Wir – Der Sommer, als wir unsere Röcke hoben und die Welt gegen die Wand fuhr

Der Coming of Age Film ist sehr beliebt. Man versucht den Menschen etwas zu zeigen, was sie selbst kennen. Dabei gibt es viele Facetten, die es zu entdecken gibt. Das ganze Genre ist vielseitig und bietet unterschiedliche Möglichkeiten. In den vergangenen Jahren gab es eine provokante Coming of Age Filme, vor allem aus Europa. Man wollte der Welt zeigen, dass man auch ernste und düstere Themen ansprechen kann. Meist etwas was Larry Clark losgetreten hat in den 90ern mit Kids. Auch Wir – Der Sommer, als wir unsere Röcke hoben und die Welt gegen die Wand fuhr schlägt diese Richtung ein. Der Spielfilm, der auf dem gleichnamigen Buch von Elvis Peeters basiert. Beruft sich schon im Vorspann darauf, dass er auf wahren Begebenheiten passiert. Das ist ein nettes Stilmittel, aber ein Film wird immer nur Fiktion sein.

Die Handlung dreht sich um die acht Freunde: Tomas, Liesl, Ena, Femke, Simon, Ruth, Jens und Karl. Sie leben in einem kleinen Dorf nah der Grenze zwischen den Niederlanden und Belgien. Der Sommer wird warm und die Gefühle sprudeln. Liebe macht sich breit. Doch alle haben große Träume und wollen Geld machen, dazu entdecken sie Sex und leben ihn. Schnell geht aber alles den Bach runter, denn die acht wollen zu viel und übertreiben es und schnell ist aus dem harmlosen Spiel bitterer ernst geworden.

Schnell ist man als Zuschauer in die Welt von Wir – Der Sommer, als wir unsere Röcke hoben und die Welt gegen die Wand fuhr eingetaucht und dann fährt der Film mit uns wirklich gegen die Wand. Dabei wird die Geschichte aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt und immer wieder erfahren wir etwas Neues. Dabei entwickelt sich alles zu etwas Düsteren und manchmal sehr Unangenehmes. Die ganze Nacktheit und Sex wirkt hier nicht erotisch, sondern gehört zur Handlung ist klare Provokation.

Wir – Der Sommer, als wir unsere Röcke hoben und die Welt gegen die Wand fuhr und der düstere Coming of Age Film!

Das Erwachsen werden ist nicht einfach und wir alle haben es erlebt. Dabei scheint das Thema ausgelutscht, aber jede Generation ist anders. Bei Wir – Der Sommer, als wir unsere Röcke hoben und die Welt gegen die Wand fuhr, haben wir durch die vier verschiedenen Blickwinkel die volle Bandbreite an Emotionen und Erfahrungen. Alles beginnt noch recht harmlos. Die Gruppe will Pornos drehen und damit Geld verdienen und schon schickt man die Mädels anschaffen. Am Ende ist eine Tode und die Teenager versuchen die Schuld von sich zu schieben. Das ist die Gerichtsverhandlung, welche hier die Rahmenhandlung bildet, wir sie aber kaum sehen. Wir hören von vier Figuren die Geschichte, die sie Eltern, Psychologen oder dem Gericht erzählen. Dabei wertet der Spielfilm nie, was richtig oder falsch ist. Alles wird nüchtern erzählt und der deutsche Titel ist gut gewählt. Denn Röcke werden wirklich gehoben und führen zu etwas Schrecklichen.

Es ist kein leichter Film. Denn Wir – Der Sommer, als wir unsere Röcke hoben und die Welt gegen die Wand fuhr, setzt auf explizite Bilder und viel Nacktheit. Er zeigt das Thema Sex ganz frei und ohne Vorurteile. Die Teenager haben Spaß, doch das alles wandelt sich. Als Zuschauer soll man keine Freude an den nackten Körpern haben. Diese expliziten Szenen, sind Teil der Handlung und verdeutlichen immer wieder, dass was passiert. Alleine die Szene an der Brücke, das merkwürdige Spiel wo Gegenstände in die Vulva eingeführt wird. Dann sind es Blowjobs und schon dreht man Pornos, alles ist eine Abwärtsspirale. Das alles sehen wir und können nicht weg schauen. Dieses Stilmittel ist wirklich gut eingesetzt.

Fazit:

Wir – Der Sommer, als wir unsere Röcke hoben und die Welt gegen die Wand fuhr ist ein sehr guter Coming of Age Film. Düster, voller provokanter explizierter Szenen, die nie wirklich erotisch sind. Alles fängt harmlos an und endet Böse.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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