Lolita am Scheideweg

Jess Franco hat in seinem Leben sehr viele Filme gedreht, man sagt so an die 200. Dabei war alles und er drehte sich durch die Genres, dabei waren die Filme auch immer von dem Jahrzehnt geprägt in dem er sich befand. Vor allem in den 70ern hatte eine unglaubliche schaffensphase. Er drehte auch immer wieder Genreefilme, weil er musste oder es gerade Trend war. Doch in seinen eigenen Film lebt er sich immer wieder aus. Auch sind einige kontroverse dabei. Wie Lolita m Scheideweg. Denn hier ist Katja Bienert in der Hauptrolle zu sehen, die durch Franco und andere deutsche Sexploitationsfilme einen Lauf hatte. Dabei ist das alles sehr fragwürdig, denn sie war zu den Dreharbeiten 13 oder 14. Dabei tauchte sie auch in anderen Jess Franco Filmen auf oder auch im letzten Schulmädchen Report Film.

Die Handlung dreht sich um die junge Eugenie Tanner, diese erlebt im heißen spanischen Sommer ihr sexuelles erwachen. Sie wird aber auch zum Objekt der Begierde von Alberto  und Alba de Rosa. Diese haben scheinen sich zu langweilen in ihrem Sexleben. Doch immer wieder erweckt Eugenie und ihr treiben am Pool ihre Lust. Doch sie wollen mehr.

Bei Jess Franco Filmen ist es mit der Handlung immer so eine Sache. Sie ist zwar da und manchmal auch gut erzählt. Doch oft verliert er sich in seinen Bildern und zeigt uns die Welt. So auch bei Lolita am Scheideweg. Die Handlung und Figuren verschwinden immer wieder im Hintergrund und seine Vorliebe für schöne Bilder kommt zum vorschein. Er setzt das alles in gewohnter Umgebung um.  Hier und da erkennt man dann auch das ein oder andere Objekt aus anderen Filmen wieder. Vor allem bei den Häusern und treppen, alles wirkt modern und verworren. Alles auch etwas kühl. Was einem Kontrast zu der gezeigten Wärme steht.

Lolita am Scheideweg und die Sexualität

Jess Franco ist bekannt dafür, dass er immer wieder sehr nach ran geht bei seinem Aufnahmen. Großaufnahmen von Brüsten, Mündern und auch der Vulva. Auch bei Lolita am Scheideweg tut er dies. Einzig Eugenie wird immer wieder aus der Ferne beobachtet und dann gibt es die intimen Momente mit ihr, wo sie anfängt ihren Körper zu entdecken und versucht mit Stofftieren zu masturbieren. Ihre Unschuld ist das Objekt der Begierde von den de Rosas. Hier merkt man dann auch immer wieder, dass wohl De Sade hier die Vorlage geliefert hat. Denn es gibt die Szenen im Spielfilm wo BDSM durchkommt. Dazu die langen Sexzsenen.

Als Zuschauer ist man dabei und erlebt einen Konflikt, der damals vielleicht noch keiner war. Katja Bienert war Minderjährig und wird hier zum Sexobjekt. Zwar passt das in den Film, denn ihre Figur spielt damit und merkt was sie anrichtet. Es ist aber auch die naivität. Der deutsche Titel ist also doch passend. Es ist alles auch etwas fragwürdig. Denn vorher drehte Franco zwar viele erotische Filme, aber seine Darsteller waren volljährig. Auch wenn die Mutter von Katja Bienert dabei war und ihre erlaubnis gab und sie wohl auch reifer aussieht und wirkt als sie es war. So ist es doch auch eine moralische Frage, die man hier als Zuschauer hat.

Fazit:

Lolita am Scheideweg zeigt warme Bilder und kühle Objekt. Dazu ist der Film sehr moralische Fragwürdig, vor allem wegen seiner Hauptdarstellerin.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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