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FIlmkritik

Child’s Play

In den 80ern ging es los, zu einer Zeit wo Horrorfilm voller kreativer Ideen waren. Hier gab es sogar eine Puppe die von einem Serienkiller besessen war. Das funktioniert im Jahr 2019 nur bedingt, denn durch die Conjuring und Annabelle Filme, sind besessene Puppen schon sehr ausgelutscht. Dazu kommt, dass man die Original Chucky Filmreihe wohl mit einer TV-Serie fortsetzt. Da in Hollywood aber gerade Remakes aktuell wieder IN sind, musste auch eins zu Child’s Play her. Hier hat man sich aber einiges Neues einfallen lassen und versetzt den Horrorfilm in die Jetzt Zeit. Dazu baut man etwas Kritik an das Vernetzen und die moderne Technik. Man versucht hier, also etwas mehr Tiefe zu zeigen. Hinter der Kamera hat man mit Lars Klevberg einen jungen talentierten Regisseur, der dieses Jahr schon mit seinem Streifen Polaroid überzeugen konnte.

Die Handlung dreht sich um den Teenager Andy. Sein Leben ist alles andere als einfach. Er und seine Mutter sind umgezogen in eine neue Stadt, er bräuchte ein neues Handy und auch ein besseres Hörgerät. Dazu ist da noch der neue Freund seiner Mutter. Die weis genau wie Andy sich fühlt und sieht auf Arbeit eine Chance. Denn ein Kunde hat eine defekte Buddi Puppe reklamiert. Sie nimmt sie mit, das Produkt ist fehlerhaft. Es nennt sich selbst Chucky und wird in kurzer Zeit der beste Freund von Andy. So lernt er auch neue Freunde kennen. Schnell merkt er aber, Chucky ist sehr Besitz ergreifend.

Erfrischend kann man das Remake von Child’s Play nennen. Denn man versucht zwar, ein paar Momente aus dem Original zu nutzen, geht aber in eine ganz andere Richtung. Hier wird der Horror durch moderne Technik erzeugt, eine KI, die alles töten will. Was auch etwas an HAL9000 aus 2001 erinnert. Aber Chucky erzeugt beim Zuschauer sogar Emotionen und ist nicht nur das gefühllose Monster.

Child’s Play und der moderne Horror der Technologie!

Bei Child’s Play dreht sich neben den Emotionen auch alles um die Technologie. Buddi ist ein Produkt eines Marktführer und man kann alle Geräte mit ihm verbinden. Das wird im Verlauf des Horrorfilms auch noch sehr wichtig. Denn hier geht der Horror erst richtig los. Niemand ist mehr sicher. Ab und an ist das alles sehr mit dem Holzhammer. Da wär der stereotypische Hausmeister, der uns als Perversling vorgestellt und später dann wirklich einer ist. Die Nebenfiguren sind nicht so Tief gezeichnet wie die Hauptfiguren. Vor allem Andy bekommt eine Bandbreite an Emotionen ab. Keiner glaubt ihm und er dreht langsam durch. Hier spielt der Film etwas mit dem Zuschauer, denn könnte Andy sich das alles nicht auch einbilden?

Sehr fragwürdig geht man auch damit um, wie Chucky lernt zu morden. Die Jugendlichen reden es ihn auf der einen Seite ein und auf der anderen schaut er Horrorfilme, hier vor allem Texas Chainsaw Massacre 2. Da aktuell mal wieder diskutiert wird, welches Medium dazu bringt andere zu töten. Ist das hier vielleicht auch ein ironischer Seitenhieb darauf, man kann es aber auch anders verstehen. Wär Chucky auf manche Idee auch ohne diese Filme gekommen? Denn die wenigen Morde im Horrorfilm haben es in sich und es geht blutig zur Sache. Da ist die deutsche FSK 16 schon sehr grenzwertig.

Fazit:

Child’s Play ist überraschend gut und vor allem spielt er auch mit den Emotionen der Zuschauer. Manche Momente sind etwas fragwürdig. Man kann auch zu gut nachvollziehen warum Chucky tötet, das macht das Monster etwas zu sympathisch.

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