Das weiße Drachenschwert

Denkt man das Wuixa Gerne, kommen einem viele Filme aus Hongkong in dem Sinn. Das Heldengenre ist bekannt und beliebt gewesen. Es ging immer um den Schwertkampf. Doch man denkt nicht unbedingt an China, jedenfalls nicht wenn man von Filmen spricht die vor 1997 erschienen. Doch auch diese gibt es, diese Spielfilme sind aber sehr unbekannt und schwer zu finden. Ab und an verirrt sich dennoch so ein Film in den Westen oder besser gesagt auch Osten. Denn Das weiße Drachenschwert lief in den 80er Jahren in den Kinos der DDR. Daher stammt auch die Kopie der aktuellen DVD und VoD Version. Interessant an dem Film ist, dass er aus dem Jahr 1986 ist und in China entstand, merkt man vor allem daran, dass es Schauspieler sind von denen man nie etwas gehört hat, auch Regisseur Tian Jinfu drehte nur diesen einen Film.

Die Handlung spielt im China des 19. Jahrhunderts. Der weiße Lotus ist eine geheime Gruppirung von Rebellen, die den Kaiser stürzen wollen. Eine junge Frau reißt durch das Land und hat die Schwertscheide des weißen Drachenschwertes bei sich, was ihrem Vater gehörte, dieser war auch ein Teil von weißer Lotus. Doch sie lebt gefährlich. Jeder will das Schwert haben, es ist das Symbol für die Freiheit und den Widerstand. Doch auch bei den Rebellen gibt es Verräter.

Während die Handlung von Das weiße Drachenschwert noch nach einem Wuxia Film klingt, so wird man schnell beim schauen des Films enttäuscht. Denn die Schwert Action lässt auf sich warten. Man erzählt viel mehr die Geschichte und das auch sehr langsam. Hier wird dann der Unterschied zwischen Hongkong und China sehr deutlich. Man lässt dem Zuschauer warten und bietet kaum Action und irgendwie will alles nicht so richtig in Fahrt kommen.

Das weiße Drachenschwert und das Wuxia Genre

Das Wuxia Genre ist ein fester Bestandteil in ganz China, es ist in jedem Medium vertreten, los ging es in Büchern und dann auch in Filmen. In Hongkong wurde es groß durch Stars wie Wang Yu oder Filme wie Ein Hauch von Zen. Hier stand der Schwertkampf noch im Vordergrund. Doch in den 80ern war das Genre tot, vor allem im Film, jedenfalls in Hongkong. Eine neue Welle an Actionfilmen rollte an. Doch in China schien das Egal zu sein. Denn anders kann man Das weiße Drachenschwert nicht erklären, erschien der Film gut 15 Jahre zu spät. Man merkt dem chinesischen Spielfilm auch deutlich an, dass man hier andere Auflagen hatte und nicht so frei agieren konnte wie man es in Hongkong tat. Das erklärt auch das Ende von Das weiße Drachenschwert.

Der Film bietet aber auch kaum Spannung und plätschert so vor sich hin,bis man die letzte halbe Stunde erreicht. Hier nimmt Das weiße Drachenschwert dann etwas fahrt auf und es gibt auch etwas Action. Alles ist aber kaum überzeugend. Man hört auch mehr als man sieht, was nicht am schnellen Schnitt liegt, denn hier ist die Action sehr langsam in Szene gesetzt. Sondern das man sie einfach nicht zeigt.

Das einzige wo Das weiße Drachenschwert etwas punkten kann, sind die Sets. Die Orte sind definitiv anders als die aus Hongkong und so bekommt man ein paar hübsche Wälder oder ein buddhistisches Kloster geboten. Dazu gibt es ein paar nette Einfälle bei den Kameraeinstellungen. In einer Szene sieht man einen Kampf in der Spiegelung im Wasser.

Fazit:

Das weiße Drachenschwert ist nur interessant, weil er aus China kommt und das auch noch einer Zeit, wo man meist nur über die Filme aus Hongkong spricht. Ansonsten kann er mit anderen Vertretern des Genres nicht mithalten.

 

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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