Atomic Eden

Man hört es immer wieder, der Genrefilm in Deutschland wär tot oder es gibt ihn selten. Das stimmt zwar, aber es gibt halt auch immer wieder Spielfilme die Auftauchen. Einer von ihnen ist Atomic Eden. Der hat schon vier Jahre auf dem Buckel, erscheint nun aber erst. Manchmal dauert es halt etwas länger. Schon 2015 gedreht und mit Fred Williamson hat man einen sehr namhaften Schauspieler der Exploitationswelle an Board. Sonst kennt man eventuell nocht Mike Möller, der immer wieder zeigt, dass Deutschland auch Talent für Martial Arts hat. Anstatt wie beliebt hier einen Horrorfilm zu drehen, versucht man sich am Actionfilm. Regisseur Nico Sentner zeigt deutlich seine Liebe für Alamo oder John Carptener und natürlich den Exploitationsfilm. Doch reicht das?

Die Handlung dreht sich um den Söldner Stoker, dieser will seinen letzten Job machen und dann aufhören. Er soll mit einem Team nach Tschernobyl und dort etwas suchen. Nach dem sich Stoker alle Personen für sein Team zusammengesucht hat, geht es auf in die Ukraine. In einer verlassenen Mine soll etwas wichtiges und Wertvolles verborgen sein. Dazu hat man die Chance auf Rache. Als aber eine Gruppe von maskierten Personen auftaucht, scheint die Lage aussichtslos.

Willkommen im deutschen Actionfilm abseits des Fernsehens oder Til Schweiger Machwerken. Action hat es beim Deutschen nicht leicht. Die Konkurrenz aus der ganzen Welt ist groß und viele Produktionen scheint es nicht zu geben. Atomic Eden versucht also etwas fast Unmögliches. Man muss hier den Machern vor und hinter der Kamera großen Respekt zollen für den Versuch. Denn man hatte eine Idee und irgendwie packte man sie in einen Film. Als Zuschauer muss man wissen, auf was man sich hier einlässt. Denn es ist irgendwie typisch deutsch, auch wenn man den Actionfilm in Englisch gedreht hat.

Atomic Eden als deutscher Actionfilm!

Bei der Handlung von Atomic Eden versucht man auf nummersicher zu gehen und benutzt die typischen Genreformeln. Wir lernen jeden aus der Gruppe kurz kennen. So sind die ganzen Figuren eingeführt und dann geht das Abenteuerlos. Davor sahen wir aber schon ein paar Momente und dann geht man erst mal für drei Tage zurück mit der Handlung. Das wirkt unnötig, weil der Schnitt der ersten Szene auch sehr holprig ist und es fast wie ein Trailer wirkt. Danach ist alles etwas Runde. So sind wir als Zuschauer auch gespannt, was kommen mag. Doch schnell wird klar, dass nicht viel passieren wird. Es fehlt hier an Ideen für die Geschichte. Sehr lange dümpelt man einfach in dem Gebäude rum und die Spannung fehlt auch. Die Idee ist nett aber nicht sehr gut umgesetzt. So sind uns die Figuren am Ende auch sehr egal, wer nun stirbt und wer überlebt.

Die Action ist nett, vor allem die Martial Arts Einlagen. Hier kann man mit dem Talent von Mike Möller punkten. Zwar sind ein paar Szenen, nicht so dynamisch und die Kameraeinstellung nach dem Schnitt könnte besser sein. Dennoch ist es noch gut. Hier stimmt die Action. Bei den Szenen wo geschossen wird, kommt schnell Langeweile auf. Hier fehlt es immer wieder an Ideen oder man lässt es nicht spektakulär genug aussehen. Da hilft auch das Charisma von Fred Williamson nichts mehr oder ein paar Oneliner, die auch nicht so richtig zünden wollen.

Fazit:

Atomic Eden hat ein paar nette Ideen, scheitert aber auch immer wieder. Es gibt ein paar gute Martial Arts Einlagen. Dennoch ist der Film auch etwas zäh.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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