Es: Kapitel 2

Stephen King und seine Bücher, seit den 70er Jahren macht der Meister des Horrors die Bücherregale unsicher und auch immer wieder werden seine Werke verfilmt. Dabei zeigte sich schnell, dass man dafür aber auch Talent braucht und auch die Mittel. Denn Kings Horror ist laut und schrill aber auch immer wieder leise. Dabei schweift er auch in andere Genres ab und veränderte sich irgendwann. Denn es gibt ein Buch, was alles veränderte. Das ist ES. Vor zwei Jahren kam der erste Teil der Verfilmung in die Kinos, wir vergessen langsam alle die TV-Version des Buches, diese teilte die Handlung. Denn im Buch läuft alles parallel ab. Jetzt ist er da und mit ES: Kapitel 2 sehen wir nun die fehlenden Seiten, die Erwachsenen sind dran. Wird aus dem Coming of Age Film mit Horrorelementen, nun ein reinrassiger Horrorfilm oder bekommen wir hier mehr?

Die Handlung spielt 27 Jahre später in Derry. Das Böse ist zurück. Es trifft ein homosexuelles Pärchen. Mike der immer noch in Derry wohnt, beobachtet alles und zieht den Schluss, dass es zeit wird für den Club der Verlierer wird tätig zu werden. In der zwischen Zeit ist eine Menge passiert. Alle haben sich verändert und sie haben Derry vergessen. Der Anruf von Mike weckt bei allen die erinnerungen. So machen sich Ben, Billy, Beverly, Richie und Eddie auf in ihre alte Heimat. Sie haben keine Ahnung was sie dort erwarten wird.

Willkommen zurück in der Welt von Stephen King. Es: Kapitel 2 gelingt etwas, was selten einer King Verfilmung gelungen ist. Sie zeigt uns die Welt so, wie man sie sich beim Lesen vorgestellt hat. Man passt ein paar Dinge an und veränderte die Zeit. Das stört aber weniger, weil es immer noch sehr nah an der Vorlage ist. Man taucht wieder in diese unheimliche Welt ab. Die 170 Minuten vergehen wie im Flug.

ES: Kapitel 2, der Horror der Erwachsenen!

Wie schon erwähnt, wechselt im Buch die Geschichte immer wieder zwischen den Mitgliedern des Verliererklubs als Teenager und dann als erwachsene Hin und Her. Dies übernimmt man auch etwas für ES: Kapitel 2, da Großteil der Handlung der Jugendlichen schon ersten Film erzählt wurde, sieht man hier neue Momente. Diese stammen zum Teil auch aus dem Buch, wurden aber etwas abgeändert. Vor allem die Szene mit Beverly und der Besuch ihrer alten Wohnung ist ein Highlight des Buches und Films. Leider fehlt bei ihr noch etwas Hintergrundgeschichte, wie bei allen Figuren im Horrorfilm. Denn selbst bei einer Laufzeit von 170 Minuten, musste man kleine Details streichen. Beverly legt sich im Buch härter und länger mit ihrem gewalttätigen Ehemann an. Auch die anderen werden länger als Erwachsene eingeführt. Dies fällt aber kaum ins Gewicht, da alle wichtigen Details da sind.

Langsam tauchen wir in das neue Derry ab, es ist anders, als wir es verlassen haben. Wie den Figuren ergeht es auch dem Zuschauer. Kleine Details kommen wieder ans Licht. Dabei zeigt sich der Horror in ES: Kapitel 2 auch anders als noch bei den Kindern. Denn Pennywise ist seltener da, dafür aber präsenter. Er ist nicht mehr gefürchtet und muss sich neue Dinge ausdenken. Dabei zeigt man uns den Horror in neuen Formen, vor allem Grotesker. Das zeigt die Szene beim Zusammentreffen der Gruppe in Derry. Hier erschafft Regisseur Andrés Muschietti einen Horror, der auch aus einem Manga von Junji Ito stammen könnte, oder aus einem Roman von Lovecraft. Das zieht sich dann durch den ganzen Film. Es kommt immer wieder nah an den Horror von Stephen King.

Alles läuft auf das Finale zu und dieses hat es in sich. Hier trifft die geballte Stephen King Fantasie auf uns. Denn wir als Zuschauer werden wie die Figuren in diese Welt hineingeworfen. Alles ist unwirklich und unwahr. Der Horror ist einfach da und der Ekel auch immer wieder. Die Bedrohung kommt aus allen Richtungen. Nichts ist sicher. Es ist eine perfekte Achterbahnfahrt der Gefühle. Am Ende ist man mitgenommen und froh das es vorbei ist, will aber gleich noch mal mitfahren.

Fazit:

ES: Kapitel 2 ist das würdige Sequel oder besser gesagt, es setzt die Handlung des Buches fort und zeigt auch, warum man es in zwei Teile aufgeteilt hat. Dabei bleibt es eine der besten Stephen King Verfilmungen und zeigt, dass 170 Minuten sehr schnell vorbei sein können.

 

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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