Das Geistergesicht der roten Dschunke

Nachdem Bruce Lee die Martial Arts Welt für immer verändert hat, wollten die Zuschauer mehr. Der erste Boom des Martial Arts Kino war da. Hongkong drehte Filme, auch Japan. Man wich ab und an auch nach Taiwan aus für Produktionen. Auch andere Länder in Asien haben versucht, ein paar Actionfilme zu produzieren. Damals schob man alles aber nach China, was man auch schön beim Trailer von Das Geistergesicht der roten Dschunke hört. Dabei sieht man den Film deutlich an, dass er in Indonesien gedreht wurde. Nichts erinnert irgendwie an Hongkong oder China. Hauptdarstellerin Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Die 18 Jadekrallen der Shaolin) wurde aber auch durch einige Martial Arts Filme aus Hongkong bekannt. Da das Genre 1972 noch keine Themen Vielfalt kannte und man ja einigen Grund brauchte, damit sich geprügelt wird, ist hier Rache wieder das Thema.

Die Handlung dreht sich um Hua, die muss mit ansehen, wie Ghostly Face ihren Vater tötet. Dabei ist der maskierte Mann bekannt dafür den Armen zu helfen. So macht sie sich auf dem Weg der Rache, doch sie will auch die Wahrheit wissen. Auf ihrer Reise lernt sie ein anderes Mädchen kennen, was von Ghostly Face gerettet wurde. Langsam bekommt Hua zweifel, doch der Wunsch nach Rache ist größer.

Kennt man einige Martial Arts Filme, so ist die Handlung von Das Geistergesicht der roten Dschunke nichts Besonderes. Es ist für das Genre die typische Handlung, neben die vom Schüler, der besser sein will als sein Meister. Rache ist das Motiv, was die Hauptfigur antreibt und die Geschichte immer weiter entwickelt. Am Ende ist es alles so, wie man es erwartet hat. Es gibt die Wendungen und dann wird wieder gekämpft. Das alles ist auf einem Niveau, was noch OK ist. Die Martial Arts Einlagen sind hart und blutig. Dennoch fehlt dem Film etwas.

Das Geistergesicht der roten Dschunke und das Martial Arts Genre!

Das Genre des Martial Arts Film hat sich in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gewandelt. In den 60ern war das Wuxia beliebt, man hatte den Helden mit dem Schwert. Alles wirkt noch wie ein Tanz der Peking Oper. Dann kam Bruce Lee und veränderte das Genre, es ging mehr auf Nahkampf und Technik. Genau nach diesem Zeitpunkt muss auch Das Geistergesicht der roten Dschunke entstanden sein. Denn man hat hier viele Nahkämpfe, aber auch einige Schwert sind dabei. Dieser Wechsel tut dem Spielfilm gut. Denn so kommt keine Langeweile auf. Man versucht sich auch immer mehr zu steigern. Dabei lässt man die Handlung aber immer wieder etwas im Stich. Es könnte auch an der Version liegen. Bei so einem seltenen Film ist ein gutes Master schwer zu finden.

Man setzt bei Das Geistergesicht der roten Dschunke auf die Künste von Polly Shang-Kuan Ling-Feng und ihr Charisma. Denn sie steht den Männern in nichts nach und verprügelt alles gekonnt. Dabei wandert sie auch zum größten Teil emotionslos durch die Gegend. Also genau wie man es im Genre erwartet. Sie sucht nach ihrer Rache und die ist blutig. Hier und da gibt es immer wieder Gewalt. Hier werden Gegner erledigt und Kehlen rausgerissen. Es gibt also auch einen gewissen Schauwert.

Fazit:

Das Geistergesicht der roten Dschunke ist ein unterhaltsamer und kurzweiliger Martial Arts Film. Die Handlung ist Genre typisch und die Action ist hart und blutig.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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