©JoJo’s Bizarre Adventure: DU Movie Project

Takashi Miike hat in seinem Leben einige Live Action Filme gedreht, sei es der Kulfilm Ichi the Killer, aktuelleres mit Blade of the Immortal oder unbekannteres mit Fudoh: The New Generation. Der japanische Regisseure ist in jedem Genre zu Hause und dreht alles was nur geht. In den vergangenen Jahrzehnten gibt es ein Manga, der bei uns nicht so bekannt ist, aber dafür in Japan. Die Rede ist von Jojo’s Bizarre Adventure. Seit 1986 zeichnet der Mangaka Hirohiko Araki die Abenteuer von JoJo’s. Als Anime wird die immer noch Laufende Serie auch umgesetzt. Im Jahr 2017 nahm man sich etwas vor, denn mit dem vierten Teil wollte man einen Live Action Film drehen. Somit ist JoJo’s Bizarre Adventure: Diamond Is Unbreakable der Anfang und der erste Film. Wahrscheinlich wird es aber leider nie weiter gehen. Die Frage ist auch, konnte Takashi Miike hier einen guten Film schaffen, denn die Vorlage bietet typische Shonen Action in einem ungewöhnlichen Setting.

Die Handlung spielt in dem kleinen japanischen Stadt Morioh, dort ist Koichi Hirose vor kurzem hingezogen. Eines Tages wird er von Josuke Higashikata gerettet und bemerkt etwas merkwürdiges. JoJo bewegt sich schneller als er sehen kann und alles scheint am ende wieder Heil. In der Stadt ist auch ein Serienkiller unterwegs. Koichi beachtet das nicht weiter, als er ein paar Tage später von Jotaro Kujo angesprochen wird, dieser sucht Josuke. Wie sich raus stellt, war der Vater von JoJo, der Großvater von Jotaro. Josuke wird auch erklärt das seine Fähigkeit Stand genannt wird und auch Jotaro hat einen. Der Serienkiller Angelo scheint auch einen zu haben und ist sauer auf JoJo, denn dieser hat seinen Plan verhindert. Doch noch andere Standnutzer sind in Morioh und für JoJo und Koichi beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.

Auf der einen Seite ist der Live Action Film von JoJo’s Bizarre Adventure: Diamond Is Unbreakable das alles umsetzt, auf der anderen Seite sind manche Änderungen und anpassung doch etwas merkwürdig. Scheinbar will man dann doch schneller ans Ende und bringt gleich zwei Gegner unter.

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Typisch Shonen in JoJo’s Bizarre Adventure: Diamond Is Unbreakable

Einen Manga wie JoJo’s Bizarre Adventure: Diamond Is Unbreakable als Live Action umzusetzen ist schwer. Denn die Charaktere und wie er aufgebaut ist, das alles funktioniert in einem Film kaum. Denn alles ist auf eine Zielgruppe zugerichtet, jungendliche Männer, quasi Jungs. In den ersten Kapiteln gibt es auch kaum Frauen zu sehen. Außer die Mutter von JoJo, ansonsten ist es eine Männerwelt. Im Film hat man es etwas angepasst und bringt schon Yukako Yamagishi ins Spiel. Ein Charakter der erst später auftaucht und gefährlich wird für Koichi, denn sie stalkt ihn und entführt ihn sogar, weil sie in ihn verliebt ist. Hier deutet man dieses Verhalten auch schon an. Sie wird aber über weite Strecken auch ignoriert.

Josuke Higashikata ist der Held der Geschicht und so führt man ihn auch ein, er ist ein Badass und rettet Koichi und wird dann wütend, weil jemand seine Frisur beleidigt. Josuke oder auch gern JoJo gennant tappt aber von einem Problem ins nächste. Er wirkt am Anfang etwas dümmlich, das ändert sich aber im Lauf des Films mehr. Man merkt auch, dass er ein ganz normaler Oberschüler ist, der halt nur eine besondere Fähigkeit hat. Diese setzt er auch immer wieder ein, das zeigt man uns. Er ist der Gute in der Geschichte, aber wie in jeder Shonen Geschichte gibt es auch die Bösen. Nicht jeder von den Bösen ist wirklich böse und kann auch zu einem Freund werden.

