Corpse Party

Der Horror aus Asien ist immer etwas anders. Andere Mythen, andere Dinge die Menschen angst machen. In der westlichen Welt wirkt dieses immer etwas befremdlich. Es muss auch nicht immer das schwarz haarige Mädchen sein. Der Horror kann in vielen Formen kommen. Wie die Visual Novel Corpse Party zeigte. Diese schaffte es zu einem vier-teiligen Anime (HIER die Review) und 2015 auch zu einem Live Action Film. Dieser ist hier jetzt auch Thema, also Ihr habt das sicher bemerkt. Jedenfalls kann man diese düstere und auch harte Geschichte mit echten Menschen umsetzen? Denn der psychologische Aspekt der Geschichte und was mit den Figuren wird in knapp 90 Minuten erzählt. Ist das Fluch oder Segen?

Die Handlung beginnt an einem verregneten Abend nach einem Schulfest. Acht SchülerInnen spielen das Spiel  der“glücklichen Sachiko“. Dieses Ritual soll dafür sorgen, dass alle acht für immer befreundet bleiben. Doch schnell entpuppt sich dies als Irrtum, denn plötzlich geht das Licht aus und alle wachen in der verlassenen Schule auf. Doch irgendwas stimmt nicht? Es ist nicht der Ort, wo sie gerade waren, und sie sind auch getrennt. Als ein verrückter ihre Lehrerin tötet, beginnt der Albtraum für die Schüler.

Eine Live Action Verfilmung wie Corpse Party ist ein Unterfangen, wo man abstriche machen muss. Denn nicht alles aus der Sisal Novel kann man übernehmen. Auch was man bei der OVA zeigte, geht nicht. So bekommt man als Zuschauer zwar einen Film, der nah an der Vorlage ist, dennoch fehlen einige Momente. So wirkt das alles im Horrorfilm wie eine Checkliste. Diese Momente müssen dabei sein, damit jeder der die Geschichte sagen kann „Das kenn ich!“. So passiert das hier immer wieder, dazwischen läuft alles sehr typisch für den J-Horror ab. Kennt man die Sisal Novel nicht, so braucht man keine Angst haben. Man erklärt uns hier die Mythologie und warum die Geister böse sind.

Corpse Party als J-Horror Film!

Es gibt alles in Corpse Party, Horror, schwarze haarige Mädchen die Böse sind und Splatter. Man versucht sich an die Vorlage zu halten und entfaltet so eine düstere Welt. Das Problem hier ist. Alles ist kürzer und schneller erzählt. So können manche Figuren sich nicht entfalten und sie sind viel schneller böse oder drehen durch. Dazu lässt man auch manche Punkte weg, wie die verschiedenen Dimensionen. Auch manche Figuren fehlt komplett. Dafür hat man wie schon erwähnt, die wichtigsten Punkte mit eingebaut. Irgendwie fühlt sich der Horrorfilm auch an wie Corpse Party und die Spannung ist auch da. Auf der anderen Seite wirkt alles wie ein generischer Horrorfilm aus Japan.

Einige Morde führen zu einem derben Resultat, was uns Corpse Party nicht vorenthält. Dazu sind die Wendungen im Film für manchen Zuschauer sicherlich hart. Es werden Themen angeschnitten, die sehr kontrovers sind und diese verfehlen ihre Wirkung nicht. Nur sah man das im Anime intensiver, weil man da mehr Zeit hatte. Die Atmosphäre ist nett und Langeweile kommt beim schauen auch nicht auf. Als Zuschauer ist man schon dabei, nur funktioniert nicht alles, was man sieht.

Fazit:

Corpse Party ist ein unterhaltsamer Horrorfilm, mit ein paar heftigen Momenten. Auch wenn man einiges weglässt, was die Vorlage ausmacht. So hat man die wichtigsten Punkte dabei.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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