Die Mächte des Wahnsinns

John Carpenter in den 90ern, das Thema gibt es immer wieder. Der Regisseur entwickelte sich auch weiter und blieb sich dennoch treu. Dennoch erschuf er auch in diesem Jahrzehnt ein paar Fanlieblinge, die aber auch die Geister scheiden. So auch Die Mädche des Wahnsinns. Der Film aus dem Jahr 1994 sollte die große Hommage an H.P. Lovecraft werden. Doch anders als die anderen Werke von Carpenter, neben ein paar anderen, ist es einer der Horrorfilme, die nicht so groß besprochen werden. Doch woran liegt das? Was ist hier anders oder bekommt man einfach nur den typischen John Carpenter Film, der hier genau das zeigt, was er schon früher getan hat?

Die Handlung dreht sich um den Privatdetektiv John Trent, dieser wird in die Psychiatrie eingewiesen. Ein Arzt befragt ihn, was los ist. Da fängt Trent an, seine Geschichte zu erzählen. Er wurde beauftragt, den Autor Sutter Cane zu finden. Dieser soll sein neues Buch beenden, doch er ist verschwunden und es gibt keine Spur. John Trent findet eine und macht sich mit der Lektorin Linda Styles auf den Weg nach Hobb’s End. Dort finden sie ein paar Antworten aber auch noch mehr Fragen.

Der Titel des Films ist gut gewählt. Sei es nun In the Mouth of Madness im englischen Original oder in Deutsch Die Mächte des Wahnsinns. Denn der Wahnsinn ist in dem Horrorfilm sehr präsent. Es fühlt sich wirklich wie ein Lovecraft Film an. Carpenter verbaut viele Elemente der Geschichten von Lovecraft in sein Werk. Dazu auch der Aufbau der Geschichte und die Wendungen. Alles ist so typisch für den Horrormeister. Aber auch etwas Stephen King kommt durch, der wird auch im Film erwähnt. Es ist ein interessantes Werk, was in den nächsten Zeilen etwas genauer beleuchtet wird. Auch wenn der Film umstritten ist, so ist es einer, der sich lohnt.

 

Die Mächte des Wahnsinns und der Horror des H.P. Lovecraft

Machen wir uns nichts vor, die Figur Sutter Cane in Die Mächte des Wahnsinns ist eine moderne Version von H.P. Lovecraft. Das macht der Spielfilm nicht nur durch die Buchcover deutlich, sondern auch die Dinge die Cane beschreibt. Es sind die alten Wesen, das unbeschreibliche. Alles typische Themen die Locevraft in seinen Horrorgeschichten verewigte und das Genre so prägten. So entfaltet sich der Horrorfilm auch langsam und nimmt dann schnell fahrt auf. Carpenter spielt hier mit dem Zuschauer und wir wissen irgendwann nicht mehr, was ist Filmrealität und Filmfantasie. Alles vermischt sich, diesen Punkt überschreiten wir sogar bildlich. Die Ankunft der beiden Hauptfiguren in Hobb’s End, ist ein visueller Übergang in eine andere Welt. Ab hier ist alles möglich und die Kleinstadt hat es in sich. Denn hier kann alles passieren. Es wirkt wie ein Ort Stephen King oder H.P. Lovecraft erschaffen haben.

Die Idylle der Kleinstadt trübt aber. Es sind keine Menschen da, Linda sieht immer wieder Kinder, die auftauchen und verschwinden. Bis die Figuren an einer Kirche ankommen. Hier zeigt der Film uns das erste Mal das alles möglich ist. Man beugt die Realität weiter und erzählt eine Geschichte. Was nach Anschlussfehler aussieht, ist aber Teil von Die Mächte des Wahnsinns. Denn wir merken langsam, dass hier etwas nicht stimmt und mit diesem Gefühl Carpenter. Doch nicht Leise, sondern Laut. Immer wieder haut er uns den Horror direkt ins Gesicht. Der Film wird immer lauter und deutlicher. Es gibt die kurzen Momente des Monsterhorrors. Tentakel, schleimige Wesen. Der Ekel ist da, aber wie bei Lovecraft für einen kurzen Moment. Am Ende sitzen wir wie John Trent da und fragen uns, was ist hier gerade passiert?

Fazit:

Die Mächte des Wahnsinns ist lauter Horror und das frei nach H.P. Lovecraft. Ein Horrorfilm, der auch heute noch kontrovers diskutiert werden kann.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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