Nach acht Jahren Pause ging es mit der Trancers Reihe im Jahr 2002 nochmals weiter, die Welt hatte sich geändert und nur die Hardcore Fans, wollten wissen wie es mit Jack Deth weiter gehen sollte. Nach dem der vierte und fünfte Teil, aber doch viele vergrault haben dürfte und keiner der Darsteller aus den ersten Filmen mehr mit machen wollte. Musste für Trancers 6 eine neue Idee her. Im Grund macht man hier aber nichts anderes, als das man Jack Deth in einen neuen Körper steckt. Ein alter Trick, den wenn man die Reihe Verfolgte kennt man das. Hier geht es als mit der Tochter weiter. Diese wurde von Zette Sullivan gespielt. Die hier als den alten Macho im Körper einer Frau geben muss. Produzierte wurde der Film fürs Heimkino, angeblich war es der letzte Film der von Full Moon auf 35mm gedreht wurde.

Die Handlung spielt im alten Los Angeles im Jahr 2022 an, Josephine Forrest kommt einen Metroidenschauer auf die Spur, doch niemand will ihr glauben. Während in der Zukunft das Leben von Jack Deth bedroht ist, denn seine Tochter wird umgebracht und so könnte er nie existieren. So schickt ihn Jennings ins Jahr 2022, damit Jack seine Tochter retten kann. Er landet in ihrem Körper. So muss Jack als Josephine nun die Spur der Trancer aufnehmen und bekommt es dieses Mal mit Aliens zu tun, die eine kleine Sekte aus frustierten Jugendlichen.

Nach den reinfällen mit Trancers 4 und 5 ist man mit Trancers 6 wieder auf den richtigen Weg gewesen. Man merkt dem Film aber sehr deutlich an, dass die 80er und 90er vorbei sind und die Film die fürs Heimkino produziert werden, eine schlechtere Qualität haben und alles noch schneller gehen musste. Dazu auch ein neuer Trend bei SciFi und Action Filmen. Man bringt aber wieder alte Ideen mit in den Film und versucht hier auch einen neustart der Reihe.

Jack Deth ist nun eine Frau in Trancers 6

Es war wohl die einfachste Lösung, obwohl ein Sohn noch einfacher gewesen wär, aber da hätte man mehr Ähnlichkeit erwartet. So hat man mit Josephine oder auch Jo Deth die weibliche Verison von Jack. Wir lernen sie ganz kurz in ihrer normalen Version kennen und sie ist das komplette Gegenteil von Jack, lebt Vegan und trinkt nicht oder raucht. Auch ihr Geschmack bei Autos ist anders. Das sind die Momente die wir dann aber auch durch Jack sehen und wie er sich fragt, wie seine Tochter so ist. Man wollte wohl mit diesem Kontrast spielen, weil man merkt, dass Jack Deth ein Relikt einer vergangen Zeit ist. Man nimmt aber manche Angewohnt, nur um uns dann in einer Szene später zu erklären, wie falsch das ist und wie gefährlich Rauchen ist. Wir haben schon 2002 und die Filmwelt hat sich gewandelt.

Dieser frische Wind tut dem Film aber auch gut. Wir bekommen hier ein sehr abstraktes Rollenbild geboten. Das Jack Deth in einer andere Zeit gezwängt wird, machte die Reihe aus, aber hier in einen anderen Körper und das noch eine Frau, führt für das Jack steht ins Absurde. Es funktioniert aber toll. Die Probleme die er hat sich in seinem neuen Körper zu recht zu finden, werden auch kruz gezeigt. Als er versucht Strumpfhosen anzu ziehen. Im Verlauf von Trancers 6, wird das aber auch unwichtig. Josephine ist eine starke junge Frau. Sie wirkt anders als alle sie kennen. Sie wird zur Actionheldin. Man kauft es ihr ab, weil sie halt Jack ist.

