Spiel mir am Glied bis zum Tod

Manchmal ist ein Name alles, was man braucht. Das wusste man schon in den 80ern, denn es gab nur ein Filmnamen und eventuell ein Pormoposter, dann hat man einen Spielfilm vermarktet. Auch zieht der Name KäuferInnen an. Wenn der Titel dann so ähnlich klingt ein bekanntes Werk, wird man ihn schon los. Auch gern gesehen Pornoparodien. So wird aus Spiel mir das Lied vom Tod einfach mal Spiel mir am Glied mit Kot. Dann wär da noch der deutsche Regisseur Jochen Taubert, seit Jahrzehnten produziert er munter vor sich hin, einen Genrefilm nach dem anderen. Seit ein paar Jahren werden es weniger, dafür gibt es sie im freien Handel zu kaufen. Das sogar Uncut ab und an. Wie sein Werk Spiel mir am Glied bis zum Tod, genau darum die Einleitung gerade.

Also schon bei der Handlung wird es etwas problematisch. Eine Stimme aus dem Off erzählt uns von dem Leben der Hauptfigur, diese wuchs im Knast auf, weil ihre Mutter Aufseherin ist und ihr Vater ein Schwerverbrecher. Sie hat noch eine Schwester und beide mussten leiden. Bei einem Aufstand entflieht ihr Vater und es ist Zeit für Rache. Ab hier wird alles chaotisch, denn immer mehr Figuren tauchen auf und werden einfach eingebunden in die Geschichte.

Anspruch und Niveau sollte man bei Spiel mir am Glied bis zum Tod nicht suchen. Denn es ist ein Jochen Taubert Film und das sollte jedem klar sein. Dann wär da noch was. Überall gibt man an, dass der Film von 2014 ist. Was an dieser Stelle bezweifelt werden kann. Denn Model und Cosplayerin Michaela Krzyowska tritt hier in Harley Quinn Outfits auf, welche an Suicide Squad angelehnt sind, dieser erschien erst 2016, so kann man frühsten 2015 angefangen haben oder drehte diese Szenen später nach. Doch was erwartet dem Zuschauer bei dem Film nun?

Spiel mir am Glied bis zum Tod als deutscher Genrefilm?

Man sollte den ganzen Film nicht so ernst nehmen. Denn er tut es auch nicht. Das geht bei den Offenkommentaren los und manchmal schlägt man hier und da auch über das Ziel. Denn irgendwie wirkt alles schnell zusammengeschustert, als ob man beim Drehen das Drehbuch schrieb. Die Handlung wird durch Zufälle zusammen gezimmert, aber am Ende ist alles halt nur lose Gedanken, die dann irgendwie eine Geschichte ergeben. So lässt man die Hauptfigur immer wieder los und sie erlebt etwas, das führt zu einer anderen Situation und so geht es weiter. Man nutzt auch immer wieder das Stilmittel, es war nur ein Traum. Das zieht sich durch den Spielfilm. Es ist zwar einmal ganz nett. Vor allem am Anfang, danach wird es aber merkwürdig.

Wie gewohnt bei einem Jochen Taubert Film gibt es viele schlechte Witze, die sind auch sehr visuell gehalten. Alles ist auch sehr flach und so funktioniert nicht jeder Witz. Man muss diese Art von Humor mögen, sonst hat man bei dem Film ein Problem. Die ganzen Splatterszenen sind auch sehr übertrieben gehalten und dienen als Witz und nicht, um zu schocken. Dazu treten Alina Lina und Michaela Krzyowska in sehr knapper Kleidung auf. Auch gibt es von Nebendarstellerinnen immer wieder Brüste zu sehen. Man will manchen Zuschauer wohl nicht zu sehr verwirren, der dachte Spiel mir am Glied bis zum Tod sei ein erotischer Film.

Fazit:

Spiel mir am Glied bis zum Tod ist unterhaltsam. Man merkt, dass Jochen Taubert in den vergangenen Jahrzehnten etwas gelernt hat, wie man einen Film dreht.

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.