Sympathy for the Devil

1968 war ein Jahr, was sich sogar in den Sprachgebrauch brannte. Wir reden von den 68ern. Es war ein Jahr, wo die Welt sich gewandelt hat, es ging um Hippies und freie Liebe. Die Menschen wollten einen Wandeln, vor allem die Jugend. Man wollte die Welt verbessern und neuen Ideen nach gehen. Auch in der Musik tat sich viel. England schickt mit The Beatles eine Gruppe ins Rennen, welche größer als Jesus waren. Doch noch eine weitere Band kam aus der Deckung und boxte sich durch. Die Rede ist hier von The Rolling Stones, welche auch großen Erfolg hatten. Jean-Luc Godard hatte das Ende des Kinos schon vorausgesagt und das der Wandel kommen würde. Er sollte in England eine Dokumentation über Abtreibung drehen, doch dann wurde das Gesetz verändert, er bleib in London und wollte eine Doku über die Beatles oder The Rolling Stones drehen. Dabei kam dann Sympathy for the Devil bei raus und es ist deutlich, dass die Stones es zugelassen haben, das man sie filmt.

Der Film ist aber keine gewöhnliche Dokumentation, das sollte man bei Jean-Luc Godard auch nie erwarten. Denn Sympathy for the Devil spiegelt den Zeitgeist wieder. Denn es gab ein paar Probleme bei den Dreharbeiten, dass Tonstudio brannte ab. Ein Bandmitglied wurde verhaftet. Doch Godard war nicht umtriebig. Er filmt Szenen, so gibt es immer wieder eine Stimme aus dem Off, die eine Geschichte erzählt. Dazu Menschen die Texte wiedergeben. Alles ist sehr politisch und alles spiegelt etwas wieder. Es geht hier um die Black Power Bewegung. Um ein Interview mit Eva Deomcary, welche Fragen beantwortet und wie man die Welt ändern könnte. Ein faschistischer Buchhändler, der aus Mein Kampf vorliest. Was perfekt zu dem Stones Song passt. Hier muss man dann aber auch aufpassen und es ist der böse schwarze britische Humor, den Jean-Luc Godard hier zeigt.

Es gibt keine Gegenschnitte in dem Film, die Kamera fährt zwar und bewegt sich. Aber alles ist in Long Takes gefilmt. So können wir dabei sein, wenn The Rolling Sones ihren Song Sympathy for the Devil aufnehmen. Immer wieder fährt die Kamera durch das Tonstudio und wir sehen die Band beim Proben und wie sich das Lied entwickelt. Am Ende rückt das aber fast schon in den Hintergrund, wenn Godard hier wieder mal eine Aussage macht, dass alles eh nur ein Film ist.

Fazit:

Sympathy for the Devil ist eine sehr interessante Dokumentation. Die einen Zeitgeist widerspiegelt, dabei uns beobachten lässt, wie einer der besten Songs aller Zeiten entsteht. Dazu der typische Jean-Luc Godard Wahnsinn. Einfach ein toller Film.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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