Rambo: Last Blood

Sylvester Stallone wurde durch zwei Figuren weltberühmt. Die eine ist Rocky, mit dem Boxer ging alles los in den 70er Jahren, das Underdog Kino wurde groß. In den 80ern aber wurde alles etwas anders. Der Vietnamkrieg prägte die Menschen und man verarbeite langsam die schlimmen Dinge, die passiert sind. So verfilmt man das Buch Rambo und Stallone wurde zu einer neuen Art von Held, obwohl dies erst ab dem zweiten Teil. Ein gebrochner Mann, der nichts kennt außer Krieg, aber irgendwann ruhe wollte. So kommt es, dass Rambo: Last Blood uns einen alten Mann zeigt, der seine Dämonen der Vergangenheit nicht loswird und nun ruhe und frieden sucht. Dabei warf der Film im Vorfeld die Frage auf, braucht man wirklich noch einen Rambo Film und wie brutal wird er dieses Mal werden? Scheinbar die einzigen zwei Dinge die hier zählen, dabei bietet der Streifen so viel mehr.

Die Handlung dreht sich wie immer um John Rambo, der Kriegsveteran ist alt geworden und hat scheinbar seinen Frieden gefunden. Er lebt auf einer Farm und rettet ab und an Wanderern das Leben, wenn sie sich verlaufen haben oder es einen schweren Sturm gibt. Rambo lebt nicht alleine auf der Farm, dort sind noch Maria und ihre Enkelin Gabrielle. Beide sind zu einer Familie für ihn geworden. Gabrielle wird die Farm aber bald verlassen und aufs College gehen. Vorher will sie aber ihren Vater treffen, sie ignoriert die Warnung von Rambo und Maria und macht sich auf den Weg nach Mexiko. Dort wird sie entführt. John Rambo macht sich auf den Weg, um Gabrielle retten …

Der Held vieler Menschen ist zurück und das anders. Er ist Alt geworden und nimmt Tabletten. In Rambo: Last Blood wird aus der Kampfmaschine ohne Gefühle zu einem Menschen, der wieder etwas Hoffnung hat. Doch auch diese bleibt nicht lange bestehen.

Rambo: Last Blood und die sterbende Unschuld!

John Rambo wurde dem Zuschauer einst als jungen Mann vorgestellt, der aus dem Vietnamkrieg endlich nach Hause kam und er wollte einen alten Freund besuchen. Doch die Menschen machten ihm wieder zum Monster. So wurde er uns dann von Teil zwei bis vier gezeigt. Immer wieder etwas älter und er hatte keine Lust mehr auf das Kämpfen. Die Welt wollte es nicht anders von ihm. In Rambo: Last Blood hat er aber frieden gefunden und lebt nun endlich auf seiner Farm. Über zehn Jahre sind vergangen und er hat eine Art Familie. Sein Trauma ist immer noch da, er lebt unter der Erde in einem Tunnelsystem, das ihm an seine Vergangenheit erinnert. Dabei hat er auch so was wie Vatergefühle für Gabrielle. Diese junge Frau ist seine Hoffnung und der Grund, warum er noch lebt und keine Killermaschine ist. Als Zuschauer leiden wir mit Rambo mit und haben, die kleinen funken Glauben, dass es hier nur eine einfache Rachegeschichte wird. Doch es kommt alles anders.

Zugegeben die Bösen sind stereotypisch in Rambo: Last Blood und die Welt ist immer wieder nur Schwarz Weiß. Die Figuren die Böse wirken sind es dann auch. Dabei ist Rambo aber kein moralischer Kompass, sondern ihm ist klar, dass was er tat, nicht gut war und er auch einer der Bösen ist, der nichts mehr Gutes in sich hat. Dieser Moment ist dann auch der Wendepunkt in der Geschichte. Das Trauma bricht wieder los und er wird wieder zur Kampfmaschine, dieses Mal ist es aber so persönlich wie noch nie. Die Gewalt bricht aus und der Zuschauer wird geschockt. Im Finale des Films explodieren Wort wörtlich die Gefühle. Hier lockt Rambo die Bösen zu sich und er zeigt, wofür die Tunnel da sind. Es ist immer noch Heldenkino. Doch als Zuschauer können wir mitfühlen und verstehen. Am Ende gibt es aber keine Befriedigung oder gar eine patriotische Ansprache. Sondern nur ein alter Mann, der die Hoffnung nicht aufgibt.

Fazit:

Rambo: Last Blood ist ein ruhiger Film, der sich Zeit nimmt für seine Hauptfigur, welche sich geändert hat. Wie immer sind es die Umstände, die ihm wieder zur Killermaschine werden lassen. Dieses Mal ist dies aber menschlicher und er rettet auch kein Land oder fängt Krieg gegen eine Arme an. Es ist persönlicher. So verstehen wir als Zuschauer Rambo, warum er das alles tut.

 

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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