Lords of Chaos

Die 80er Jahre war nicht nur für Filme ein Jahrzehnt was viele Veränderungen brachte und sehr viele Kultfilme hervor rief, sondern auch für die Musik. Die moderne Popmusik war geboren, doch auch für den Metal war es weg weisend. In Norwegen ging eine neue Welle los, junge Leute waren unzufrieden mit ihrem Leben und dem aktuellen Trend aus Speed und Death Metal, es war ihnen so fröhlich. Es sollte düsterer werden und der True Norwegian Black Metal war geboren. Eine der bekanntesten Bands waren Mayhem und die Geschichte dieser Gruppe klingt wie ein derber Horrorfilm. Doch es ist wohl alles so oder so ähnlich passiert. Vom Selbstmord des Sängers über das anzünden von Kirchen bis hin zu Mord am Gründer der Band durch einen Neonazi der auch Black Metal machte, alles war dabei. Als Buch gibt es diesen Stoff schon länger, auch ein Film war immer wieder angekündigt, nun ist er da und heißt wie sie literarische Vorlage: Lords of Chaos.

Die Handlung geht los mit Euronymous und seinen Freund, diese Gründen eine Band namens Mayhem. Wir befinden uns in Oslo und es ist das Jahr 1987, was ihnen fehlt ist ein Sänger. Der wird durch Anzeigen gefunden. Dieser nennt sich Dead und ist depressiv und Selbstmord gefährdet. Doch er passt perfekt in die Band. Ein Jahr später hat die Band dann genug Stoff zusammen für ein Konzert, welches in die Metalgeschichte eingehen sollte. Hier schnitt sich Dead die Arme auf und bespritzt das Publikum mit seinem Blut. Doch er begeht Selbstmord. Ab hier kommt Euronymous eine Idee, er macht Fotos von der Leiche und jedes Bandmitglied bekommt ein Stück Schädeldecke als Anhänger. Von hier an geht der Erfolg los, doch man trifft auch auf Varg Vikernes, welcher das Ende für Euronymous bedeuten sollte.

Lords of Chaos basiert auf der Wahrheit, Lügen und wie es wirklich war!

Jonas Åkerlund ist sicherlich vielen durch seine Arbeit an Musikvideos von Rammstein oder dem Spielfilm Spun bekannt. Aktuell ist auch sein Film Polar bei Netflix zu sehen. Somit ist der Regisseur in aller Munde. Sein Werk Lords of Chaos stand seit der Ankündigung im Spotlight, denn ein Film über alles was ende der 80er und Anfang der 90er in Norwegen passiert. Denn dort nahm einige junge Menschen den Black Metal sehr ernst. Dabei kam es zu Morden und der berühmteste Mord war der von Varg Vikernes an Euronymous. Varg Vikernes ist seit ein paar Jahren wieder auf freiem Fuß. Er ist kein cooler oder netter Typ, er eine verabscheuungswürdige Weltanschauung. Er hat immer noch viele Fans und man erlebt es bei dem was zu Lords of Chaos liest auch immer wieder.

Dabei macht der Spielfilm es wirklich gut, er glorifiziert seine Figuren nicht, er zeigt sie einfach bei allem was sie taten. Auch wenn Euronymous hier die Geschichte erzählt, wirkt er nicht immer sympathisch, er macht viele fragwürdige Dinge, allein die Szene mit der Leiche von Dead und wie er reagiert. Hier zeigt uns Lords of Chaos und vor allem Jonas Åkerlund warum er perfekt für den Film ist als Regisseur. Er zeigt durch den schnellen Schnitt die Verwirrung von Euronymous und was er tun soll, dann verlangsamt er die Geschwindigkeit und wir sehen sehr detaliert was er tut. Immer wieder passiert das im Spielfilm, schnelle Montagen wechseln sich mit ruhigen Szenen ab.

Hier arbeitet man zwar auch die wichtigsten Punkte der Geschichte ab, es wirkt aber nicht wie eine Checkliste. Man lässt die Figuren leben und wir beobachten sie. Man kann Euronymous sympathisch finden, vielleicht auch die Aussagen von Varg. Doch dann kommen die Schockmomente in Lords of Chaos und die haben es in sich. Keine kurzen schnellen Szenen, sondern alles wird langsam erzählt und hier könnte man schon kritisieren das Jonas Åkerlund das sehr exploitativ in Szene gesetzt hat. Er kann es aber auch versucht haben sie nah an der Realität zu erzählen wie es nur geht.

Fazit:

Lords of Chaos ist ein kleines Meisterwerk in der Welt der Musik Biopics.

Bestellen bei Amazon.de:

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.