Ende der 80er war die Filmwelt in Italien am Ende, man gab den Regisseuren immer weniger Geld für ihre Filme und man konnte keine Exploitationsfilme mehr drehen und auch der Horrorfilm war fast am Ende. Den konnte man zwar sehr günstig drehen, aber das machte sich auch schnell bemerkbar. Wie sollten manche Regisseure eine 90 Minütigen Film drehen, mit kaum Geld und mitteln. Dazu ein dürftiges Drehbuch. Man hoffe immer auf Starpower und mit Lara Wendel hatte man eine Semiberühmtheit, aber der Skandal um den Film in dem sie mitspielte, war wohl da schon längst vergessen. Dennoch tauchte sie als sie Volljährig war, in ein paar Horrorfilmen auf. Einer davon war The Red Monks. Dieser wurde von Lucio Fulci produziert. Es muss aber nicht viel Geld gewesen sein. Denn wir als Zuschauer müssen einen Film durchstehen, der so entspannt und langsam erzählt wird, das nie die Gefahr besteht es könnte ein Horrormoment aufkommen.

Die Handlung beginnt in der jetzt Zeit und ein Mann kommt zu einem Schloß, er hat es wohl geerbt. Im Gebäude sieht er eine nackte Frau und verfolgt sie. Das ist aber sein Ende, denn er wird von ihr geköpft und dann springt die Geschichte 50 Jahre in die Vergangenheit. Wir lernen Robert kennen, er wohnt auch in dem Schloß und hört draussen seine Hunde bellen. Er findet auf dem Baum Ramona, diese ist verängstigt von seinem Hund. So lernen sich beiden kennen und lieben und heiraten schnell. Doch irgendwas stimmt in dem Schloß nicht. Denn Ramona hat immer wieder Albträume von roten Mönchen und ihre Kammerzofe verschwindet auch.

WOW, The Red Monks ist so langsam erzählt, dass man am Ende vergessen hat, worum es am Anfang ging. Dabei erzählt man so eine dünne Geschichte, das dies auch locker in 20 Minuten erzählt gewesen wär. Man streckt alles mit Minuten langen Aufnahmen von Menschen die durch Gänge laufen oder aufnahmen des Schloßes.

Langsame Gruselgeschichte in The Red Monks

Man kann eine Geschichte ruhig und langsam erzählen, damit sie sich entfallten kann und so baut man eine unheimliche Atmosphäre auf und erzeugt auch Spannung. Dennoch gibt es auch den Punkt, wenn etwas zu langsam erzählt wird und dieses Problem hat The Red Monks. Alles wird so langsam voran getrieben, dass es hier schon einen Stilstand gibt. Denn man streut immer wieder etwas ein, damit wir als Zuschauer erinnert werden, worum es hier geht und das man ja wissen will was die roten Mönche vorhaben und wie das alles zusammenhängt. Wer sind die fremden Menschen die immer wieder auftauchen. Wer ist der Mann der Ramona vergewaltigt und dann ignoriert man es gleich wieder in der nächsten Szene. Man kann zwar einiges weglassen in einem Horrorfilm, damit das Unbekannte für Stimmung sorgt. Doch ein paar Momente sollte man schon erklären, vor allem mit so einer Wendung am Ende.

Auch bei den Charakteren gab man sich keine Mühe. Robert ist einfach da und scheint mit dem allem irgendwas zu tun zu haben. Ramona scheint hier das Opfer zu sein, verhält sich aber auch sehr merkwürdig. Das alles wird uns in kurzen Momenten, dann auch etwas näher gebracht. Dabei vergisst man dies auch wieder schnell. Es so sind Informationen am Rande, damit wir als Zuschauer auch etwas haben, worüber wir nachdenken können. Es könnte wichtig sein. Danach folgt dann aber nichts. Anstatt am Ende mit dem zu Spielen was man hat. Erklärt man uns es und kommt mit einer sehr absurden Wendung daher, zu der es keine Erklärung gibt.

Ansonsten pasiert nicht viel in The Red Monks, es gibt keine Bösen, man redet nur davon. Man ist sich nicht mal sicher in welchem Jahr wir sind und irgendwie ist es auch egal. Man hat dann schon Mitleid mit den Schauspielern. Alle versuchen das Beste zu geben, doch es klappt einfach nicht. Da hilft Lara Wendels charisma auch nicht mehr.

Kein Horror, Keine Spannung

Bei einem so entspannten Film wie The Red Monks, kann man auch keine Spannung erwarten. Es gibt nicht mal Anspannung. Man sieht einfach nur die Menschen und man versucht dann gegen Finale noch etwas übernatürliches mit einzubauen. Doch das reicht einfach nicht aus. Als Zuschauer hat man schon viel eher aufgeben und es gibt zwar ein paar tolle atmosphärische Aufnahmen, die wirken aber irgendwann so in die länge gezogen, dass hier jede Spannung flöten geht.

Es gibt auch keinen Horror in dem Film und die paar Morde sind nicht der Rede wert. Es gibt keinen Schauwert und wer der Killer ist? Das erklärt man uns auch nicht. Man kann hier zwar Theorien aufstellen, aber das führt am Ende zu nichts. The Red Monks bietet keine Bedrohung für seine Charaktere, es gibt nichts Böses, nur gepflegte Entspannung und das kann auch gut sein, führt aber nur zu sehr langsamen Erzählweise des Films.

Optik

Auch bei der Kamera verlässt man sich auf ruhige Bilder. Wie schon erwähnt, wird sehr vieles sehr lang gezeigt. Wir sehen am Anfang schon einen Charakter durch den Wald laufen und das wird nicht das letzte Mal sein, dass eine Figur durch einen Wald irrt. Das muss nichts schlechtes sein und kann auch Spannung aufbauen, doch hier im Film funktioniert das weniger. Vor allem bei der Kammerzofe, diese irrt durch den Wald und schaut um her und irrt weiter und weiter, bis sie ihr Ende findet. Dabei nutzt man hin und wieder ein paar gute Kameraeinstellungen und überblendungen. Dennoch rettet das Film kaum.

Das Setting von The Red Monks ist nett und auch das Schloß und seine Umgebung kommen gut zur geltung. Wir wissen zwar nicht in welchem Jahr wir sind und alles könnte auch in einer ländlichen Gegend in den 80ern geschehen sein, wo der Film auch gedreht wurde. Man sieht halt sehr viel Wald und Gemäuer, das wars am Ende auch. Ab und an gibt es etwas nackte Haut von Lara Wendel zu sehen.

Fazit:

The Red Monks ist ein entspannter ruhiger Horrorfilm, in dem nichts passiert. Man wird knapp 90 Minuten gut gelangweilt und muss keine Angst haben irgendwelche schock Momente zu sehen. Dabei zieht sich das wie Kaugummi und findet einfach kein Ende. Man vergisst auch gern die Handlung und haut merkwürdige Wendungen raus, die nichts retten am Ende. Lara Wendel ist das Highlight im Film.

The Red Monks

Movie title: The Red Monks

Director(s): Gianni Martucci

Actor(s): Gerardo Amato, Lara Wendel, Malisa Longo, Chuck Valenti, Claudio Pacifico, Mary Maxwell, Gaetano Russo, Ludovico Della Jojo, Luca Intoppa

  • 2/10
    Handlung - 2/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 4/10
    Regie - 4/10
  • 2/10
    Spannung - 2/10
  • 2/10
    Atmosphäre - 2/10
3.2/10