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The Witch: Subversion

Während in Hollywood und Europa die Superhelden die Leinwände regieren, geht es in Asien etwas anders zu. Auch hier gibt es viele Menschen mit Superkräften. Dies ist aber immer etwas anders erzählt, alles kann düsterer, tragischer und brutaler sein. Wie bei Lynn Okamoto und seinen Mangas Elfen Lied und Brynhldr in the Dark. Die Frage ist jetzt: Was hat das mit dieser Review und dem Film zu tun? Im Grunde nicht viel, aber darauf gehen wir später ein. Denn es geht hier um The Witch: Subversion, in Südkorea fügt man noch Part 1 dazu. Es könnte also sein, dass noch zwei weitere Teile kommen. Ob das gut oder schlecht ist, wird auch an spätere Stelle geklärt. Der Regisseur Park Hoon-Jeong drehte vorher schon den düsteren und brutalen Gangster Film New World. Wie immer im südkoreanischen Kino ist alles etwas unterkühlt.

Die Handlung dreht sich um Ja-yoon , diese entkam einem Geheimlabor und hat dann ihr Gedächtnis verloren. Eine Familie nimmt sie auf. Zehn Jahre später Ja-yoon ist 18 und hilft ihrer Familie. Dabei hat diese einige Probleme. Die Farm läuft nicht mehr und die Mutter leidet an Demenz. Doch Ja-yoon bekommt die Chance bei einer Castingshow mit zumachen und kommt weiter. Das ruft ihre Vergangenheit auf dem Plan. Denn die suchen immer noch nach ihr. Doch was ist sie und was wollen sie von Ja-yoon?

Auch The Witch: Subversion zeigt wieder, dass das Genrekino aus Südkorea überzeugen kann. Es ist düsterer und brutaler. Dazu bekommt man eine tolle Geschichte erzählt. Was genau aber alles dazu führt, dass dieser Film anders ist und man dennoch das Gefühl hat, man kennt ihn. Wird gleich geklärt. Es sei nur gesagt, es lohnt sich. Denn man setzt auf harte Momente und auf eine Geschichte, die langsam aufgebaut wird. Am Ende gibt es auch ein paar Wendungen die funktionieren.

The Witch: Subversion keine Hexen aber viel Genrekino!

Als Erstes, es gibt keine Hexen in dem Film. Es ist viel mehr der Gedanke der Menschen, was Ja-yoon ist. Das stört weniger, denn The Witch: Subversion mausert sich zu einem tollen Genrefilm. Alles beginnt sehr ruhig und wir lernen erst Ja-yoon und ihr Leben kennen. Dabei fällt einem aber auf, irgendwas stimmt nicht. Ihre beste Freundin wirkt normal, dazu überredet sie Ja-yoon zu der Castingshow zu gehen. Hier erfahren wir das Ja-yoon in allem die Beste ist. Das zeigt sie dann auch. Hier enthält man uns sogar ein paar Momente. Das Auslassen ist aber kein fester Bestandteil der Handlung von dem Spielfilm. Man nutzt es nur in diesem Momente, damit die Spannung bleibt. Denn die Fähigkeiten die man in dieser Szene anspricht, will man noch nicht zeigen. Man lässt sich dafür sehr viel Zeit.

Es gibt diesen einen Moment in The Witch: Subversion wo man dem Zuschauer mit einweiht, was hier vorgeht. Man sieht endlich die Fähigkeiten und was los ist. Doch immer ist noch nicht geklärt, was Ja-yoon kann. Auch dieser Moment wird kommen und als Zuschauer ist man dann gefesselt. Denn hier zeigt sich das Eiskalte des südkoreanischen Kinos wieder, auch die Härte. Denn man geht nicht zimperlich mit den Menschen um. So führt man auch die Bösen ein. Die tun, was sie wollen. Man baut die Spannung bis zum Finale auf und entlädt sie dann. Hier kommt alles zusammen und wir werden aufgeklärt. Ja der Erklärbär ist dabei, dennoch hält es sich im Rahmen, denn man braucht ein paar Informationen als Zuschauer.

Die Action in The Witch: Subversion ist spärlich gesät, man braucht sie auch nicht. Denn die Handlung legt seinen Fokus auf andere Dinge. Doch wenn es hier dann doch etwas Action gibt, geht es ruppig zur sache. Vor allem im Finale. Hier sehen wir dann alles was wir vorher nur vermutet haben. Es gibt Gewalt und ein paar coole Momente. Das Ganze ist Überbrutal und wie schon erwähnt eiskalt. Dabei verzichtet man auf das ist cool Musik, sondern zeigt einfach die Gewalt als Gewalt. Es gibt zwar den kurzen „Fuck Yeah“ Moment, doch der ist nur ganz kurz.

Was hat aber The Witch: Subversion mit Lynn Okamoto zu tun? Wie am Anfang erwähnt, eigentlicht nichts. Dennoch fühlt sich der Film so an, wie ein Manga von ihm. Die Idee erinnert an eine abgewandelte Version von Brynhldr in the Dark. Das liegt vor allem im Finale und ein paar Erklärungen. Es ist nichts schlimmes und erinnert halt immer wieder an die Werke des Mangakas.

Fazit:

The Witch: Subversion ist ein düsterer Anfang für eine Reihe, die hoffentlich fortgesetzt wird. Denn man baut Figuren und die Welt um sie sehr gut auf. Dazu gibt es kurze brutale Momente und die wenige Action ist auch sehr überzeugend.

 

 

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