Tsui Hark hat schon in den 80ern dafür gesorgt, dass Filme aus Hongkong etwas besonderes sind, produzierte er doch Film die von John Woo stammen und war dann ende der 80er, Anfang der 90er dafür zuständig das viele Klassiker entstand, war er als Regisseur oder Produzent tätigt. Er brachte das WireFu zurück und auch mehr Fantasyanteile in den Film, sei es A Chinese Ghost Story oder die Swordsman Trilogie, irgendwie war Hark immer dran beteiligt. Seit acht Jahren versucht er dank neuester CGI Technik diese Zeit wieder aufleben zu lassen. Das Highlight dieser Versuche sind die Detective Dee Filme, schon der erste Film war eine wilde Mischung aus Sherlock Holmes artige Thriller Handlung, gepaart mit Wuxia und WireFu Elementen. Doch das Ende lies nichts offen und es wär unmöglich gewesen ein Sequel zu machen. So gab es drei Jahre Später ein Prequel und nun im Jahr 2018 erschien mit Detective Dee und die Legende der vier himmlischen Könige der dritte Film, welcher die Handlung nach dem Prequel ansetzt und so auch vor dem ersten Film spielt.

Die Handlung setzt nach dnm Ereignissen rund um das Seeungeheuer an und Dee bekommt als Belohnung das Drachenschwert. Doch die Kaiserin ist nicht glücklich und will Dee los werden, mit intrgiegen versucht sie alles um an das Schwert zu kommen. Auch die Attentäter die sie anheuert scheinen zu scheitern. Doch ein weiterer Feind taucht unbemerkt auf und will den Kaiser stürtzen und Dee umbringen. Auch ihr Ziel ist das Drachenschwert. So muss Dee und seine Helfer an verschiedenen Fronten kämpfen um den Feind zu besiegen. Doch wer steckt hinter all dem.

Tsui Hark ändert nicht viel an der bekannten Formale der Detective Dee Filme, denn auch bei Detective Dee und die Legende der vier himmlischen Könige gibt es genau die Elemente, welche die Vorgänger so Erfolgreich machten. Dieses Mal kommt aber Buddhismus und Taoismus hinzu und andere Religionen. Denn der Feind scheint aus Indien zu kommen und nutzt Beschwörungen und Magie um die Menschen zu kontrollieren. Elemente aus dem klassischen Wuxia Film die auch schon King Hu nutzte.

Verschwörungen und Wirrungen in Detective Dee und die Legende der vier himmlischen Könige

Dee hat in seinem dritten Abenteuer viele Feinde, aber auch Freunde und es gibt neue Gesichter. Am Ende gibt es aber viele Wendungen und man spielt mit dem Zuschauer. Was bei der Länge von Detective Dee und die Legende der vier himmlischen Könige auch nötig ist. Denn wir als Zuschauer sollen ja am Ball bleiben und das schafft der Film. Wir tauchen direkt in die Handlung ein und sehen wie Dee das Drachenschwert bekommt und hier beginnt dann auch der Ärger, denn die Kaiserin will das Schwert haben und an die Macht kommen. Das um jeden Preis. Sie stellt vier Attentäter ein, die mit billiger Magie versuchen sollen Dee zur Strecke zu bringen. Das funktioniert nicht so einfach.

Er wird zu einem Tatort gerufen und schnell stellt er fest, dass hier etwas nicht stimmt. In der zwischen Zeit versuchen zwei Gestallten das Drachenschwert zu stehlen. In diesem Moment sind nicht mal 20 Minuten vergangen und wir haben schon einiges über die Charaktere gelernt. Denn Dee muss man nicht mehr vorstellen, nach zwei Filmen sollte man als Zuschauer alles über ihn und seine Fähigkeiten wissen. Das nutzt Detective Dee und die Legende der vier himmlischen Könige auch immer wieder und zeigt uns sein können. Dieses Mal ist aber nicht der geniale Detective gefragt, sondern der andere Dee, der kämpfen muss. Denn es gibt kein großes Rätsel.

Hier ist das interessante an der Handlung, wir haben einen Feind und eine Verschwörung, aber alles ist so simpel, dass es für uns als Zuschauer bis zum Schluß sehr Komplex wirkt. Der Film täuscht uns immer wieder, deutet an das da noch mehr wär, was es am Ende aber nicht ist. Man spielt mit uns, lässt den Erklärbär immer wieder weg, weil wir alles wichtige eh in den Bildern sehen und fest stellen, dass hier alles wirklich nur billige Magie war und diese uns tolle getäuscht hat.

