Sechs Schwedinnen von der Tankstelle

Erwin C. Dietrich war ein legendärer Produzent und hat den Exploitationsfilm in den 70er Jahren geprägt, vor allem im deutsch sprachigen Raum. Er hat so viele Filme produziert und bei einigen auch Regie geführt. Man merkte seine Erfahrung und Wissen immer wieder an. Denn hinter den Kulissen hatte er zwar immer wieder das gleiche Team, aber das zeigte sein können. Sei es nun bei Produktionen mit Jess Franco oder seinen eigen. Er erschuf immer etwas, dass nach Film aussah. Ende der 70er Jahre war der Sexploitationsfilm vom Porno fast verdrängt worden und Menschen konnten auch langsam im Heimkino nackte Haut sehen. Doch Dietrich gab nicht auf, mit seiner Filmreihe um sechs Schwedinnen versuchte er nochmals an Erfolge aus vergangen Tagen aufzugreifen. Dabei nahm er bekannte Pornodarstellerinnen aus Frankreich und lies sie in harmloser aber auch explizierter Weise Auftreten. Im zweiten Teil der Reihe sieht man das sehr deutlich. Doch kann Sechs Schwedinnen von der Tankstelle noch mehr bieten?

Die Handlung ist genauso dünn wie die Kleidung der sechs Schwedinnen im Film. Diese betreiben eine Tankstelle und eine Bar daneben. Doch die meisten Männer kommen da nicht nur him um zu Tanken, diese wollen auch ihren Schlauch wegstecken. Das stört die Frau des Bürgermeisters etwas und es ist unsittlich. Dabei berät man immer wieder was man dagegen tun könnte. Man braucht die Schwedinnen dann doch. Alles ist auf knapp 90 Minuten ausgedehnt. Das merkt man hier immer wieder, man hat das Gefühl, dass man einen Porno schaut und kein Sexploitationsfilm mehr. Zwar versucht man hier noch so etwas wie eine Geschichte zu erzählen, doch die ist im Grunde egal.

Man sieht Sechs Schwedinnen von der Tankstelle sehr deutlich an, dass Erwin C. Dietrich versucht hier dem Pornofilm Konkurrenz zu machen, ohne dabei auf die typischen Elemente zu zurück zugreifen. Er baut zwar die typischen Situationen ein, aber filmt es anders.

Sechs Schwedinnen von der Tankstelle und der Sex

Da die Handlung von Sechs Schwedinnen von der Tankstelle egal ist und auch wirkt wie kurze Episoden in dem Leben der sechs Mädels, welche man an ihrem blauen T-Shirt erkennt, wo ihr Name drauf steht. Man führt sie hier ein, wie sie Sex haben oder beim Wetterbericht masturbieren. So zieht sich das durch den Film. Highlight sind die zwei Szenen wo der Moderator im TV, erlebt was vor sich im Raum passiert und angeturnt wird, in der anderen Szene befriedigt er eines der Mädels durch den Fernseher. Das ist ein netter Gag der gut funktioniert. Ansonsten bekommt man doch einige Nahaufnahmen von Vulvas geboten und der Penis meist nur kurz oder nie zu sehen. Der Geschlechtsakt ist hier noch gestellt, was man auch in einigen Szenen sehr deutlich sieht.

Die sechs Frauen sind hübsch, vor allem Brigitte Lahaie zeigt wieder warum sie so beliebt war und auch in einigen Jean Rollin Filmen mitspielte. Auch die restlichen Damen sind hübsch anzuschauen und auch sie geben ihr bestes. Man bekommt hier halt einen späten Sexploitationsfilm geboten.

Fazit:

Sechs Schwedinnen von der Tankstelle ist ein unterhaltsamer Sexploitationsfilm, was an den Personen hinter der Kamera liegt. Die Mädels vor der Kamera geben ihr bestes. Man bekommt auch etwas Humor geboten. Es ist ein typischer Erwin C. Dietrich Film, der hier kurz vor dem Porno steht aber diesen Schritt nicht geht.

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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