Tang Ching – Furien am gelben Fluss

Hongkong Anfang der 70er Jahre, das Actionkino war noch geprägt vom Wuxia Film, doch langsam sollte sich das Wandeln. Die Menschen wollten auch etwas anderes sehen. Dennoch gab es immer noch die WireFu Schwertkampf Filme. Dabei versuchte man aber sehr kreativ zu sein. Auf der einen Seite produzierten die Shaw Brothers einen Film nach dem anderen. Doch auch andere Studios legten los, wie Golden Harvest. Was man von dem ein oder anderen Jackie Chan Film kennt. Regisseur Wu Ma kennt man auch eher von Shaw Brothers Produktionen, doch auch er drehte für andere Studios. So auch Tang Ching – Furien am gleben Fluss, diesen hat er für Golden Harvest gemacht. Es ist ein fast vergessener Martial Arts Film. Der aber perfekt zeigt, dass man Wuxia auch mit Frauen erzählen kann, ähnlich wie King Hu es auch schon tat.

Die Handlung setzt direkt im Vorspann ein, hier sehen wir eine Frau, welche eine Gruppe von Männern tötet und Perlen entwendet. Dann geht der Film los und wir erfahren, sie ist taubstumm und ist gefragt. Alle wollen die Perlen haben, doch sie ist immer besser als ihre Gegner. Bis sie verletzt wird. Dann nimmt sie ein Wäschefärber auf, doch der Friede bleibt nicht lange.

Zugegeben, die Handlung von Tang Ching – Furien am gelben Fluss gleicht der eines typischen Wuxia Films. Wir haben unsere Heldin, die hier gejagt wird. Dann aber erst mal eine Pause bekommt, denn sie ist verletzt. Alles ist typisch für das Genre. Man lässt uns im Mittelteil etwas Zeit, die Figuren besser kennenzulernen und dann geht es aber schnell weiter. Dieser Moment der Ruhe ist es aber auch, welcher dem Martial Arts Film nicht so guttut. Wir erfahren aber nie etwas über die taubstumme Heldin, nur über alle anderen Figuren und die sind meist sehr langweilig.

Tang Ching – Furien am gelben Fluss und das Wuxia Genre!

Die mysteriöse Heldin ist der Dreh- und Angelpunkt des Films. Dabei erfahren wir nichts über sie. Wo hat sie die Kampfkunst erlernt? Wer ist der Typ mit der Narbe, der hinter ihr her ist? Alles Fragen die offenbleiben. Sie kann es einfach und manche Figuren sind einfach da. Dabei wirkt das alles, etwa so als ob jemand in Hongkong ein paar Zatoichi Filme gesehen hat und dachte, dass man es auch könnte, nur mit einer Frau, die aber sehen kann. Dazu packt man das alles ins Wuxia Genre. Hier können alle hoch und weit springen und Schwerkraft ist nur ein Wort. Als Zuschauer erfahren wir nur etwas über den Wäschefärber und die Bösen, welche Rache wollen. Dieses Motiv darf nicht fehlen. Denn sonst hätte niemand einen Grund für das, was er macht.

Die Action im Film ist spektakulär, was die taubstumme Heldin hier macht, ist immer wieder der Hammer. Sie erledigt ihre Gegner sehr kreativ und dabei wird es auch schon mal blutig. Regisseur Wu Ma zeigt hier sehr deutlich, dass er bei Chang Cheh schon gelernt hat. Denn die Kämpfe bauen Spannung auf und steigern sich. Das Finale ist lang und hat sogar Ortswechsel dabei. Da verlässt man auch schon mal das Studio und dreht im Freien.

Fazit:

Tang Ching – Furien am gelben Fluss ist ein recht unbekannter Martial Arts Film, der sich aber lohnt. Man bekommt sehr viel Action geboten, die immer noch spektakulär wirkt.

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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