Crabs …die Zukunft sind wir (Dead End Drive-In)

Australien hat in den 80ern die Filmlandschaft mit einigen Filmen verändert und zog eine Welle von Filmen nach sich, die im selben Fahrwasser schwammen. Vor allem Mad Max 2. In den 1980ern war die Endzeit sehr beliebt, Die Welt am Abgrund. Der Atomkrieg hatte alles zerstört und die Helden auf der Leinwand streiften durch eine postapkalyptische Welt. Neben Italien kopierten auch australische Filmemacher diese Formel. Das war auch bei Crabs …die Zukunft sind wir, der im folgenden Text mit seinem Originaltitel Dead End Drive-In bezeichnet wird, der Fall. Regisseur Brian Trenchard-Smith lässt die Welt aber nicht im kompletten Chaos, es gibt noch arbeit und Jobs. Nur ist alles etwas rauer. Die Frage ist hier natürlich: Wie eigenständig kann dieser Ozploitationsfilm sein und wie sehr kopiert er von den Originalen?

Die Handlung beginnt mit ein paar Textafeln, die uns erklären, wie die Welt untergeht. Dann lernen wir Jimmy kennen, wie er durch die Stadt joggt. Er will stärker werden, er hilft seinem Stiefvater auch beim Abschleppen von Autoteilen, das bringt in der Zukunft Geld. Jimmy will auch Geld verdienen und ein besseres Leben führen. Als er mit seiner Freundin Carmen ins Star Drive-In Autokino fahren, verändert sich alles. Die Polizei klaut zwei Reifen und so sitzen sie fest. Eingesperrt im Autokino und es scheint kein Entkommen zu geben.

Zugegeben, die Idee von Dead End Drive-In ist eine sehr gute. Gefangen in einem Autokino, wo nur jugendliche Straftäter sitzen und sich Gangs bilden. Das klingt nach dem typischen Endzeitfilm, irgendwo zwischen The Warriors und Die Klapperschlange und dennoch ist der Ozploitationsfilm anders. Man hat zwar die typischen Elemente und alles schreit so sehr 80er, wie es nur geht. Dennoch versucht man auch ernste Themen mit einzubringen, vor allem in der zweiten Hälfte des Films. Dennoch merkt man auch, wo Brian Tenechard-Smith seine Ideen her hatte.

Dead End Drive-In und das Endzeitkino

Wie erwähnt ist Dead End Drive-In ein Endzeitfilm und man spielt hier und da auch etwas mit dem Genre. Die Welt ist zwar am Abgrund, aber es gibt noch Regeln. Also so ähnlich wie bei Mad Max oder Die Klapperschlange. Alle können Jobs haben, es gibt dennoch Gangs und Verbrechen. Jimmy versucht allem aus dem Weg zu gehen. Seine Freundin Carmen ist das anders drauf. Sie ist geflohen und wird gesucht. Im Autokino dreht sich der Film dann. Wir verlassen diesen Ort nicht mehr. Die Figuren sind hier gefangen und müssen damit klar kommen. Carmen gewöhnt sich schnell ein, doch Jimmy will das nicht. Er merkt, dass hier etwas nicht stimmt. Die Gangs sind zwar friedvoll, doch wollen immer wieder Jimmy zwingen mit zu machen. Er kann sich durchsetzen. Im Verlauf der Handlung wird Jimmy auch zur moralischen Figur. Er spricht sich gegen Fast Food und ein faules Leben aus und ist auch gegen den Rassismus, der sich breitmacht. Das sagt er auch seiner Freundin, die auf einmal klingt wie ein Wutbürger aus dem Jahr 2019.

Wie schon erwähnt, Filme aus den 80ern schreien uns das immer ins Gesicht. Das ist etwas, was man liebt oder hassen kann. Dead End Drive-In wirkt wie der feuchte Traum jeden Fans. Alleine wenn sie das erste Mal das Restaurant des Drive-In begegnen, man sieht alle möglichen Subkulturen der 1980er und auch der Soundtrack ist so typisch, wie es nur geht. Dazu die Optik, es gibt Neonlichter in der Nacht. Am Tag ist alles etwas Braun vom Smog der Stadt. Sydney wird hier zu einer Endzeit Stadt.

Fazit:

Dead End Drive-In ist ein toller Ozploitationsfilm, auch eine kleine Perle des Genres. Für Fans von Endzeitfilmen eine klare Empfehlung.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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