Dany – Die Anhalterin

Der erotische Film hatte in den 70er Jahren seinen Höhepunkt. Die Sexploitationswelle überrollte die Welt und ach Europa. Während in Deutschland die Schulmädchen einen Report machten, machte man sich in Frankreich bereit für Vampire und auch für Emanuelle. In den 80er Jahren wurde es dann etwas ruhiger, der Pornofilm übernahm das Kino und auch das Heimkino, man brauchte keine Sexploitationsfilme mehr. Der erotische Film sollte aber überleben und in den 90ern zurückkommen. Doch meist erinnert man sich an die 70er. Das liegt auch an dem Niveau, man braucht schon etwas Talent und Geld um einen Spielfilm zu drehen. Ein etwas unbekannterer Vertreter des Genres ist Dany – Die Ahalterin aus Frankreich. In einer Nebenrolle ist auch Jürgen Drews zu sehen, der hier noch nicht nach einem Bett im Kornfeld sucht. Die Hauptrolle hat Sandra Julien, die kennt Ihr vielleicht aus Sexual-Terror der entfesselten Vampire .

Die Handlung dreht sich um Dany, die hat einen Job bekommen und will dahin per Anhalterin fahren. Denn sie spart auf ein Auto, damit sie unabhängig ist und die anderen Mädels eifersüchtig werden. Doch auf ihrer Reise trifft sie auf verschiedene Gestalten und scheinbar wollen alle immer nur das eine von Dany. Diese will aber nicht immer und muss schon mal vor einem notgeilen Leichenwagenfahrer fliehen oder einem Irren. Landet aber auch bei einem Paar was BDSM Spiele mit ihr macht und sie im Mittelpunkt steht.

Irgendwie weiß Dany – Die Anhalterin nie so recht wo sie hin will. Das gilt für den Film als auch für die Figur. Als Zuschauer sieht man lauter Episoden aus dem Leben von Dany und immer wieder passiert etwas anderes. Es ist wie eine Reise ins Unbekannte. Das macht Spaß hat aber auch seine Längen, vor allem wechselt das Genre zwischen drin auch einmal und liefert einen Höhepunkt und dann geht es noch weiter.

Seichte erotische Unterhaltung mit Dany – Die Anhalterin

Ein Film wie Dany – Die Anhalterin ist keine Seltenheit, jedenfalls aus den 70ern. Denn man nimmt ein Genretypisches Elemente und lässt die Frau erotische Abenteuer erleben. So nutzt man das Genre für sich. Als Zuschauer erlebt man aber auch die Schwächen des Films sehr deutlich. Nicht immer klappt das alles so wie man es sich erhofft hat. Vor allem die Episode mit den Gangstern, hier gibt es die Vergewaltigung, welche sehr unpassend für die Stimmung des Films ist und auch später nie wieder erwähnt wird. Es ist auch die Sequenz die Spannung aufbaut und dennoch irgendwie nicht zum restlichen Spielfilm gehören will. Denn sonst hat man Spaß mit Dany und sie entkommt allen gefahren. Hier nicht, hier gibt es kein Entkommen bis zum Schluß dieser Episode. Danach geht es aber noch weiter. Besser wär es aber gewesen Dany – Die Anhalterin mit dieser Geschichte enden zu lassen.

Die Erotik im Film ist zwar da aber man kennt es. Man zeigt uns Sandra Julien immer wieder nackt und das ist auch gut gefilmt. Es ist aber alles andere als erotisch. Es sind nackte Menschen. Es kommt auch selten zum Sex und der ist auch hier immer wieder gezwungen. Das ist moralisch sehr fragwürdig. Dany scheint das alles aber einfach weg zu stecken. Auch hat sie ihre erste lesbische Erfahrung. Man merkt Dany – Die Anhalterin sehr deutlich an, das man hier einen unterhaltsamen Film drehen wollte, aber auch etwas ernsthaftes mit unterbringen wollte.

Fazit:

Dany – Die Anhalterin ist seichte erotische Unterhaltung aus Frankreich. Die ein paar moralisch fragwürdige Momente hat.

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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