CITY HUNTER The Movie: Shinjuku Private Eyes

Der Mangaka Tsukasa Hôjô ist wegen zwei werken aus den 80ern wohl am bekanntesten. Da wär Katzenauge (Cat’s Eye). Hier lief die Anime Version aus den 1980ern in den 90ern im deutschen TV. Dann wär da aber noch City Hunter, welcher in Deutschland durch den Live Action Film mit Jackie Chan (HIER gehts zur Review) etwas Bekanntheit haben dürfte. Die Anime Versionen liefen erst Anfang der 2000er auf MTV. In den japanischen Kinos lief der letzte Film 1990, doch 2019 hat sich das geändert. Denn dieses Jahr erschien CITY HUNTER The Movie: Shinjuku Private Eyes. Man wollte den alten Fans etwas Retrofeeling geben, aber auch neue anlocken. Ob das geklappt haben, werden wir gleich ergründen. Dazu die Frage, funktioniert eine Figur wie City Hunter heute noch?

Die Handlung dreht sich wie immer um den Privatdetektiv Ryo Saeba. Dieser bekommt einen neuen Auftrag. Die Studentin Ai Shindo bittet ihn um Hilfe. Sie wird verfolgt und weiß nicht warum. Ryo begleitet Ai zu einem Modelauftrag. Dort treffen sie auf Shinji Mikuni, den Gründer einer hightech Firma. Dieser entpuppt sich als Kindheitsfreund von Kaori, der Assistentin von Ryo. Was alle nicht ahnen, Shinji steckt hinter den Anschlägen auf Ai. Er will an etwas, was dem kürzlich verstorbenen Vater von Ai gehört hat. Dazu ist ihm alles recht.

Beim schauen von CITY HUNTER The Movie: Shinjuku Private Eyes fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Denn die moderne Optik täuscht nicht hinweg, von dem, was die Macher planten. Denn alles schreit 80er Jahre oder auch noch etwas 90er. Der Stil erinnert an diese Zeit, aber auch die Handlung. So wandelt sich der Anime langsam zu einem Actionfilm, der auch aus Hongkong hätte kommen können. Der Humor ist dabei sehr Oldschool, so ist Ryo ein Aufreißer und baggert jede Frau an und wirkt dabei altbackend, bekommt dafür aber immer auch eins auf den Deckel.

CITY HUNTER The Movie: Shinjuku Private Eyeslässt Fanherzen höher schlagen!

Das Tsukasa Hôjô hatten wir schon in der Einleitung. So ist es wohl kein Wunder, dass Ryo in CITY HUNTER The Movie: Shinjuku Private Eyes öfters in Café Cat’s Eye geht. Die drei Besitzerinnen sind aber nicht da. Im Verlauf des Films kommen nicht nur City Hunter Fans auf ihre Kosten. Ryo ist der coolste Typ von allen und bleibt in fast jeder Situation ruhig. Außer er sieht eine schöne Frau und da baggert er sie gleich an. Sondern auch Katzenauge Fans werden belohnt. Denn es kommt zum Cameo und das ist kein Spoiler, es wurde vorher schon geteasert. Dieser Moment ist einer der Highlights im Anime, es läuft im Hintergrund auch der Original Theme Song. So stehlt sie etwas die Show. Dennoch ist es kein Crossover Film. Es ist ein nettes Easter Egg, neue Fans die noch nie was von City Hunter gehört haben oder nur den Live Action Film mit Jackie Chan gesehen haben und auch die Verbindung nicht kennen, werden in diesen Momenten wohl etwas weniger Spaß haben.

Der Animefilm bietet Humor und auch Action, diese steigert sich bis zum Finale. Hier wird eine lange Verfolgungsjagd gezeigt. Ryo flieht vor den Drohnen. Die Spannung steigt und es Explosionen und Schießereien. Interessant ist, Ryo tötet niemanden. Er verletzt seine Gegner nur oder entwaffnet sie. Etwas Moral hat er dann doch, die ist aber vergessen, sobald eine schöne Frau zu sehen ist. Hier gibt es den Running Gag mit dem Hammer. Achtet beim ersten Einsatz des Werkzeugs, mal genau auf den Hammer den Kaori schwingt. Die Zeichnungen sind gelungen und man erkennt alle Figuren wieder. Frauen werden zwar sexy dargestellt, aber auch Stark und unabhängig. Ryo ist der Macho der immer versagt. Obwohl sicherlich die Ein oder andere bei ihm schwach wird.

Fazit:

CITY HUNTER The Movie: Shinjuku Private Eyes ist die gelungene Wiederbelebung des Franchise. Man wird sehr gut unterhalten und bekommt ein neues Abenteuer von Ryo. Dazu gibt es eine nette Hommage an dem Mangaka und sein anderes berühmtes Werk.

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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