© Yana Toboso/SQUARE ENIX,Project Atlantic

Es ist schon etwas verwunderlich, dass der beliebte Manga Black Butler von Yana Toboso so lange brauchte bist er einem Kinofilm bekam. Denn schon im Jahr 2014 drehte man einen Live Action Film, doch als Anime gab es die Geschichte rund um Ciel Phantomhive und seinem Teufel von einem Butler Sebastian nur als Serie oder OVA, es dauerte bis zu dem Jahr 2017 und dann war es soweit. Man nahm die Handlung der Manga Bände elf bis vierzehn und verfilmte sie als Black Butler: Book of the Atlantic. So taucht man ein in die übernatürliche Welt, die in einem alternativen England spielt und hier dann auf einem Kreuzfahrtschiff stattfindet. Dabei bekommt man als Zuschauer so einige popkulturelle Anspielungen und auch Querverweise zu echten Ereignissen geboten. Dazu auch eine priese Humor und fertig ist der düstere und blutige Gothic Anime.

Die Handlung spielt auf dem luxuriösen Transatlantik-Liner Campania, welche gerade in London ankert und ihre Jungfernfahrt nach New York antreten soll. Auch an Board gehen Ciel Phantomhive und sein Teufel von einem Butler Sebastian. Dazu seine ein jahr ältere Verlobte Lizzy und weitere Menschen. Ciel und Sebastian haben auch einem Auftrag, sie sollen herausfinden was die geheime Organisation Aurora plant, sie soll angeblich tote Menschen wieder zum Leben erwecken. Auf der Überfahrt nach New York soll es eine Vorführung geben. Doch böse Mächte im Hintergrund planen scheinbar etwas anderes und auf einmal sind Sebastian, Ciel und Lizzy von Zombies umzingelt. Dazu tauchen auch zwei Shinigamis auf und wollen Seelen sammeln.

Wenn man als Zuschauer sich noch nie mit dem Black Butler Universum beschäftigt hat, wird man es bei Black Butler: Book of the Atlantic etwas schwer haben, den ganzen Charakteren zu Folgen. Denn man bekommt hier immer wieder eine Figur entgegen geworfen und soll sie kennen. Hier merkt man schnell, der Anime ist etwas für die Fans. Dennoch wird man auch so seinen Spaß haben. Denn es gibt einiges was dem Film sehr unterhaltsam macht.

© Yana Toboso/SQUARE ENIX,Project Atlantic

Black Butler: Book of the Atlantic und wir sind mitten in der Handlung

Da man einen Manga schlecht in einem Film umsetzen kann, außer er ist nach ein paar Bänden beendet oder gar nur einem Band. Wird die Handlung niemals komplett erzählt. Das merkt man als Zuschauer von Black Butler: Book of the Atlantic sehr schnell. Denn wir sind mitten in der Handlung und man gibt sehr viel Gas bei der Erzählung der Geschichte. Dabei geht der Film gut 100 Minuten. Irgendwann wird aber auch deutlich warum. Denn wir sollten alle gezeigten Figuren kennen. Auch wenn es am Ende ein paar neue gibt, oder Wendungen. Alles ist schon in einem gefestigten Universum. Das ist auch das größte Problem der Handlung, sollte man als Zuschauer hier einsteigen, wird man einige Probleme haben, dem allem zu folgen.

Kennt man aber die Figuren wird man seinen Spaß haben. Denn Black Butler: Book of the Atlantic ist sehr unterhaltsam. Das liegt auch an der Handlung. Wir befinden uns auf einem Kreuzfahrtschiff und dann kommen da Zombies und plötzlich gibt es auch noch Shinigamis, welche die Seelen sammeln wollen. Sie sind aber nicht wegen der Zombies da, sondern wegen den Menschen. Denn es gibt da ein Eisberg. Wieder einmal nimmt ein echtes geschichtliches Ereignis und baut es in das Black Butler Universum ein. Schon bei der ersten Arc des Mangas war es so, denn darauf spielt man auch an. Denn ein Charakter von dort taucht auch wieder auf.

