3 from Hell

Rob Zombie ein Musiker und Fan von Filmen, schuf 2003 mit Haus der 1000 Leichen einen modernen Kultfilm. Er drehte zwei Jahre später mit The Devil’s Rejects ein Sequel und seitdem haben die Fans gewartet. Es sollte noch einen Abschluss geben. Die Familie Firefly sollte nochmals Unheil über alle bringen. Das Flehen der Fans wurde erhört und 2019 war es soweit, dann erschien 3 from Hell. Der Abschluss einer Trilogie, die am Anfang wohl nie eine war. Hier gibt der Regisseur den Fans, was sie wollen oder macht er doch einiges anders? Bei der Besetzung gab es eine Veränderung, da es Sid Haig nicht so gut ging und er auch 2019 von uns ging. Musste eine neue Figur her, damit es immer noch ein Trio ist.

Die Handlung startet mit der Erklärung, warum Baby, Otis und Captain Spaulding noch leben. Sie haben die Schüsse wie durch ein Wunder überlebt, lagen ein Jahr im Krankenhaus und warten nun auf ihren Prozess. Alle drei werden aber unterschiedlich verurteilt. Captain Spaulding trifft es am schlimmsten. Er bekommt die Todesstrafe. Baby und Otis erhalten lebenslänglich. Das Leben im Knast ist hart, vor allem für Baby. Otis kann mithilfe von dem bis jetzt unbekannten Halbbruder Winslow fliehen und auch Baby wollen sie befreien. Denn die Freiheit soll in Mexiko liegen.

Rob Zombie gibt den Fans mit 3 from Hell was sie wollen und sogar noch mehr. Der Regisseur, der sich zwar von dem Stigma lösen wollte und keine Terrorfilme mehr drehen wollte, zeigte schon mit 31 sich von seiner harten und rauen Seite. Hier setzt er aber noch einen drauf. Denn wir bekommen einen schmutzigen Spielfilm zu sehen. Zombie nutzt Elemente des Terrorkinos aber auch von einem Road Movie, ähnlich wie er schon von The Devil’s Rejects gemacht hat. Hier und da wirkt manche Szene dann auch etwas wiederholt, dennoch wirkt alles wie ein frisches und neues Abenteuer der Familie Firefly.

3 from Hell als Abschluß der Trilogie!

14 Jahre sind vergangenen seit The Devil’s Rejects und dies sieht man auch 3 from Hell an. Denn die Figuren sind älter geworden. Das löst man gekonnt mit der Handlung. Dennoch merkt man auch, dass sich einiges geändert hat. Vor allem bei Baby. Man baut eine Szene ein, wo sie zeigen kann, dass sie jeden Machotypen fertigmacht. Im Grunde ist es aber immer noch dieselbe Figur wie damals. Auch Otis hat sich kaum geändert. Schauspieler Bill Moseley sieht jetzt zwar aus wie Charles Manson, das könnte aber auch Absicht sein. Nur Sheri Moon Zombie scheint kaum gealtert zu sein. Der neue Bruder passt sich optisch gut ein. So fällt es auch kaum auf, dass Sid Haig nicht mehr dabei ist. Obwohl Captain Spaulding der Liebling vieler Fans war.

Wenn der Film los legt, gibt es kein Halten mehr. Wir bekommen als Zuschauer die volle Härte geboten. Otis und Winslow foltern sich durch die erste hälfte von 3 from Hell. Während Baby noch im Knast sitzt. Hier gibt es auch schon einiges an Gewalt und das steigert sich dann immer mehr. Die drei machen keine Gefangenen und sind kompromissloser. Rob Zombie inszeniert dabei diese Szenen nicht als Schauwert, sondern er zeigt die Gewalt, die wehtut. Dabei stilisiert er sie ab und an immer wieder. Was der R-Rated Fassung fast um eine FSK Freigabe gebracht hätte. Das Finale in Mexiko ist dann eine Mischung aus Western, Terrorkino und Rachefilm. Hier kommt alles zusammen, was Zombie liebt.

Fazit:

3 from Hell ist ein würdiger Abschluss der Saga um Familie Firefly. Er ist rau, schmutzig und brutal. Ein Stück Exploitationskino, das sich anfühlt, als käm es aus den 70ern.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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