Kategorien
FIlmkritik

Ghosts of Mars

Anfang der 2000er die Filmwelt hatte sich wieder gewandelt. Alles musste Cooler und moderner sein, vor allem abgefahrener, man wollte sich von den 90er trennen und frischer wirken. Das lag vor allem an Matrix. Auch John Carpenter merkte das und drehte mit 2001 seinen Film Ghosts of Mars. Bis heute kommt der Film bei Fans von Carpenter nicht besonders an. Es liegt vielleicht an der Thematik und wie er umgesetzt wurde. Alles wirkt Hypercool und modern. Die Geschichte ist dabei ein Best of von dem, was Carpenter berühmt machte. Dazu hat man auch das Gefühl, dass man hier schon eine besondere Ästhetik setzte. Das alles führte dazu, dass der Spielfilm bis heute umstritten ist. Doch ist er wirklich so schlimm?

Die Handlung spielt im Jahr 2176 auf dem Mars. Bei einem Verhör erzählt Lieutenant Melanie Ballard was auf dem Mars passiert ist. Denn sie und ihr Team sollte den Verbrecher Desolation Williams abholen und woanders hin überführen. Schon bei der Ankunft in dem kleinen Marsdorf, merken alle das etwas nicht stimmt. Nach und nach stellt sich heraus. Eine Art Kult hat es übernommen und tötet Menschen. Dabei scheint auch eine Form der Besessenheit eine Rolle zu spielen. Woher kommen diese Wesen und was wollen sie?

Zugegeben Ghosts of Mars ist nicht der beste Film von John Carpenter. Dafür macht er aber immer noch sehr viel Spaß. Auch wenn es einige Kritikpunkte gibt. Alleine schon bei dem wie der Scifi-Action-Horrorfilm erzählt wird. Da geht so mancher Kniff doch daneben. Auf der anderen Seite sind es gute Ansätze. Da wir hier alles nur als eine Erzählung sehen von einer Figur. Die alle Fakten zusammenträgt. So bleibt immer die Frage, ob dies wirklich so passiert ist. Dazu gibt es die typischen John Carpenter Moment und sehr viel 2000er zeug, was heute ab und an sehr befremdlich wirkt.

Was ist Ghosts of Mars?

Es ist ein kleiner faszinierender Film, selbst wenn Ghosts of Mars nicht die Qualität früherer John Carpenter Spielfilme erreicht. So bekommt man als Zuschauer doch etwas geboten, was immer noch wie eine Vision wirkt. Carpenter hatte eine Idee und vereint alles was ihn in den Jahrzehnten davor ausgemacht hat. Alles mit diesem 2000er Touch. Das kann so manchem Zuschauer nerven, vor allem der dröhnte Metal Soundtrack. Der nichts mehr mit den Synthiesounds zu tun hat, wofür John Carpenter bekannt war. Es ist anders, es ist der Versuch, sich von der Vergangenheit zu lösen, in dem man sie nutzt. Das alles funktioniert an manchen Stellen aber nur bedingt. Denn manchmal übertreibt es der Regisseur dann doch.

Bei der Kamera bedient sich Carpenter etwas bei Sam Raimi, wenn die Geister den Körper verlassen und sich einen neuen suchen, dann schweben sie durch den Raum. Das gibt ein paar coole Einstellungen, erinnert aber an andere Regisseure. Auch sonst wirkt Ghosts of Mars, wie schon erwähnt, wie ein Best Of. Das Setting auf dem Mars ist neu, ansonsten bekommt man hier eine Mischung aus Das Ende – Anschlag bei Nacht und Die Klapperschlange. Dazu viele coole Figuren, mit etwas Buddy Action Film. All das kann den ein oder anderem Zuschauer stören und war sicher einer der Gründe, warum der Spielfilm nicht so beliebt ist bei den Fans.

Fazit:

Ghosts of Mars ist unterhaltsam. Es gibt ein paar Punkte die nicht so gut funktionieren. Dennoch merkt man hier immer noch das Talent von John Carpenter, auch wenn er sich selbst kopiert.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.