Kategorien
FIlmkritik

In der Gewalt der gelben Katzen

Hongkong in den 70er Jahren, der Martial Arts Film hatte einen Boom, das lag an Bruce Lee. Jedes Studio wollte ein Stück vom Kuchen haben. Auch die restliche Welt fing an, mehr Filme zu wollen. So entstanden sehr viele Filme und alle haben ungefähr dasselbe Muster. Es hing auch davon ab, welcher Streifen gerade am erfolgreichsten war. Diese Form des Kinos nennt man auch Exploitationsfilm und genau das sind diese Martial Arts Filme aus Hongkong und Taiwan aus dieser Zeit. Billig und schnell abgedreht und dann auf dem Markt geworfen. In diesem Fahrwasser entstand auch In der Gewalt der gelben Katzen. Ein typischer Martial Arts Film aus Taiwan oder Hongkong, so genau kann man das nie sagen. Jedenfalls nicht China, obwohl man den Rassismus hier auch hat und Japan hasst. Ansonsten bekommt man die generische Genre Handlung geboten.

Die Handlung dreht sich um einen jungen Assistenten eines Arztes, der Drogensüchtige behandelt. In der Stadt hat ein neuer Nachtklub aufgemacht, dieser gehört den gelben Katzen. Sie verticken billig Opium und fixen so die Leute an, dabei betrügen sie auch beim Glücksspiel. Dem Assistenten reicht es irgendwann und er will aufräumen. Vor allem da der Nachtklub von Japaner geleitet wird. Doch immer wieder rächen sich die Männer der gelben Katzen.

Man merkt es sehr deutlich in der Handlung von In der Gewalt der gelben Katzen. Der gute Chinese kämpft gegen die bösen Japaner. Dabei wird er zurückgehalten, von dem Arzt, der versucht das friedlich zu regeln. Doch der Junge lässt nie locker und schlägt immer wieder zu, das führt zu schlimmen Konsequenzen für alle. Das wiederholt der Film immer wieder. Es ist eine Spirale. Dabei wird der Hass auf die Japaner immer größer, sogar beim Zuschauer. Hier merkt man genau, für welche Zielgruppe der Film einst gedacht war und das man hier definitiv sich ein paar Dinge von Todesgrüße aus Shanghai abgeschaut hat.

In der Gewalt der gelben Katzen und der Martial Arts Film!

Das Martial Arts Kino hat sich Anfang der 70er gewandelt, weg von dem Wuxia Film hin zu härteren Nahkämpfen. Die Helden änderten sich auch etwas, waren sie nicht mehr die strahlenden Figuren, die immer nur gutes wollten. Sie bekamen mehr Tiefe und mehr Motive. Dies war aber auch nur an der Oberfläche eine Veränderung. Denn es bleibt vieles gleich. Der Gute besiegte am Ende immer den Bösen. Dafür hatte man einen neuen Feind, die Japaner. Der Verarbeitung des Zweiten Weltkriegs und die Probleme, die es in Hongkong gab, führten zu einem gespalten Verhältnis zu China, man wollte eigene Traditionen haben und frei sein. Auf der anderen Seite war man stolz, Chinese zu sein.

All das merkt man auch bei In der Gewalt der gelben Katzen. Die deutsche Synchronisation vertuscht das etwas, dennoch sieht man es eindeutig. Die bösen sind stereotypische Japaner, welche hier die Probleme macht. An einer Stelle sagt unser Held sogar, dass er Chinesen am Leben lässt, aber Japaner töten würde. Das setzt er auch um. Diese Form des Rassismus gibt es immer wieder in chinesischen Filmen, sein sie nun aus Hongkong oder direkt aus China. Das gab es auch schon bei Bruce Lee Filmen. Man verarbeitet hier auf eine problematische Weise den Zweiten Weltkrieg. Als Zuschauer, der aus dem Westen kommt, kann damit einige Probleme haben. Denn es wirkt störend. Dieses Feindbild. Auf der anderen Seite gibt es dies auch in den 80er Jahren Actionfilme aus Hollywood.

Die Martial Arts Szenen in dem Film sind gut gemacht. Man sieht das Talent der Darsteller. Alles wirkt sehr dynamisch und manches ist auch härter gehalten, vor allem das Finale. Man treibt das Ganze hier immer mehr auf die Spitze. Wie schon erwähnt, alles mit dem rassistischen Unterton und dem typischen Element der Rache.

Die Handlung ist dabei sehr generisch und weist auch die ein oder andere Länge auf. Das kann der Zuschauer aber mehr verschmerzen als die anderen angesprochenen Probleme, die In der Gewalt der gelben Katzen hat. Interessant ist da schon der Soundtrack, hier bedient man sich einfach mal bei Shaft, was zu der Zeit in Hongkong auch sehr typisch war.

Fazit:

In der Gewalt der gelben Katzen ist ein typischer Martial Arts Film aus Hongkong oder Taiwan, der die typischen Probleme des Genres hat und auch mit dem Rassismus aus China daher kommt.

2 Antworten auf „In der Gewalt der gelben Katzen“

Moin,

immer dieses Gemecker über „Rassismus“. Lasst jedem Land doch seinen Rassismus und seine (mal mehr, mal weniger zutreffenden) Vorurteile. Darf der Chinese die Japaner nicht für die Vergehen vor und wären des 2.WW hassen? Zur Entstehung des Films vielleicht mehr als heute. Aber vergiss nicht, die Asiaten haben den 2.WW nicht in dieser übertriebenen Form aufgearbeitet wie die Europäer / wir Deutschen. Die Japaner haben sich nie bei den Chinesen entschuldigt. Unsere Generation entschuldigt sich heute immer noch bei den (z.B.) Polen, obwohl wir das mit Sicherheit nicht mehr müssen! Ich weiche vom Thema ab.

Ich mag deine Seite echt gerne, aber dein ständiges negatives darstellen über „nicht politisch korrekte“ Aussagen oder Taten aus Filmen die zum Teil 40-50 Jahre alt sind, nerven. Jede Nation hat das Recht auf einen gesunden Rassismus und Nationalismus.

Auf dieser Seite werde ich immer in Wort oder Ton gegen Rassismus sein und es ansprechen. Stereotypen auch. Sexismus auch und fragwürdiges verhalten. Das sollte jeder Wissen der ein Film schaut, was ihm da erwartet. Rassismus ist ein großes Problem und scheiße. Niemand hat ein Recht darauf. Solltest eine andere Seite suchen. Hier bist du falsch und auch als Leser und hörer nicht willkommen, wie alle anderen die Rassismus verteidigen, AfD wählen oder Xavier Naidoo gut finden.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.