Murphy’s Law

Die 80er Jahre, ein Jahrzehnt wo die Welt im schnellen Wandel war. Die Helden der 60er und 70er Jahre verschwanden langsam. Es gab neue Helden und auch New Hollywood war immer noch im Kommen. Jeder Spielfilm schien sein Genre zu verändern, zog aber viel Nachmacher nach sich. Der Exploitationsfilm lag aber auch im Sterben. Ein Genre was scheinbar nicht davon betroffen war, der einsame weiße Mann, der die Welt rettet, weil die da oben unfähig sind. Ein Mann verkörperte dies Perfekt: Charles Bronson. Der Schauspieler, der schon Jahrzehnte in der Filmwelt auf dem Buckel hatte, wurde in den 80ern Jahre, dank Cannon zu einem Helden, einem Antihelden. Er übt Selbstjustiz aus. Auch in Murphy’s Law ist das nicht anders. Jedenfalls an der Oberfläche, doch hier kommen ein paar andere Zutaten hinzu, den den Film von dem üblichen 80er Jahre Bronson Film unterscheidet.

Die Handlung dreht sich um den Cop Jack Murphy, der hat es nicht leicht. Seine Frau hat ihn verlassen und arbeitet in Stripklub, er trinkt und seine Kollegen hassen ihn. Als er die junge Taschendieben Arabella McGee festnimmt, ahnt er noch nichts, was bald folgen wird. Jemand will ihn Leiden sehen. Man schiebt Jack die Ermordung seiner Ex-Frau in die Schuhe. In der Arrestzelle trifft er wieder auf Arabella. Mit etwas Hilfe von ihr kann er fliehen. Zusammen müssen sie nun die Person finden, welche Jack tot sehen will.

Ein Film wie Murphy’s Law macht uns als Zuschauer nichts vor, er reagiert darauf was in der Welt los war, und gibt uns genau das, was wir sehen wollten. Also viele Menschen. Man hatte durch Ganggewalt in den USA kaum Vertrauen in die Polizei, was man aus den 70er Jahren mit schleifte. Man veränderte es aber noch etwas. Charles Bronson, war meist der freundliche aber grimmige alte Mann von neben an. Hier ist er aber wieder der Cop, der aber nicht an das System glaubt.

Murphy’s Law zwischen reaktionären Kino und Buddy Actionkomödie!

Dieser Cop ist so typisch wie es nur geht, er könnte auch in jedem Eurocrime Film der 70er Jahre auftauchen. Er trinkt auch heimlich, damit er seine Probleme vergisst. Uns als Zuschauer ist es klar, dass seine Kollegen ihn nicht glauben werden. Wär zu einfach und zu realistisch. Man gibt den Menschen das was sie glauben wollen. Das böse System hilft nur den anderen, aber nie einem oder die scheinbar guten. Dabei ist Jack Murphy keine sympathische Figur. Er trinkt, verfolgt seine Ex-Frau und schießt ohne was zu sagen. Ein knallharter Typ, der gegen das System kämpft. Also alles typisch für Charles Bronson und seine Filme in den 1980ern. Wär da nicht die Figur von Arabella McGee, die vorlaute junge Frau. Die den Humor in den Film bringt.

Interessant ist auch die Wahl des Gegenspielers, wir lernen den Antagonisten schnell kennen. Er ist eine Frau, kein böser Mann. Sondern eine Frau. Dabei bleiben die Motive aber lange im Hintergrund. Obwohl die auch egal sein können. Gegen einen Cop wie Jack Murphy haben viele etwas. Dennoch gibt es da noch die falsche Finte und man baut weitere Figuren in Murphy’s Law ein, welche Rache wollen. Die Action ist dabei, ruhig und langsam. Charles Bronson, würde man es halt nicht abkaufen, wenn er seine gegen schnell erledigt. Er nimmt immer Waffen und ein paar Nahkämpfe. Alles ist auch mehr oder minder brutal gehalten. Alles ist typisch für das Selbstjustizgenres.

Fazit:

Murphy’s Law ist unterhaltsames reaktionäres 80er Jahre Actionkino. Typisch für Charles Bronson. Dennoch ist der Film etwas anders und das macht ihn dann doch so besonders.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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