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FIlmkritik

Die Rückkehr der reitenden Leichen

Aus Spanien kommt nicht nur Jess Franco, auch dieses südeuropäische Land hatte in den 70ern und 80ern einiges für den Genrefilm getan. Es war halt die Hochzeit des Horrorfilms. Auch wenn Horror heute immer noch eins der beliebtesten Genres ist, so war man damals doch immer wieder kreativer. Natürlich nahm auch andere Filme als Vorlage und der Exploitationsfilm war da, mehr als heute. Dennoch gab es Ideen, die man so noch nicht kennt. Als Regisseur Amando de Ossorio 1972 mit seinem Horrorfilm Die Nacht der reitenden Leichen weltweit Erfolge feiert, war es wohl auch klar, das mehr kommen musste. So ein Jahr später kam die Fortsetzung oder der nächste Teil in der Reihe. In Deutschland Die Rückkehr der reitenden Leichen genannt. Wieder sind es Templer, die sich Rächen.

Die Handlung spielt in einem kleinen Dorf. Man feiert den 500. Jahrestag der „Vertreibung“ der Templer. Denn damals hat man sie getötet. Als die Feier losgeht, steigen die Leichen der Templer aus ihren Gräbern. Sie wollen nur eins: Rache! Das Dorf ist noch ahnungslos, doch langsam kommen die Leichen immer näher. Wer kann sie aufhalten?

Wie Ihr merkt, die Handlung von Die Rückkehr der reitenden Leichen ist nicht die ausgeklügelte. Das gehört aber zum Horrorgenre dazu. Man braucht nur eine kleine Idee. Der Rest kommt von ganz alleine. Man nutzt hier die Bedrohung von Außen, welche auch noch unbekannt ist, obwohl ein paar Figuren diese schon erkennen und warnen. Doch dann ist es immer zu spät. Man setzt hier auf viel Atmosphäre und langsame Aufnahmen der Leichen. Das liegt eventuell auch an der Produktion, denn man wird nicht viel Geld gehabt haben. Die Geschichte zielt auch drauf ab, dass wir hier ein paar Figuren haben, welche uns sympathisch sein soll und mit dennen wir Mitfiebern. Ob dies funktioniert und ob die Templer heute immer noch so bedrohlich sind wie damals, wird nun geklärt?

Die Rückkehr der reitenden Leichen und der Horror

Das Langsame ist das, was Die Rückkehr der reitenden Leichen ausmacht. Denn man streckt die Handlung des Films sehr. Denn die Templer sind schnell da. Wir haben auch schnell alle wichtigen Figuren kennengelernt und dann geht es los. Der Terror ist schnell und dann heißt es warten und immer wieder abwehren. Scheinbar ging Amando de Ossorio irgendwo beim Drehbuch die Ideen aus. Die Leichen sind da und metzeln sich durch das Dorf und das war es dann mit dem Highlight des Horrorfilms. Der Rest ist der Versuch Bedrohung durch die Templer auf zubauen. Dabei passiert aber nicht mehr viel.

Zwar schafft der Soundtrack es immer wieder, eine unheimliche Stimmung zu verbreiten, aber das reicht halt nicht immer. Man fragt sich als Zuschauer irgendwann, wann der Spuk vorbei ist. Dabei sind die Ansätze nett. Dennoch ist das Finale schon ein Anticlimax, denn die Schwäche der Templer ist merkwürdig und dann wirkt das alles nicht zu Ende erzählt. Es ist einfach eine Moment Aufnahme, es könnt gleich weiter gehen ab diesem Moment. Es wirkt wie ein Schnellschuss eines Sequels. Dass man gemacht hatte, weil der erste Teil erfolgreich war. Anders kann man das alles nicht beschreiben.

Fazit:

Die Rückkehr der reitenden Leichen ist in Ordnung. Nichts besonderes. Es gibt etwas Horror und Gewalt. Dafür aber auch viel Langeweile.

 

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