Das Mädchen von St. Tropez

In den 70er Jahren wurden in Europa einige Filme produziert. Die Welle der Exploitationsfilme wurde immer größer. Dabei gibt es viele Spielfilme wo man nicht genau sagen kann, wann genau sie entstanden sind und wer nun Regie führt. Vor allem bei Eurocine Produktionen. Denn diese kleine Produktionsfirma aus Frankreich ist berühmt brüchtig für einige Knaller des Genre und auch für viele schlechte Filme. Dabei hat man alles produziert was gerade IN war oder man verkaufen konnte International. Was einAnfang der 80er, dank dem Heimkino Boom sehr hilfreich war. Einer dieser Film ist Das Mädchen von St. Tropez. Denn man kann nicht sagen ob er in Deutschland im Kino lief. Auf VHS erschien er in den 80er Jahren. Noch interessanter ist auch die Produktionsgeschichte des Films. Auch wenn es kaum Informationen gibt, so führte, laut Darsteller Paul Muller, Jess Franco bei vielen Szenen Regie.

Die Geschichte des Films dreht sich um Maria, welche eine Jungfrau ist. Bis sie André kennenlernt. Denn der junge Mann hat es nicht nur auf die Jungfräulichkeit von Maria abgesehen, sondern will sie auch benutzt für Diebstähle die er vor hat. Dabei erzählt er ihr immer wieder lügen Märchen. So bekommt er sie auch ins Bett und denkt sie ist ihm hörig. Doch der Besitzer der Villa und seine Diener überraschen beide und die Diener wollen Maria vergewaltigt. Der Besitzer rettet sie aber und hört sich die Geschichte von Maria an.

Wer auch immer bei Das Mädchen von St. Tropez Regie führt, ob es wirklich Jess Franco war und am Ende Georges Friedland den Film fertigstellt oder wie es war. Man merkt sehr deutlich den Stil, den man hier versucht zu machen. Dabei ist der erotische Spielfilm eine wilde Mischung von allem was damals angesagt war. Da nackte Haut immer ging, erzählt man hier eine typische Sexploitationsgesichte, die aber auch sehr verschachtelt ist.

Das Mädchen von St. Tropez und das Sexploitationsgenre

Schon die Handlung von Das Mädchen von St. Tropez deutet darauf hin, dass man hier versucht hat einen Film zu drehen. Der am Ende den Zuschauer schockiert. Denn man bringt ein paar Wendungen ins Spiel. Dennoch ist es merkwürdig, dass wir in der Mitte des Films erfahren, wie Maria und André sich kennengelernt haben und wie es zu allem kam. Es ist zwar interessant, aber am Ende überzeugt das weniger. Die Wendung ist dann doch das Highlight, obwohl sie zu nichts führt.

Es geht um Sex in dem Film. Wenn Maria erzählt wie sie langsam aufblüht und ihre gelüstet entdeckt, welche Probleme sie mit ihrer Familie hat und welche Hilfe sie bekommt. So wirkt das zwar wie ein Drama, aber der Film zeigt uns das alles im Detail und ist nur drauf aus uns die Hauptdarstellerin nackt zu zeigen, dann kommen die Hippies dazu. Hier geht es um freie Liebe und auch dies zeigt man. Immer wieder schlägt Das Mädchen von St. Tropez ernste Töne an, aber die funktionieren nie wirklich. Dabei ist man zwar bedacht Maria gut zu zeichnen aber die restlichen Figuren bleiben sehr blass. Vor allem nach dem Twist, versteht man nicht warum das passiert.

Fazit:

Das Mädchen von St. Tropez ist ein kleiner unbekannter Film von Eurocine. Man bekommt hier zwar kein Highlight geboten, aber einen unterhaltsamen Sexploitationsfilm, der mit Hilfe von Jess Franco auch die nötige Portion Erotik hat. Dabei scheitern aber die Versuche das alles ernsthafter wirken zu lassen. Die Wendung am Ende ist eine Nette Idee, funktioniert aber auch nur bedingt.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.