Der Miltärporno, ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden, wir werden aus den USA mit solchen Filmen bombardiert, die uns zeigen wie toll doch die Soldaten sind und wie sie die Welt retten. Von der Kritik an dem Krieg blieb wenig übrig, Antikriegsfilme sind selten geworden, alles wird zu einem ultra coolen Erlebnis. Doch in den USA ist man nicht alleine, denn andere Länder machen auch mit. War es bei Wolf Warrior noch am Rande, zeigt das Sequel schon sehr deutlich, das man pro China war und das Militär alles schafft, hier waren noch Amerikaner die Bösen. Das ändert sich aber nochmals, als Dante Lam dieses Jahr Operation Red Sea drehte, den erfolgreichsten chinesischen Film des Jahres. Denn vor zwei Jahren drehte Lam schon Operation Mekong, zu ehren der chinesischen Armee. Jetzt zwei Jahre später nahm einen echten Vorfall im Jemen und verlegt das in den Irak.

Die Handlung dreht sich um die Einheit der Sea Stars, welche am Anfang somalische Piraten aufhalten, eine Woche später entdeckt eine Reporterin, dass Zaka Terroristen wohl an atomares Material gekommen ist. Wieder ein paar Tage später, die Reporterin ist auf den Weg um der Sache nach zugehen. Dabei kommt es aber zu Unruhen im Irak und viele chinesische Zivilsten sollen evakuiert werden und auch der Konsulate muss in Sicherheit gebracht werden, die Sea Stars sollen die Mission anführen. Es kommt zu einem Hinterhalt und man muss sich den Weg frei kämpfen. Doch man hört auch von den Zaka Terroristen und was sie vor haben. Dabei nehmen sie auch eine Chinesin als Geisel. Der Yellowcake ist dabei aber uninteressant. Auch als die Reporterin die Einheit davor warnt. Die Befreiungsmission bedeutet aber auch acht Soldaten gegen 150 Terroristen.

Fuck Yeah, China. Muss man nach dem Film sagen. Denn Operation Red Sea ist purer Militärporno, man zeigt uns wie geil die chinesischen Soldaten sind. Dazu baut man eine konstante Anspannung auf und legt mit einer Actionszene nach der anderen nach. Wirft uns in ein Kriegsgebiet und dreht an der Gewaltschraube und zeigt blutige Details, was hier immer etwas befremdlich wirkt, weil man zeigt wie geil Krieg ist und da passen die toten Menschen nicht immer. Jedenfalls ist der Film pure Propaganda.

Helden und Böse, mehr gibt es nicht bei Operation Red Sea

Zwar startet OPeration Red Sea mit einer first strong impression und wir lernen alle Charaktere des Films kennen, aber dann wird schnell klar: Der einzelne Charakter ist hier unwichtig. Denn es zählt nur die Mission und da muss das Team zusammenarbeiten und wie nun jede Figur tickt erfahren wir nicht. Einzige Ausnahme ist die Reporterin, welche hier etwas aufdeckt, aber sie ist sehr systemkritisch und will nur gutes tun, doch dafür haben die Sea Stars keine Zeit. Denn die wollen nur ihre Mission erzählen, alles andere zählt nicht. Man will nur die chinesische Geisel befreien. Hier merkt man immer wieder sehr deutlich, wie China funktioniert und wie man seine Armee zeigen will.

Der Film ist so stark geprägt von seinen Helden, die aber nicht einzeln funktionieren. Dass man uns als Zuschauer immer wieder konfrontiert, wie Böse die Terroristen sind und das sie Zivilisten für ihre Ziele missbrauchen. Hier darf dann ein Soldat den Helden spielen. Dabei ist das alles so klassisch wie es nur geht. Die Helden sind so Heldenhaft, dass sie sich für ihr Volk aufopfern und auch so heldenhaft sterben. Dabei wird man hier auch immer wieder sehr drastisch. Was nicht zum restlichen Ton von Operation Red Sea passt. Man zeigt uns verstümmelte Leichen, Menschen die Leiden, das deutet eher schon den Antikriegsfilm an. Doch dann wird klar, man zeigt immer nur die Opfer der Zaka so, man will verdeutlichen, wie grausam diese Personen sind.

Wie schon erwähnt, die Bösen sind so stereotypisch wie es nur geht. Die sind dieses Mal aber direkt aus den USA übernommen. Man will wohl auf Nummer sicher gehen und hier ein Feindbild zeigen was in der ganzen Welt funktioniert. Am Ende sind wir so geprägt von dem Heroismus, dass man als Zuschauer auch gleich sich für die chinesische Volksarmee melden will. Denn wir haben gelernt, die Guten machen den Krieg geil und wer die Angst besiegt, besiegt alles.