Die Bösen sind wie immer da. Man führt neue Gegner ein und bringt eine neue Idee. Man greift die Idee mit der Sekte auf und bringt kleine Paralellen zu den Morden rund um Charles Manson. Die Böse predigt immer wieder und erzählt den Jugendlichen, das sie hier ein zu Hause haben. Sie gibt ihn eien zugehörigkeit. Leider passiert dies immer nur am Rande. Denn es ist auch ein netter Ansatz.

SciFi & Action

In acht Jahren kann viel passieren, vor allem in der Filmwelt. Anfang der 2000er stand die Actionwelt Kopf, denn Matrix hatte die Action in Hollywood komplett verändert. Etwas was auch gut zu Trancers 6 passen könnte. Denn Jack Deth und seine Uhr, welche die Zeit verlangsam wär die Möglichkeit gewesen um solche Effekte in den Film einzubauen. Wahrscheinlich hatte man aber nicht genug Geld oder nicht die Zeit. Das merkt man den Film auch an, die Actionszenen sind zwar da und es wurd ordentlich geballert, aber alles wirkt sehr langsam und ohne schwung. Es fehlt bei allen Szenen etwas.

Vor allem aber in den Momenten wo Jo die Zeit verlangsamt. Hier läuft der Film langsamer und Jo bewegt sich schneller und entkommt so den Gegner. Man nimmt alte Zeitlupen Technik und versucht es dann zu zeigen, in dem man etwas fallen lässt. Das machte man schon in den ersten Beiden Trancers Filmen so, nur war 2002 die Technik anders, das man hier bessere Effekte einbauen könnte. Das ist schade. Der SciFi Aspekt ist zwar da, das problem mit dem Verschwinden von Jack ist keine neue Idee, passt aber zur Handlung. Dennoch sieht Los Angeles im Jahr 2022 sehr stark nach 2002 aus.

Optik

Leider gibt es von Trancers 6 aktuell nur ein Master was dem Film in 4:3 zeigt, es könnte das original Bildformat sein. Auch sieht man ihn nicht immer an, ob er wirklich auf 35mm gedreht wurde. So muss man sich etwas zu Frieden geben, mit der aktuellen Version. Interessant ist aber auch, dass man hier wieder in L.A. drehte und nicht mehr in Rumänien. Das fällt auf. So bekommen wir wieder typische Orte aus Hollywood zu sehen und auch wieder einige abgelegene Plätze. Denn viel Geld schien man nicht gehabt zu haben. Also dreht man an leeren Orten und auch Räumen. Hier sieht man es noch deutlicher. Wenn es um Effekte geht. In den Räumen passiert nie etwas, sondern nur im Freien gibt es den ein oder anderen Blutspritzer.

Wie schon erwähnt, nimmt man dieselbe Zeitlupen Technik wie schon bei Trancers 1 und 2, was beim sechsten Film doch etwas alt modisch wird. Ansonsten ist Trancers 6 gut gefilmt, man merkt durch die Zooms und Kameraschwenks, das man Kosten sparen wollte, genauso wie die längeren Einstellungen. Bei der Action gab man sich aber keine Mühe und filmt einfach wie Personen schießen, ohne das hier irgendwo Bewegung oder Tempo drin ist.

Fazit:

Trancers 6 ist die Frischzellenkur gut bekommen. Mit einer weiblichen Version von Jack Deth funktioniert der Film gut und man merkt das alles auch Spaß bei der Produktion hatten. Leider wirkt alles etwas angestaubt, so das der Film für eine Produktion aus dem Jahr 2002 doch etwas fehl am Platz wirkt.

Trancers 6

Movie title: Trancers 6

Director(s): Jay Woelfel

Actor(s): Zette Sullivan, Jennifer Capo, Robert Donavan, Timothy Prindle, Jere Jon, Jennifer Cantrell, Ben Bar, James R. Hilton, Kyle O. Ingleman, Gregory Lee Kenyon, Douglas Smith, Chad Theroux

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 4/10
    Action - 4/10
  • 4/10
    Spannung - 4/10
  • 5/10
    Unterhaltung - 5/10
5.5/10

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