Ready or Not – Auf die Plätze, fertig, tot

Der Horrorfilm ist eins der Genres welches seit mehr als 100 Jahren uns in Angst und Schrecken versetzt. Dabei müssen die Macher immer wieder neue Ideen auffahren. Denn das Publikum kennt alle Muster und Formeln. Der Genrefilm bietet dafür aber viel Spielraum. Denn man kann eine bekannte Idee in etwas anderes verwandeln. Dieser Versuch kann funktionieren aber auch sehr oft nicht. Es kommt immer darauf an, was man am Ende daraus macht. Denn der Zuschauer soll Spaß haben, moderne Horrorfilme setzen auf viele Schockmomente, immer etwas Ekel und auch den Grusel. Man kann aber auch Humor in einen Horrorfilm bringen. Die Horrorkomödie nutzt dann das Genre für sich und spielt manche Dinge für einen Lacher aus. Dies tut auch Ready or Not. Hier wird aus einem Versteckspiel blutiger Ernst.

Die Handlung beginnt kurz vor der Hochzeit von Grace und Daniel. Grace merkt dabei schnell. Die Familie mag sie nicht, denn Daniel ist sehr Reich. Die Hochzeitsnacht geht los und als gerade das Paar sich vergnügen will, muss es los. Denn Grace muss in die Familie eingeführt werden und ein Spiel spielen. Es ist auch ein Ritual, um einen Geist zu besänftigen. So zieht Grace die Karte mit Hide and Seek und so geht das mörderische Spiel los. Denn die Familie muss Grace finden und dann Opfern.

Dass wir uns in einem Spielfilm befinden, der nicht alles so ernst meint, zeigt uns Ready or Not sehr schnell. Dabei ist die Braut sehr Edgy, sie raucht und flucht. Die Familie besteht aus merkwürdigen Personen. Alles spielt man aber erst nach und nach aus. Manches vergisst man dabei aber auch. So zieht sich der Film am Anfang etwas und nimmt gegen Ende fahrt auf, hier gibt es dann aber auch das Problem mit dem zu langen Finale und dem typischen Genremuster des Final Girls.

Ready or Not: Horror und Komödie!

Das Genre was Ready or Not bedient ist sehr alt, schon in den 20er und 30er Jahren gab es Filme, welche Menschen zeigten, die andere jagten. Das zog sich durch die Jahrzehnte. Dabei wechselt man immer wieder etwas mit den Rollen und Mustern. Jess Francos Die perverse Gräfin ist ein perfektes Beispiel für das Subgenre des Frauen jagt Films. Denn hier gibt es auch nur eine Frau, die um ihr überleben kämpfen muss. So ergeht es auch Grace, ihr frischer Ehemann Daniel will sie retten. Das alles setzt die Handlung in Gang und es ist auch der Moment, wo viele Wendungen kommen. Nicht alle funktionieren, vieles wird durch das Forshadowing ruiniert und der Horrorfilm spoilert sich immer wieder selbst, weil er ankündigt, was passieren wird.

Auch ist Ready or Not in vielen Szenen zu harmlos. Denn hier und da hätte etwas mehr Blut dem Film gutgetan. Vor allem da er eine Komödie ist. Der kleine Gag mit den Angestellten ist gut, nutzt sich aber auch so schnell ab, dass man bei der zweiten Szene weiß was passieren wird. Diese kleinen Momente ziehen den Horrorfilm immer wieder runter. Dabei zeigt er dann, doch was er kann. Wenn Grace flieht, dann ist das Spannung und Humor pur. Eine Szene fängt spannungsgeladen an und endet mit einem Gag. Das funktionier bei diesem Film gut. Alles gipfelt dann im Finale. Das rettet auch Read or Not. Denn was man hier dann bietet, würde den restlichen Spielfilm guttun.

Rein optisch bietet der Film ein paar nette Kamerafahrten und einen nervigen Farbfilter. Das Haus ist in Orange gehalten, was das Kerzenlicht und die Atmosphäre verstärken soll. Nervt aber mit der Zeit etwas, weil es einfach nur matschig wirkt. Sonst bekommt man aber gut gefilmte Szenen geboten, die auch visuell ein paar Witze gut darstellen.

Fazit:

Ready or Not ist eine unterhaltsame Horrorkomödie mit sehr viel Potenzial, was man nicht immer nutzt. Dafür wird man mit dem Finale belohnt, was sich am Anfang etwas zieht, aber dann der Knaller ist.

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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