Action

In Operation Red Sea geht es von Anfang an um eins, der Zuschauer soll die Action sehen und spüren. Wir sind immer mittendrin. Die Kamera ist immer nah am geschehen. Leider gibt es hier aber auch schnell Abnutzungserscheinungen. Denn es gibt kaum noch eine Steigerung. Alles was interessant und Spannend ist, passiert am Anfang des Films, in der zweiten Hälfte bekommen wir zwar immer noch sehr viel Action geboten, aber es steigert sich nicht mehr. Zwar ist das Duell der zwei Panzer gelungen und die Sniper Duelle funktionieren sehr gut, aber das hatten wir am Anfang schon.

Man konzentriert sich in der zweiten Hälfte von Operation Red Sea dann mehr darauf, dass die heldenhaften Soldaten, hier noch heldenhafter werden, weil sie merken die Reporterin hatte recht und sie opfert sich auch für ihr Volk. Also mehr Einsatz für China geht kaum. So steigert sich hier auch die Gewalt nochmal und so mancher Soldat kämpft bis in den tot, er verbindet sich und macht weiter, das ist sehr typisch für die Peking Oper und einem Stil den es auch schon bei Chang Cheh gab. Der Held der niemals aufgibt.

Im Grunde zeigt Operation Red Sea in seinen Actionszenen sehr deutlich, wo der Hammer hängt. Denn Hollywood kann hier kaum noch mithalten. Man gibt einfach Vollgas ohne jemals zu stoppen. Dabei nutzt man alle modernen Stilmittel und auch die Kämpfe sind geprägt von Hightech und man nutzt die verschiedensten Waffen. Sogar kleien Drohen die dann Explodieren. Dabei dürfen Helden bei einer Explosion sehr cool durch die Luft fliegen und wenn es wichtig für die Handlung ist, erleiden sie auch Verletzungen.

Optik

Dante Lam ist ein sehr guter Regisseur, wenn es um Action geht. Zeigte er schon mit Viral Factor das er es kann oder auch in Twins Effect, dass er auch mit Martial Arts und Fantasy umgehen kann. Bei Operation Red Sea ist ihn jedes Actionstilmittel recht was er nutzen kann. Das geht mit der Bullet Time los, die wir ein paar Mal im Film haben. Direkt zum Anfang haben wir eine, die macht hier sogar sinn. Denn man sieht was zur gleichen Zeit passiert und hört dabei das Ticken einer Uhr. Dabei fliegt die Kugel unaufhaltsam auf sein Ziel zu und wir sehen sie immer näher kommen. Auch bei Explosionen ist die Kamera immer nah dran, wir bekommen alle Action mit, es gibt eine Wackelkamera oder zu schnellen Schnitt, man sieht alles.

Alles ist bei Operation Red Sea auf High Tech getrimmt, die Technik der chinesischen Armee ist das beste vom besten und das zeigt man uns immer wieder. So gibt es die typischen Militärporno aufnahmen von Schlachtschiffen und Militärfahrzeugen. Alles hat diese heroische. Die Feinde hingegen, wirken mit allem was sie haben sehr primitiv und ein Soldat kann jede Bombe mit seiner Ausrüstung entschärfen. Alles ist dabei in Hochglanz aufgenommen und sieh gut aus. Man merkt immer wieder, dass man hier viel Geld in den Film gesteckt hat. Es gibt sogar eine Auge Gottes Aufnahme von Oben, die uns ein Kampfschauplatz zeigt.

Fazit

Operation Red Sea ist purer Militärporno für seine über zwei Stunden Laufzeit. Man sieht wie toll die chinesische Volksarmee ist und warum wir uns für sie verpflichten sollten und warum China eh die beste Nation der Welt ist. Man zeigt sehr deutlich, dass die USA nicht das einzige Land sind, was auf diesem Kurs fährt. Hier bekommt man aber einen guten Actionfilm präsentiert, der sehr viel richtig macht. Wenn man die ganze Propaganda ausblendet und sich von der Action berieseln lässt.

Operation Red Sea

Movie title: Operation Red Sea

Director(s): Dante Lam

Actor(s): Zhang Yi, Hai Qing, Johnny Huang, Du Jiang, Zhang Hanyu, Jiang Luxia, Michelle Bai, Simon Yam, Jacky Cai, Wang Zhifei, Zhang Jiayi, Hou Yong

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 8/10
    Action - 8/10
  • 8/10
    Spannung - 8/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
7.7/10

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