Das Ding aus einer anderen Welt

Es gibt ein paar Filme, zu dennen wurde alles gesagt und geschrieben. Das man auch dieser Review hier nichts Neues bringen wird. Vielleicht aber doch. Es ist immer eine Frage des Blickwinkels und es ist ein Spielfilm der erst zum Kultklassiker geworden ist, wie einige John Carpenter Filme. Denn Das Ding aus einer anderen Welt hatte es damals beim Erscheinen schwer und wurde über die Jahre hinweg zu etwas Besonderem. Was Carpenter hier erschaffen hat, ist ein Horrorfilm der immer noch funktioniert und das auf sehr vielen Ebenen. Dabei ist es auch nur ein Remake eines Techno-Horrorfilms der 50er Jahre. Was genau aber daraus wurde und warum die Bedrohlichkeit von Außen und von innen kommt, das wisst Ihr wahrscheinlich schon, wird hier aber auch noch mal zum Thema.

Die Handlung spielt in der Antarktis. Ein US-amerikanisches Forscherteam wird Zeuge, wie eine andere Station einfach so einen Hund verfolgt und auf ihm schießt. Sie retten den Hund und machen sich auf zu der norwegischen Station, dort finden sie nur Leichen und Chaos. Am Abend verwandelt sich ein Hund in ein Monster. Die Forscher sind ratlos, wo kommt dieses Wesen her und was will es? Es könnte immer noch unter ihnen sein? Langsam bricht die Paranoia aus, denn jeder könnte das nächste Opfer sein oder das Wesen aus dem All.

John Carpenter hat mit Das Ding aus einer anderen Welt einen klaustrophobischen Horrorfilm erschaffen, der viele Elemente bei Lovecraft hat. Alles spielt in einer kalten menschenunwürdigen Umgebung und man ist sich nie sicher, wer der Feind ist. All das wird zu einer spannenden Mischung, die immer wieder funktioniert, egal wie oft man den Film schon geschaut hat. Doch woran liegt dies? Was macht diesen Horrorfilm so besonders? Wir werden in den nächsten Zeilen versuchen dies so ergründen.

Das Ding aus einer anderen Welt und das Horrorgenre

Der Horror in Das Ding aus einer anderen Welt ist vielseitig. Denn er wandelt sich immer wieder. Am Anfang kommt die Bedrohung noch von Außen. Wir wissen nicht, was los ist, genauso wie die Figuren. Man gibt uns als Zuschauer nicht mehr Wissen als die Figuren. So raten wir mit, wer könnte das Monster sein? In dieser Eiswelt, die hohen Eisberge im Hintergrund, das weite unbekannte Land. Es gibt nichts und alles ist bedrohlich. In dieser Welt sollten keine Menschen leben und dennoch tut das Forscherteam es. Im Original des Horrorfilms war das Thema noch ein ganz anderes. Hier zeigte man das Versagen der Wissenschaftler, welche denken das Alien kommt in Frieden und das Militär will es vernichten. Es zeigte die Angst, der Menschen vor dem was passierte in der Welt. Doch 1982 lies John Carpenter alles politische oder soziales aus dem Film aus dem Techno-Horror wurde ein Monsterfilm.

Dadurch, dass das Monster in Das Ding aus einer anderen Welt von Außen in die Gruppe eindringt, wandelt sich der Horror. Alles ist eine Bedrohung, niemand ist mehr sicher. Dieses Misstrauen baut Carpenter immer weiter auf. Die Menschen drehen langsam durch und das Monster tötet einen nach dem anderen. Auch die Idee, wie man das Alien enttarnen kann, funktioniert nur kurz. Immer wieder werden wir als Zuschauer mit den Effekten konfrontiert. Der Körperhorror ist da und zeigt uns Deformationen und Verwandlungen. Es wird immer grotesker und grauenhafter. Der Horror nimmt immer mehr zu. Wir erfahren nie, was das Wesen will. Es ist einfach da und tötet. Mit diesem Unwissen und das die Forscher nur noch eins tun wollen: Es aufhalten. Denn es soll sich nicht verbreiten.

Dies alles fängt John Carpenter in kühlen und beklemmenden Bildern ein. Wir sind immer bei den Figuren oder bei dem Monster, wie es sich wieder verwandelt. Alles hält die Kamera ruhig fest. Für uns als Zuschauer gibt es auch kein entkommen, wir sind genauso gefangen wie die Figuren auf der Leinwand. Dabei fährt die Kamera immer wieder durch die Stadion, wir sehen leere Räume und eine Ruhe, nur damit im nächsten Moment ein weiterer Schock kommen kann. Dabei wird dir Film immer kleiner, was mit großen weiten Bildern anfängt, endet mit Nahaufnahmen zweier Männer. Ähnlich wie bei Halloween lässt Carpenter die Welt schrumpfen ohne das wir es gleich merken. Dadurch fühlt sich der Film noch bedrückender an.

Fazit:

Das Ding aus einer anderen Welt ist zurecht ein Kultfilm, ein Meilenstein des Monsterhorrorfilms. John Carpenter zeigt hier, was machbar war mit spezial Effekten und Kameraeinstellungen.

 

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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