Robot Ninja

In den 80er Jahren ging der Heimkino Boom so richtig los und man brauchte für die Videotheken immer wieder Nachschub. Viele sahen da ihre Chance Filme zu drehen. Dabei entstanden einige Hits, die heute immer noch beliebt sind. Andere sind etwas unbekannterer. Zu dieser Sorte gehört Robot Ninja. Regisseur J.R. Bookwalter machte sich ende der 80er Jahren mit seinem Zombie Film The Dead next Door einen Namen, dieser Film ist auch bekannter in Deutschland, vor allem bei Horrorfans. Dank einer Crowd Funding Campagne des Regisseurs, obwohl dieser sich für Robot Ninja etwas schämt, bekam der Film eine 2K Abtastung vom Original Negativ spendiert. Dieser Version ist in Deutschland legal bei Amazon Prime Video zu sehen, inklusiver der wirklich miesen Synchronisation. Man merkt hier, das David DeCoteau seine Finger mit im Spiel hatte, er hat auch eine kleine Rolle im Spielfilm. Dazu ist auch Linnea Quigley kurz zu sehen.

Auch in den 80er waren Comics schon IN, so ist es kein Wunder dass Comiczeichner Leonard Miller mit seinem Werk Robot Ninja erfolg hat. Sogar TV-Filme bekommt er, diese sind aber anders als sein Werk und mehr schlecht als recht. Man vergleicht sie immer wieder mit den 60er Jahre Batman Filmen bzw. der Serie. Miller missfällt das und er will dies ändern. Als er und eine Freundin von einer Gang überfallen werden. Entschließt er seine Comicfigur in die reale Welt zu holen. Er bitte einen Freund ihn ein Anzug zu bauen, damit er auf Rache gehen kann. Das passiert auch, doch schnell muss Miller auch merken. Als Superheld ist es nicht so einfach das Böse zu bekämpfen.

Man sieht Robot Ninja an, dass Regisseur J.R. Bookwalter kaum Geld hatte. Dafür aber viele Ideen, diese wollte man Umsetzen. Man merkt richtig, dass die Handlung wohl größer werden sollte und man spielt auf den Superhelden Boom an. Dazu gibt es ein paar blutige Effekte zu bestaunen.

Robot Ninja und der Direct to Video Boom

Wenn man bei Robot Ninja einen sehr unterhaltsamen Film erwartet, der wird hier enttäuscht werden. Ja der Spielfilm hat Momente die sehr unterhaltsam sind. Doch viel mehr wird hier alles sehr ernst ausgelegt und dabei zeigt man eine Hoffnungslosigkeit in der Geschichte. Denn scheinbar will man gar keine Heldengeschichte erzählen, sondern geht es hier um das scheitern und warum es Superhelden nicht gibt. Das alles zieht sich durch den Film und endet in dem depressiven Finale.

Dabei setzt Robot Ninja aber auch viel auf grafische Gewalt und es gibt immer wieder die Momente wo die Splatterszenen zum Vorschein kommen. Hier merkt man, dass man kaum Geld hatte. Dennoch sehen diese Effekte auch in 2K noch OK aus. Es sind aber auch die Momente wo der Film mit sich bricht und aus dem düsteren Rache Thriller zu einem Exploitationsfilm wird.

Optisch merkt man, dass Regisseur J.R. Bookwalter ein Talent dafür hat aus wenig viel zu machen. Denn Robot Ninja sieht gut aus. Die Beleuchtung ist stimmig und typisch für die 80er Jahre. Auch sonst sieht man, dass man echte Locations gedreht hat, aber das wirkt hier doch manchmal etwas billig, wenn es wieder eien Wiese ist oder ein Hinterhof oder Gasse. Dennoch nutzt man die Umgebung und Ort für den Film gut.

Man merkt halt auch sonst, dass Robot Ninja fürs Heimkino gedacht war, auch wenn man auf 35mm gedreht hat. So ist alles doch immer so gefilmt, dass es auch in 4:3 gut aussehen würde und man lässt Links und Rechts im Bild etwas Platz. Ansonsten, ist es halt ein typischer Film fürs Heimkino.

Fazit:

Robot Ninja ist ein Fall, wo Cover und Handlung besser klingen als der Film dann ist. Dennoch bekommt man ein Spielfilm der unterhalten kann und auch versucht eine ernsthafte Geschichte zu erzählen. Dabei driftet er aber immer wieder ins Exploitations Gefilde ab und zeigt einige blutige Effekte.

 

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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