Wir lernen viel über Angelo in JoJo’s Bizarre Adventure: Diamond Is Unbreakable, man nimmt sich die Zeit und führt ihn ein, man könnte meinen er wär der Böse für den Film, aber dann kommt die erste Wendung, bzw. dieser Teil der Handlung ist abgeschlossen und es folgt der Nächste. Hier sind auch die Probleme, JoJo und Koichi sind auf einmal Freunde, das passiert einfach. Im Anime entwickelt sich schnell eine Freundschaft. Hier ist sie einfach da. Das schwächt die zweite Hälfte etwas ab.

©JoJo’s Bizarre Adventure: DU Movie Project

Action & Die Stand Namen

Eins muss man Takashi Miike und seinem VFX Team lassen, sie haben sehr gute Arbeit bei JoJo’s Bizarre Adventure: Diamond Is Unbreakable. Man hat auch mit Mangaka Hirohiko Araki zusammengearbeitet, damit die Stands nah an seinen Zeichnungen dran sind und das ist gelungen. Auch die verschiedenen Kräfte funktionieren gut. Angelo, der Wasser kontrollieren kann, scheint hier schon ein harter Brocken zu sein, wird dann im Kampf aber ordentlich vermöbelt, was zu ein paar coolen Action Momenten führt, alleine wenn Jotaro die Zeit anhält und JoJo rettet. Dazu dann der lange Kampf gegen Keicho Nijimura. Hier kann der Film zeigen, was die Vorlage ausmacht.

Etwas problematischer wird es bei den Namen der Stands, schon bei Anime wurden diese bei den Untertiteln umbenannt, weil man hier wohl Namensrechte benutzen müsste. Im japanischen Original haben alle Stands Namen von Songs oder Bands. So wird aus Crazy Diamond einfach Shining Diamond, aus Bad Company wird Worse. Die anderen Änderungen sind hier noch nicht zu sehen, man überspringt am Ende aber auch Red Hot Chili Pepper und geht gleich zu der Attacke von Killer Queen, in den Uts Deadly Queen genannt über, diese heißt Sheer Heart Attack. Das ist eine der größten Änderung bei der Live Action Version von JoJo’s Bizarre Adventure: Diamond Is Unbreakable, man geht gleich zu Yoshikage Kira über.

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Optik

Takashi Miike hat als Regisseur so vie Erfahrung, vor allem auch im Bereich der Live Action, dass man hier keine Angst haben muss. Rein optisch kommt man der Vorlage sehr nah, man drehte in Spanien, wahrscheinlich weil Morioh nicht so typisch japanisch aussieht. Man merkt dies auch immer wieder, in einer Szene sieht man im Hintergrund leute in einer Tracht ein Maifest feiern. Jedenfalls sonst, ist alles auf sehr hohen Niveau. Schon die Friseuren der Charaktere wurde gut getroffen. Wie schon erwähnt auch die Stands sehen gut aus. Man gab sich sehr viel Mühe für dieses Projekt, obwohl es auch ein paar Änderungen. Koichi wirkt normal groß und auch die Kleidung der Figuren ist etwas anders.

Die Kamera ist sehr typisch Miike, obwohl sie eher ruhig ist und alles einfängt. Hier sind die Momente wo man die Stands nutzt wieder das Highlight, die Kämpfe sind gut und dynamisch eingefangen. Man zeigt uns auch die Stadt sehr gut und nutzt viele Einstellungen, die uns zeigen das hier Menschen unterwegs sind. Auch das Cinemascope Bildformat, zeigt große Bilder. Was für JoJo’s Bizarre Adventure: Diamond Is Unbreakable sehr von Vorteil ist.

©JoJo’s Bizarre Adventure: DU Movie Project

Fazit:

JoJo’s Bizarre Adventure: Diamond Is Unbreakable ist gelungen, hat aber auch seine Schwächen. Man ist durch den Manga und vor allem durch den Anime sehr verwöhnt was diese Geschichte angeht. Da hat man als Live Action Film schwer. Dennoch macht Takashi Miike seine Sache gut und mit den Änderungen kann man leben.

JoJo's Bizarre Adventure: Diamond Is Unbreakable

Movie title: JoJo's Bizarre Adventure: Diamond Is Unbreakable

Director(s): Takashi Miike

Actor(s): Kento Yamazaki, Yûsuke Iseya, Ryûnosuke Kamiki, Nana Komatsu, Jun Kunimura, Mackenyu, Arisa Mizuki, Masaki Okada, Takayuki Yamada

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
  • 6/10
    Action - 6/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
7.0/10