesperrt. Aber irgendwas fehlt dennoch, etwas mehr Tiefe, dass man mit den Charakteren mitfiebert. Denn am Ende will man eher wissen wie der Film ausgeht, die Figuren sind einem egal. Hier ist Bubba das beste Beispiel.

Dr. Pretorius wird uns als böser vorgestellt, nach seinem Ableben. Man zeigt uns sein Zimmer und seine Vorliebe für BDSM, er wird auch gern als Impotent dargestellt. Männlichkeit scheint alles für den Bösen und die Charaktere zu sein. Der Sex wird mit Holzhammer gezeigt. Das liegt an dem was sie ausgesetzt sind und es scheint alle zu verändern. Am Ende ist es aber uns dem Zuschauer auch egal, weil einem die Charaktere in From Beyond nicht nah gehen.

Der Horror von From Beyond

Die Kurzgeschichte von H.P. Lovecraft entstand zu einer Zeit, wo die Wissenschaft viele Fortschritte machte und man Baktieren entdeckte, das machte Menschen auch angst. Lovecraft nutzte dies und schrieb von Wesen, die immer da sind und wir nicht sehen. Genau das macht From Beyond auch als Film. Wir sehen das Böse nur, wenn die Maschine an ist und dann geht der Horror los und er steigert sich immer wieder. Was Es genau ist erfahren nicht. Denn Lovecraft hat seine Monster nie wirklich richtig beschrieben. So ist der Kreativität keine Grenzen gesetzt und wir erleben das Böse in vielen Formen.

Dabei setzt man in From Beyond auch auf viel Körperhorror, immer wieder sieht man Körper die sich verwandeln. Dabei ist hier alles möglich. Wenn Dr. Pretorius als Monster auftritt, verändert sich sein Körper jedes mal. Auch die Mutation von Tillinghast wird sehr gut dargestellt. Die arbeit mit den ganzen Effekten macht sich sehr bemerkbar und sieht immer noch gut aus. Es wird auch schleimig und eklig. So nutzt man alle Elemente einer guten Horrorgeschichte, ohne irgendwo Jumpscars zu nutzen.

Optik

Interessant ist bei From Beyond auch seine Farbgestalltung. Denn man fand mit dem Pink eine Farbe die uns als Zuschauer immer genau zeigt, wenn die Maschine an ist und man die andere Wesen sehen kann. Es ist einfach Trick, der aber sehr gut funktioniert. So wissen wir immer wann der Horror wieder los geht und wann er vorbei ist. Später nutzt man dann auch eine art Wärmebild, um uns zu zeigen was Tillinghast sieht, hierbei sind Gehirne auch in Pink gehalten. Ein deutlicher Hinweise auf die anderen Dimensionen und was mit ihm los ist. Pink ist die Farbe des Films.

Die Kameraführung ist dabei ruhig und hier ist bemerkenswert. Wenn Dr. Katherine McMichaels sich auf den Weg zu Tillinghast macht in der Psychiatrie, wirkt es so, als ob Das Schweigen der Lämmer bei dieser Szene sich etwas bedient hat. Es gibt ein paar deutliche paralleln zwischen den beiden Filmen und den Szenen. Alleine schon wie die Kamera sich bewegt und dann wär da noch der Typ der Masturbiert. Beide Szenen enden aber unterschiedlich und haben einen anderen zweck, aber rein optisch sind sie doch sehr ähnlich. Ansonsten fängt die Kamera die vielen Effekte sehr gut ein.

Fazit:

From Beyond ist ein toller und unterhaltsamer Horrorfilm, welcher aber leider bei den Charakteren auf die Entwicklung verzichtet und uns nur das nötigste erzählt. So sind einem die Figuren am Ende auch egal. Das stört aber weniger, denn der Horror funktioniert toll und man setzt H.P. Lovecraft gut um.

From Beyond

Movie title: From Beyond

Director(s): Stuart Gordon

Actor(s): Jeffrey Combs, Barbara Crampton, Ken Foree, Ted Sorel, Carolyn Purdy-Gordon, Bunny Summers, Bruce McGuire, Del Russel, Dale Wyatt, Karen Christenfeld, Andy Miller, John Leamer

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
  • 8/10
    Effekte - 8/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
7.5/10