Operation Mekong

Dante Lam hatte 2018 mit Operation Red Sea einen der erfolgreichsten chinesischen Filme aller Zeiten gedreht. Dabei setzte er auf reaktionäres Actionkino. Am Ende ist der Zuschauer begeistert wie toll China und das Militär ist. Es ist Werbung für die Volksrepublik. Das muss man als Zuschauer ausblenden oder auch diskutieren, denn was man sieht, ist halt Propaganda für das Land. Ähnlich wie US-Action Filme der 80er Jahre oder aktuelle Spielfilme aus den USA zeigen diese Formel. Zwei Jahre vor Operation Red Sea drehte Dante Lam, den Action Thriller Operation Mekong, der damit beworben wird, der inoffizielle Vorgänger zu seinem Erfolgsfilm zu sein. Nutzt er hier wirklich die gleiche Formel oder was steckt dahinter? Denn auch dieser Streifen war ein Erfolg aber nicht so ein großer. Sitzt man Ende auch in seinem bequemen Sessel und ruft „China, FUCK YEAH! „?

Die Handlung spielt im Goldenen Dreieck. Dies ist ein Grenzgebiet zwischen Thailand, Birma und Myanmar, dort ist der Drogenhandel sehr aktiv und man produziert Unmengen an Drogen. Dies ist China ein Dorn im Auge. Doch man kann nichts machen. Als eine Gruppe Fischer getötet wird, schafft man es eine Spezialeinheit, bestehend aus den vier Ländern, zu gründen. Diese soll die Organisation vernichten, welche den Drogenmarkt kontrolliert. Dabei machen die Bösen vor nichts halt und haben sogar Kindersoldaten, die durch Drogen gefügig gemacht wurden.

Etwas zahmer geht es Operation Mekong an. Denn wir erfahren mehr über die Figuren und die Orte. Natürlich gibt es aber den Holzhammer, wie Böse die Drogen sind. Denn die chinesische Regierung mag keine Drogen. Dies ist aber schnell vergessen und die Momente wo man es den Zuschauer zeigt, sind kurz, bis zum Finale. Hier wird es dann heroisch und der Soundtrack verkündet es auch. Dante Lam zeigt auch schon zwischendurch, warum er einer der besten modernen Actionregisseure ist.

Operation Mekong und das reaktionäre Actionkino!

Dante Lam zeigt mit Operation Mekong, dass er sich als Actionregisseur immer weiter gesteigert hat, auch wenn man ihn in der westlichen Welt kaum beachtet hat, außer man ist Fan des asiatischen Actionkinos. Schon in den Jahren davor und auch Ende der 90er drehte er ein paar Actionfilme. Operation Mekong sollte aber auch ein Wendepunkt sein, denn danach sollte er genug Mittel bekommen, um einen der reaktionärsten Actionfilme Chinas zu drehen, die existieren, neben Wolf Warrior 2. Hier kommt alles zusammen, was man danach immer wieder sieht. Dazu auch den Stil von Lam. Als Zuschauer wird man zwei Stunden lang gefesselt und ist gespannt, was passieren wird. Das steigert sich und entlädt sich dann im Finale, was einfach mal 30 Minuten dauert.

Die Action steigert sich auch im Film. Hier hält sich Dante Lam am Anfang noch etwas zurück und es dauert etwas bis zur ersten Actionszene. Die hat es dann aber in sich und bietet auch eine sehr coole Kamerafahrt, zwischen zwei Autos, die in der Mündung eines Raketenwerfers endet. Dann wird alles immer größer und heroischer. Hier sind dann auch die Punkte gekommen, womit man die Regierung in China zufriedenstellt. Denn jeder der etwas mit Drogen zu tun hat, wird bestraft. Manche dürfen einen Heldentod sterben. Am Ende ist man fast schon den Tränen nah, weil man sentimental wird und den echten Opfern gedenkt. Denn man nahm echte Ereignisse für den Film als Vorlage.

Fazit:

Operation Mekong besitzt diese fragwürdige chinesische Moral. Der Film ist sehr reaktionär und zeigt, wie böse Drogen doch sind. Dafür gibt einen sehr spannenden Actionfilm, mit wirklich guten Actionszenen.

 

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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