In den 80er Jahren wurde Michelle Yeoh zum weiblichten Action Star und das ging in den 90er Jahren weiter und ist nun die Königin des Martial Arts Film. Das kommt nicht von irgendwoher, mit ihren Auftritten in den neuen Hongkong Action Filmen hinterlies sie viele bleibende Eindrücke. Ihr können und ihr Ausstrahlung lies einige Produzenten verzaubern und so war es wohl kein Wunder, das man mit ihr viel vorhatte. Jedenfalls in den 80ern war sie die Hauptdarstellerin in einigen modernen Action Filmen, die bekannt sind. Etwas unbekannter wird es bei diesem Film. Denn spricht man über die Filme von Yeoh, so vergisst man oft, Dynamite Fighters (Maginificent Warriors) aus dem Jahr 1987. Hier nimmt man etwas Abenteuerfilm und ein fiktives Dorf im zweiten Weltkrieg und zeigt die Japaner als Böse, was sie damals waren. Aber ob die Vergleiche mit Indiana Jones passen wird sich schnell zeigen.

Die Handlung dreht sich um die Schmugglerin Fok Ming-Ming, die einen Geheimauftrag bekommt und in die Stadt Kaal fliegen soll. Dort bauen die Japaner eine Giftgasfabrik und sie soll das Verhindern. Hilfe soll sie in Form von Agent Sky 001 bekommen. Dieser soll mit einer Brieftaube eine Uhr geschickt bekommen, damit Fok ihn erkennt. Doch die Brieftaube wird von dem Dieb Wong abgefangen und er nimmt die Uhr ansich, landet aber auch in der Stadt. Dort kommt Fok an und hält Wong für den Agent. Schnell bemerken es die Japaner und beginnen die drei zu Jagen.

Die Bewerbung von Dynamite Fighters ist sehr irreführend. Denn es gibt keine Indiana Jones Elemente in dem Film. Dafür aber reichlich Pro China Stimmung und das aus einer Zeit, wo man sowas selten in den Filmen vorfand. Dafür gibt es auch die typischen Actionszenen und Michelle Yeaoh kann glänzen. Dennoch hat man beim schauen des Films irgendwie das Gefühl, dass etwas nicht stimmt.

Geheimagent, Gutes China, Böses Japan in Dynamite Fighters

Man ist es ja gewohnt, vor allem bei aktuellen Produktionen die aus China oder Hongkong kommen, dass man sehr Pro China ist und immer wieder zeigt, wie böse andere Länder sind und man eine so stolze Nation ist. Ihr kennt das aus dem ein oder anderen Film. Es ist auch nichts neues, auch schon in den 70er Jahren gab es das, in dem ein oder anderen Shaw Brothers Film. Dennoch in den 80er Jahren hielt man sich damit etwas zurück in Hongkong und wollte sich von China abkapseln und anders sein. Hier kommen wir als zu Dynamite Fighters, welcher im Original auch Magnificent Warriors heißt, was den Film sehr gut beschreibt. Denn wir bekommen hier glorreiche chinesische Helden zu sehen, die sich gegen die bösen Besatzer auflehnen. Diese sind wie immer Japaner. Man muss sehr viel verarbeiten aus dem zweiten Weltkrieg, was auch verständlich ist, was alles passiert ist.

Wie immer zeigt man hier die Bösen als unmenschliche Monster, die nur eins können und das ist töten. Sie sind sadistisch und ein Menschenleben ist für sie nichts Wert. Das zeigt die Szene, wo der Bürgermeister versucht das Experiment zu stoppen, dann aber flieht, weil er damit nichts zu tun haben will. Der böse japanische General gibt dem armen Bauern sogar eine Chance, um ihn nur ein paar Sekunden später zu töten. Das zieht sich durch den ganzen Film. Auf der anderen Seite, wird uns gezeigt wie heldenhaft sich jeder Bürger in der Stadt aufopfert um die Bösen zu besiegen.

Dazwischen ist dann der Charakter von Michelle Yeoh, welcher auch die Bösen besiegt und für Waffen sorgt. Dabei gehen die Hauptcharaktere aber immer wieder unter. Wir wissen nur das nötigste über sie und das sind die typischen Stereotypen, die wir hier erzählt bekommen. Am Ende ist das aber auch egal, denn sie retten den Tag und das alleine zählt bei Dynamite Fighters.

Action

Kommen wir zu dem, wozu man solche Filme wie Dynamite Fighters im Grunde schaut: Der Action. Die gibt es hier, auch wenn es dauert bis wir etwas zu sehen bekommen. Am Anfang führt man den Charakter von Michelle Yeoh ein und dann geht es in die Stadt, hier heißt es immer fliehen vor den Bösen. Richard Ng darf immer wieder Humor in die Szenen bringen, aber auch sein Charakter kommt zu dem Punkt wo er sich entscheiden zu einem Helden zu werden. Ansonsten sind seine Momente auch voller Waffeneinsatz und seine Gegner dürfen den Totentanz tanzen. Ansonsten ist er eine nette Beigabe für die Actionszenen im Film, welche sehr abwechslungsreich daher kommen.

Auch Michelle Yeoh kann hier wieder überzeugen, ihre Szenen bieten viel Martial Arts Einsatz und sie verprügelt die bösen Buben sehr ordentlich. Man bekommt hier aber sehr viel zu sehen was man aus anderen Film kennt und man es halt nur in das Setting des zweiten Weltkriegs gesetzt hat. So sind es gute Szenen und Momente in Dynamite Fighters, aber irgendwie können diese nie so richtig überzeugen. Man kennt das alles. Dennoch geht viel kaputt und es gibt Explosionen.

Optik

Es ist eine interessant, die man bei Dynamite Fighters versucht. Man packt die Figuren in eine besetzte Stadt und zeigt uns so eine andere Seite von China und von dem zweiten Weltkrieg. Man bekommt hier aber auch sehr viel öde Landschaften geboten und Verstecke. Dabei kann wenig der Ausstattung überzeugen. Zwar sieht nichts schlimm aus, aber als Zuschauer hat man das Gefühl, dass es doch in einem Studio entstanden ist und dann fehlt aber dieser Charm. Irgendwo dazwischen ist dieser Film. Es fehlt einfach der Charm, obwohl die Outfits und Umgebung gut sind, fehlt etwas. Es fehlt dieser kleine Funke, der einem überzeugt.

Ansonsten ist Dynamite Fighters gut gefilmt und auch die Action ist gut umgesetzt. Wir als Zuschauer bekommen alles zu sehen, manche Szenen lässt man länger in einer Einstellung laufen. Dabei fehlen manchen Actionszenen aber das Tempo und so ist alles nicht so unterhaltsam, wie es sein könnte. Man bekommt einen gut gemachten Film, der aber auch einige Probleme hat. Vor allem bei dem wie man seine Figuren zeigt.

Fazit:

Dynamite Fighters ist kein schlechter Film. Es gibt unterhaltsame Action, aber irgendwie fehlt der letzte Funke, der ihn besser machen würde. Dennoch ist Richard Ng da für den Humor und Michelle Yeoh überzeugt wie immer, vor allem in den Martial Arts Einlagen.

Dynamite Fighters

Movie title: Dynamite Fighters

Director(s): David Chung

Actor(s): Michelle Yeoh, Richard Ng, Derek Yee Tung-Sing, Lowell Lo, Chindy Lau, Matsui Tetsuya, Chen Jing, Fung Hak-On, Hwang Jang-Lee, Ku Feng, Lo Meng

  • 5/10
    Handlung - 5/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 6/10
    Action - 6/10
  • 5/10
    Spannung - 5/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
6.0/10