Toxic Insects (Dokumushi)

Live Action Filme von Mangas sind angesagter denn je, was in der westlichen Welt die Comic Superhelden sind, ist in Japan der Manga. Dabei nimmt man aber alle Genres durch und auch im noch existierenden V-Cinema gibt es sie. Dabei nimmt man meist Horror Geschichten, weil die schnell und billig zu drehen sind. Manche laufen dann auch etwas im Kino, der Look verrät dann es dennoch. Regisseurin Kayoko Asakura nahm sich schon im Jahr 2016 den Manga Dokumushi von Keito Aida und Michio Yazu an. Zuvor hatte die Filmemacherin schon den Streifen Beautiful fucking Day gedreht. Also kennt sie sich aus im Genre. Dabei ist es ein Subgenre, was im Manga auch immer wieder vorkommt, sei es bei Gantz, Corpse Party oder so was wie Judge. Eine Gruppe von Menschen wacht in einem Raum auf und hat keine Ahnung, was los ist. Dies passiert auch bei Toxic Insects.

Die Handlung beginnt in einem Raum, ein junger Mann wacht auf und schnell tauchen noch sechs weitere Menschen auf. Alle wissen nicht wie sie in das Gebäude gekommen sind. Sie gehen auf Erkundungstour. Alles ist verschlossen, Wasser gibt es nur auf dem Damenklo. Sie finden einen Klassenraum, dort ist alles abgedeckt mit Plastikfolie, im Raum stehen ein Topf und ein Fleischermesser auf einem Tisch. Keine Informationen was die Gruppe die machen soll. An der Wand befindet sich ein Timer, dieser zählt die Stunden zurück für sieben Tage. Ein Mann erklärt dass es sich um ein Kodoku handelt und am Ende soll nur einer übrig bleiben.

Es ist ein böses Spiel, was man mit den Figuren in Toxic Inscets spielt und wir als Zuschauer schauen dabei zu. So könnte man es sich vorstellen. Doch man erzählt das alles langsam und hier ist das größte Problem des Spielfilms. Am Anfang passiert nicht viel, manches wirkt sehr gestreckt, obwohl es die Spannung steigern soll. Manche Figuren und ihre Hintergründe erfahren wir erst später.

Toxic Insects und das Todesspiel!

Fangen wir hier mit dem Ende an, denn anders kann man den Film nicht beschreiben. Man fühlt sich verarscht, denn die Auflösung ist lächerlich und soll ironisch wirken. Dabei ruiniert sie aber alles, was Toxic Insects hat vorher aufzubauen. Wir sehen sieben Menschen in einer extremen Situation. Sie versuchen zu überleben. Am Ende kommt aber dieser Twist, man erwartet ja einen als Zuschauer, doch man geht hier fast schon den einfachsten Weg und das ist enttäuschend. Denn was brachte das alles vorher? Man kann hier argumentieren, das alles diese Sinnlosigkeit und was die Figuren durchmachten, mussten, hier perfekt auf das einer psychologischen Ebene funktioniert. Dafür fehlt uns als Zuschauer aber der Bezug zu allen Figuren.

Am Anfang braucht Toxic Insects bis er fahrt aufnimmt und versucht irgendwie Spannung zu halten. Der Countdown läuft einfach fröhlich vor sich hin. Man macht sogar ein Zeitsprung. Es passiert einfach nichts, man nutzt keine Chance die Figuren bei mehr Dialogen zu zeigen, die Angst zu schüren. Uns zu zeigen was los ist. Nichts davon passiert. Es plätschert vor sich hin. Am Ende steigert es sich zwar etwas. Dabei greift man aber auf Stereotypen zurück. Figurenaufbau oder gar irgendwelche Tiefe vermisst man. Einzig eine wird etwas näher erklärt, aber auch nur kurz. Dann ist das alles auch wieder vorbei und alle bleiben einfach blass.

Ach bei der Gewalt ist der Film sehr zahm. Es gibt ein paar blutige Stellen, doch alles wirkt sehr harmlos oder zu übertrieben. Schockieren tut hier nichts. Selbst das Finale nicht mehr, hier ist einem klar, was man gleich sehen wird. Man sieht Toxic Insects an, dass er kaum Geld gekostet hat. Das könnte weniger stören. Doch der Look ist sehr matschig. Das drehen bei natürlichen Licht, zerstört hier eher die Atmosphäre, als dass es eine aufbaut.

Fazit:

Toxic Insects hat eine nette Idee, setzt diese aber nur halb gar um und ruiniert am Ende alles. Selbst Rina Takeda kann hier nichts retten. Am Ende bleiben interessante Ansätze übrig und ein Zuschauer der frustriert und gelangweilt ist.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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