Das Geheimnis der Tigerkralle

Mitte der 70er Jahre war der Boom der Martial Arts Film in der Welt angekommen. Zwar war man wieder in der Findungsphase, nach dem Tod von Bruce Lee, wusste die Filmwelt nicht wohin, vor allem in Hongkong. Doch irgendwann hatte man den Dreh raus und lieferte einen Film nach dem anderen ab. Doch auch andere Genres machten sich breit. Durch Filme wie Dirty Harry wurde eine neue Form von blutigen und harten Polizeifilmen in die Welt geworfen, vor allem in Italien fand man da gefallen und erschuf das Eurocrime Genre. In Südkorea wollte man auch mit machen und produzierte ein paar Filme. Scheinbar war der Mix von verschiedenen Genres auch schon angekommen, es gab ja immer wieder Filmemacher die etwas wagten. So fühlt sich Das Geheimnis der Tigerkralle nicht immer wieder ein typischer Martial Arts Film an, sondern wie der Prototyp vom modernen Hongkong Actionfilm, aber auch anders.

Die Handlung dreht sich um Mi-yeon. Ihr Vater stiehlt Drogen und Geld von einem Deal zwischen chinesischen und japanischen Gangstern. Diese wollen das Geld wieder haben und erschießen ihren Vater, doch das Geld ist weg. Mi-yeon hat ein plüsch Pandabär, in diesem könnte die Beute sein. Ein mysteriöser Mann taucht auf und sucht auch nach dem Geld.

Man merkt schnell bei der Handlung von Das Geheimnis der Tigerkralle, dass man beim Drehbuch zwar Elemente aus dem typischen Martial Arts Film nahm, aber es anders machen wollte. Man baut viele Elemente aus anderen Genres ein, vor allem aus dem Gangsterfilm und nutzt bei der Kamera auch Einstellung aus French Conection und lässt Menschen blutig sterben. Das ganze wirkt also nicht wie der deutsche Name erwarten lässt. Dazu spielt es wohl auch in Korea und die Japaner und Chinesen sind die Bösen, man verarbeitet hier auch nicht sehr unterschwellig die Vergangenheit.

Das Geheimnis der Tigerkralle und die Genre Findung

Als Zuschauer von Das Geheimnis der Tigerkralle erlebt man ein Wechselbad der Gefühle, denn immer wieder wechselt der Film sein Genre und auch den Stil. Man hat das Gefühl, dass sich die Macher nicht entscheiden konnten. Da hat man die Handlung rund um das Geld, da baut man ein Verwirrspiel und kommt mit so vielen Wendung daher. Dann wär da noch der mysteriöse Mann und wer er eigentlich ist. Hinzu kommt der düstere Unterton in manchen Szenen, hier sieht man einen knallharten Gangsterfilm und aus dem Nichts kommt einfach Humor und der wirkt befremdlich. Das zieht man dann aber durch den ganzen Spielfilm.

Die Actionszenen sind OK, hier wird ordentlich geprügelt und das ist auch gut gefilmt. Man merkt aber hier und da immer wieder, dass der Film nicht in Hongkong produziert wurde. Dafür sind die Bewegungen zu schlecht, die Choreografie ist sehr eintönig. Dafür baut man in manchen Szenen Gewalt ein. Dennoch ist alles sehr unrund.

Fazit:

Das Geheimnis der Tigerkralle bietet interessante Ansätze aber kann damit nie wirklich überzeugen. Etwas unterhalten wird man dennoch.

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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