Es ist also sehr interessant anzuschauen, wie hier die einzelnen Charaktere interagieren und jede Figur bekommt ihre paar Minuten. Am Ende lernen wir noch mehr über die Beziehung von Ciel und Sebastian. Auch die ganzen Wendungen und wer hier der Böse ist, sind gut gemacht. Aber es kommt doch etwas früh, das stört etwas. Denn so Flacht die Spannung etwas ab, während man bis zu dem Zeitpunkt sehr rassant von einer Szene zur nächsten gebracht wird.

© Yana Toboso/SQUARE ENIX,Project Atlantic

Zombies & Action

Wie schon erwähnt, ein Teil der Handlung dreht sich um Zombies, auch wenn man sie nie so nennt. Die Wesen weißen aber die typischen Merkmale eines Untoten auf. Dies wird uns später im Verlauf von Black Butler: Book of the Atlantic auch erklärt, was genau diese Wesen sind. Es ist eine nette Abwechslung und vereint sehr typische japanische Mythen mit den westlichen.Das Schiff ist also voller Zombies und diese müssen erledigt werden. Hier kommt die Action ins Spiel und von der gibt es reichlich. Sebasitan, Cil und die anderen müssen kämpfen um zu überleben. Das zeigt uns der Anime immer wieder eindrucksvoll.

Die Action in Black Butler: Book of the Atlantic ist gelungen und wir bekommen einiges geboten. Dazu gibt es auch ein paar kleine Hommagen, denn ein Shinigami hat einen Rasenmäher als Waffe. Auch wenn es vielleicht unbeabsichtigt ist, man denkt hier anBraindead den Kultfilm von Peter Jackon. Das Highlight und überraschungsmoment liefert Lizzy ab. In einem emotionalen Monologe erfahren wir erst mehr über ihre Motivation und warum sie sich verhält und dann legt sie los. Wie eine Balletttänzerin mit einem Degen schwingt sie sich durch die Zombiemassen und erledigt so ihre Gegner.

© Yana Toboso/SQUARE ENIX,Project Atlantic

Optik

Die Animation von Black Butler: Book of the Atlantic ist gelungen, aber es gibt ein paar Momente, wo die Zeichner faul waren. So hat man in ein paar Szenen einfach nur Gesichtlose Figuren, das sieht man bei zwei sehr Stark. Hier wirkt die Animation auch nicht so gut, wie im restlichen Film. Das 3dCGI funktioniert auch an den meisten Stellen gut und schon am Anfang sehen wir das Kreuzfahrtschiff in seiner vollen Pracht. Die Kamerafahrt stimmt uns ein. Dabei ist der Anime ansonsten doch düsterer. Wir haben es immer noch mit einer Mischung aus Gothic und Steampunk zu tun.

Es gibt ein paar Orte die verdeutlichen das sehr gut. Da wär der Speisesaal, mit seinem großen Bleiglasfenster, was an die Gotik erinnert und wie eine Kirche wirkt. Es ist auch der Ort wo das Finale sich abspielen wird. Auch sonst, sieht man dem Anime immer wieder an, das wir am Ende des 19. Jahrhunderts sind. Auch wenn man manches abweicht, was gewollt ist. Es ist eine besondere Mischung, welche Black Butler: Book of the Atlantic aus macht.

© Yana Toboso/SQUARE ENIX,Project Atlantic

Fazit:

Black Butler: Book of the Atlantic ist eine toller und unterhaltsamer Film für Fans von Black Butler. Sollte man sich nicht mit der Handlung auskennen, wird man weniger Spaß haben. Der Humor und die blutige Action können dennoch unterhalten.

Black Butler: Book of the Atlantic

Movie title: Black Butler: Book of the Atlantic

Director(s): Noriyuki Abe

Actor(s): Daisuke Ono, Maaya Sakamoto, Atsuko Tanaka, Emiri Katô, Hiroki Tôchi, Jôji Nakata, Jun Fukuyama, Jun'ichi Suwabe, Kaito Ishikawa, Noriaki Sugiyama

  • 8/10
    Handlung - 8/10
  • 9/10
    Animation - 9/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
  • 7/10
    Action - 7/10
  • 8/10
    Unterhaltung - 8/10
7.8/10

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