Shock

Mario Bava ist eine Legende des italienischen Kinos. Hat er den Giallo mitbegründet. Dazu hat er auch viele wegweisende Horrorfilme gedrehte, die sogar den Slasherfilm inspiriert haben. Sein Sohn wurde immer in seine Fußstapfen gepresst und drehte aber sehr eigenständige Filme, dennoch merkte man auch dort die Handschrift seines Vaters. Zusammen haben sie auch an den letzten Film von Mario Bava gearbeitet, auch wenn Wilde Hunde später veröffentlicht wurde. So ist Shock, der letzte Spielfilm den Mario Bava vor seinem Tod gedreht hat.

Das Häuser etwas unheimliches haben, wurde nicht erst in den 80er Jahren bekannt. Vorher gab es den ein oder anderen Film, der das Thema behandelte. So auch Shock, hier widmet sich Mario Bava dem Thema und verleiht dem Ganzen aber auch seine eigene Note. Das spiegelt sich vor allem bei der Handlung ab. Denn man legt am Anfang nicht viel Wer darauf, dass das Haus böse ist. Viel mehr legt man den Fokus auf Mutter und Sohn. Vor allem der Sohn benimmt sich immer merkwürdiger und es passieren merkwürdige Dinge im Haus. Alles könnte man aber noch dem Kind anhängen und seinem verhalten.

Der Film entfaltet seinen Horror nach und nach und hier liegt aber auch das Problem. Denn man bekommt sehr spannende Szenen präsentiert, wenn denn Horror passiert, dann funktioniert er. Ansonsten bietet Shock aber nicht viel, es gibt am Ende den typischen Twist, der damals sicher noch frischer war als Heute. Er funktioniert aber bedingt. Dennoch ist das Ende beeindruckend.

Mario Bava zeigt hier sein können und die Kameraarbeit ist gelungen. Auch wenn die nüchternen Bilder immer etwas traumhaft wirken. So baut er eine Atmosphäre auf, das Haus wirkt unheimlich und nicht, als ob darin Menschen leben. Es ist auch anders als bei seinen Gothic Horror Werken. Die Tricks einfach sind aber funktionieren. Alleine das fliegende Teppichmesser, was immer wieder auftaucht.

Manches ist aber auch etwas fragwürdig, vor allem die Szenen mit Mutter und Sohn und das vor allem gegen Ende hin. Hier deutet man den Inzest nicht mehr an. Man könnte es auch Interpretieren, dass der Geist des Ehemanns das alles steuert, so oder so ist die Bildsprache hier sehr fragwürdig.

Fazit

Shock ist der letzte Film von Mario Bava und das merkt man ihn auch etwas an. Es gibt zwar Spannung und tolle Aufnahmen. Manches wirkt aber langweilig und angestaubt. Es ist immer noch ein interessanter Film, der unterhalten kann.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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