Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill

Als Erwin C. Dietrich den Film Brand of Shame sah, muss er sich wohl gedacht haben: „Was ist das denn für Müll?“, er hatte ihn wohl in einem Paket gekauft mit anderen Spielfilmen. Doch er muss auch eine Idee gehabt haben, man drehte einfach ein paar Szenen nach und fügte sie in den Film ein und lässt eine neue Synchronisation anfertigen. Daraus entstand dann der Film Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill. Denn ende der 60er Jahre waren Softerotik Filme im kommen, denn Nacktheit war auf der Leinwand erlaubt. Doch irgendwie scheint es so, dass man damals es nicht wollte. So sind viele Filme aus den 1960ern sehr billig Produziert und kaum Highlights. Viel mehr sind sie Blaupausen für das Genre was später folgen sollte. Auch bei diesem Machwerk nahm man einfach einen Western, nein keine Spaghetti-Western, sondern eine normalen US-Western.

Die Handlung dreht sich um Bumsi und Bumso, welche eine kleine Nummer schieben wollen, doch immer wieder werden sie gestört. Denn die Geschichte des Films setzt dann ein und es passiert etwas. Django reißt mit der Postkutsche in das Örtchen Porno Hill, er ist aber nicht alleine. Er trifft auf die Lehrerin Rachel, welche eine Schatzkarte hat. Sie wollen Gold finden.

Es ist schon erstaunlich, dass ein Film wie Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill existiert. Denn im Grunde ist die Vorlage ein Film den man vergessen kann. Einer der vielen Spielefilm der 60er, wo man mutiger war und nackte Frauen zeigte. Dabei schusterte man eine Handlung zusammen, die hier aus einem Western genommen wurde. Das alles wirkt optisch so langweilig wie es nur geht, dabei geht der Film gerade mal knapp 75 Minuten. Als Zuschauer brauch man dennoch genug Sitzfleisch, denn alles zieht sich. Wär da nicht eins: die Synchronisation! Die rettet so einiges.

Ton vs. Bild bei Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill

Auf der einen Seite wären da die bewegten Bilder von Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill, welche so langweilig und schlecht sind. Denn hier man es mit Deiltanten zu tun. Regisseur Byron Mabe drehte noch paar anderer solcher Filme und die sind genauso. Man hat einfach eine Kamera aufgestellt und untalentierte SchauspielerInnen davor gesetzt und agieren lassen. Ja man hat irgendwo ein Westernset gefunden. Obwohl am Anfang sieht man sehr deutlich, spuren eines Fahrzeugs. Dann wär dann was diese Streifen aus den 60ern ausmacht. Die Langsamheit und man zeigt einfach Szenen. Man wollte den Zuschauer damals etwas bieten was neu war. Das merkt man, aber es ist nicht gut. Wenn man Minuten lang nur Menschen sieht die rum laufen oder sich waschen. Man könnte dafür argumentieren, dass es um die Nacktheit geht, aber auch hier wirkt es einfach nur abgefilmt. Nichts ist erotisch dabei.

Auch sonst ist Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill so voller langeweile und schlechter Kamerarbeit, dass die neuen Szenen so herausstechen. Denn Bumsi und Bumso waren nicht im Spielfilm. Das sieht man, die Farben sind anders und die Kamera ist besser, auch wenn man hier einfach irgendwo in der Schweiz, zwei Schauspieler hingestellt hat. Beide machen das besser als alle im eigentlicht Film. So sieht man einen Streifen was echt Öde ist und das obwohl nackte Frauen drin sind.

Doch es gibt da etwas, wass Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill rettet. Das ist die deutsche Synchronisation. Das muss auch Erwin C. Dietrich bewusst gewesen sein. Denn sonst wär dieses Werk einfach verloren gewesen. Man haut eine schnodder Synchro raus und spielt mit der vierte Wand. Kommentiert was passiert, spricht mich uns Zuschauer und erklärt uns den Film. Da ist alles dabei, was man an solchen Synchronisationen liebt. Diese retten den Spiefilm und sind der Grund warum man sich ihn anhören kann, weil schauen muss man nicht immer, es sieht eh schrecklich aus.

Fazit:

Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill ist ein Werk, was man nicht gesehen haben muss, aber dafür gehört. Die deutsche Synchronisation ist ein Highlight. Rein optisch ist dieser Spielfilm aber leider ein Flopp.

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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