Action, Fantasy & Buddhismus

In den alten Fantasy Action Filmen aus Hongkong spielte auch immer wieder der Buddhismus eine wichtige Rolle. Denn es gab Geister austreibungen und alles andere. Vor allem ab den 70ern, als Hongkong sich von China lösen wollte und etwas eigenes sein wollte. Man nahm schwarze Magie und packte sie in Horrorfilme. Auch bei Legend of the Mountain von King Hu geht es um sowas oder a Chinese Ghost Story. Als westlicher Zuschauer sind es auch diese Momente, wo man der Geschichte schwerer Folgen kann. Tsui Hark versucht es hier aber vor allem mit den Bildern. Wir wissen das der Buddhismus hier gut ist und die Bösen betreiben Taoismus. Alles wird aber auch genutzt um uns die Welt näher zu bringen, wo alles möglich ist.

Das die Bösen hier mit allen Tricks arbeiten, zeigt uns der Film immer wieder, aber er sagt auch, dass davon nichts echt ist. Was an der Figur von Dee liegt, der zweifelt sowas immer an. Aber sicherlich auch an der Zusammenarbeit mit China und wie man zu dem Thema Horror steht. Detective Dee und die Legende der vier himmlischen Könige ist hier immer eine Gratwanderung, man visualisiert das Böse und ihre Tricks in spektakulären Bildern und Action. Hier zeigt sich das können von Tsui Hark sehr deutlich. Alleine das Finale was über 20 Minuten lang ist und alles bietet, was das Herz eine Hongkong Film Fan höher schlägen lässt. WireFu und Wuxia Kino in seiner vollen Bracht. Menschen fliegen durch die Luft, kämpfen und dann Boom, Monster tauchen auf und kämpfen auch gegeneinander. Es könnte lächerlich wirken, funktioniert hier aber perfekt.

Optik

Damit Detective Dee und die Legende der vier himmlischen Könige in chinesischen IMAX Kinos laufen konnte, hat er den Film nicht wie gewohnt im Cinemascope gedreht, sondern nur in 16:9. Das macht sich bei den Bildern aber kaum bemerkbar. Er schafft es alles immer noch groß und weit aussehen zu lassen. Man merkt einfach die Erfahrung von Hark in diesem Bereich. Die Welt des Films wirkt wie ein klassischer Studio Film, man hat die Bauten und die Sets. Man wird in eine andere Zeit transportiert und das fängt die Kamera immer wieder gut ein. Alleine der Palast des Kaisers, das Gold und das Rot, was einen schönen Kontrast gibt. Alles wirkt hier sehr Edel, wenn man dann auf einen Markt geht, fehlen diese Farben und alles wirkt etwas trister.

Auch sonst zeigt Tsui Hark hier sein können, alleine die ersten 15 Minuten von Detective Dee und die Legende der vier himmlischen Könige sind eine wucht. Die Szene wie er den Einbruch visualisiert und Dee sich ihn vor stellen lässt, dazu die Musik die angelehnt an Wagner ist, Kenji Kawai leisste hier wieder tolle Arbeit. Die Kamera fliegt mit den Figuren und ist über all, wir bekommen alles von der Action mit. Das Finale bietet dann schon fast zu viel, aber alles ist immer auf den Punkt, wie man es von Tsui Hark erwartet. Der Kampf von Gut gegen Böse, sah selten so spektakulär aus wie hier.

Fazit:

Detective Dee und die Legende der vier himmlischen Könige überzeugt durch seine tollen Bilder und einer spannenden Handlung, welche den Zuschauer immer wieder an der Nase herumführt. Dabei ist alles aber sehr simpel und soll nur Komplex wirken. Man wird toll unterhalten und bekommt spektakuläre Bilder geliefert.

Detective Dee und die Legende der vier himmlischen Könige

Movie title: Detective Dee und die Legende der vier himmlischen Könige

Director(s): Tsui Hark

Actor(s): Mark Chao, Feng Shaofeng, Lin Gengxin, Carina Lau, Ma Sichun, Ethan Juan, Yang Yiwei, Tiger Xu

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 7/10
    Action - 7/10
  • 8/10
    Spannung - 8/10
  • 8/10
    Unterhaltung - 8/10
7.8/10