Doom – Die Vernichtung (Doom: Annihilation)

In den 90ern entstanden einige Kultvideospiele. Hollywood versucht seit Jahren immer wieder diese zu verfilmen. Immer wieder entsteht dabei auch mal ein guter Film dabei. Eines dieser Kultspiele ist Doom. Einer der ersten Ego-Shooter, welcher es früher in Deutschland nicht leicht hatte. Man spielt einen Spacemarine, der auf dem Mars gegen Höllenwesen kämpft. Im Jahr 2005 verfilmte man die Geschichte schon mal und schickte The Rock und Karl Urban auf dem Mars. Dieses Werk ist umstritten, hat aber seine Fans und einige gute Ansätze. 14 Jahre später und wir bekommen eine weitere Verfilmung mit Doom – Die Vernichtung. Regisseur und Drehbuchautor Tony Giglio versuchte sogar, immer wieder Kontakt mit ID Software aufzunehmen, die jetzt zu Bethesda gehören. Doch man wollte nicht. Ob das seine Gründe hat oder man einen Spielfilm bekommt, der versucht so nah an der Vorlage zu sein wie es nur geht, ist hier die Frage.

Die Handlung spielt auf einem Mond, der nah dem Mars ist. Dort hat das UAC ein geheimes Labor. Man hat uralte Technologie gefunden. Diese ermöglicht es den Menschen zwischen zwei Portale hin und her zu reisen. Doch irgendwas scheint schief zu gehen. Eine Gruppe von Spacemarines landet nach viermonatiger Reise auf diesen Mond und soll alle abholen. Doch angekommen, stoßen sie auf Monster und irgendwas stimmt nicht.

Auch wenn Doom – Die Vernichtung nicht die Videospielverfilmung ist, die man erwartet hat. So ist es etwas, was Respekt verdient hat. Denn mit einem kleinen Budget hat man hier etwas erschaffen, was der Anfang sein könnte. Wir werden in eine Welt geworfen, die wirklich im Game spielen könnte. Das liegt an der Liebe zum Detail von Regisseur Tony Giglio. Er baut sehr viel Fanservice in diesen Spielfilm ein. Was aber auch nötig ist. Manche Punkte muss man einfach zeigen, schon für die Fans der Reihe.

Doom – Die Vernichtung und die Frage wie Nah ist man an der Vorlage?

Videospiele zu verfilmen ist etwas, was viele probiert haben und viele sind auch gescheitert. Entweder an den Ansprüchen der Fans und Kritiker oder den Vorlagen der Rechteinhaber. Uwe Boll erzählt davon immer wieder und irgendwie hat Jahre lang mit seinen Verfilmungen, den Glauben an gute Filme zerstört, jedenfalls für die Fans online. Bei Doom scheint wohl auch keiner damit zu rechnen, dass ein Film kommt, der gut ist. Doch hier ist er. Doom – Die Vernichtung geht in die richtige Richtung und zeigt, wie eine Verfilmung aussehen kann. Man dichtet die Handlung zwar etwas um. Aber optisch und auch mit vielen Details ist man nah am Spiel. Diese kleinen Easter Eggs, sind es, welche das Fanherz höherschlagen lässt.

Interessant ist, dass die Hauptfigur hier weiblich ist. Im Grunde ist es aber auch egal, wer hier gegen das Böse kämpft. Natürlich ist es für viele toxisch maskuline Gamer ein Problem. Doch die haben viele andere und sollten eventuell diesen Spielfilm auch nicht schauen. Für alle andere Fans bekommt man mit Joan Dark, ein Badass Character, der auch gut in einem Doom passen würde. Sie kämpft hart und nimmt sogar mal die Kettensäge. Hier sind wir wieder bei dem Fanservice. Der ist zwar immer wieder wie ein Holzhammer, hilft aber enorm. Die Action ist auch Ok. Die Zombie ähnlichen Wesen werden erschossen und es geht auch etwas härter zur Sache.

Fazit:

Doom – Die Vernichtung ist erstaunlich unterhaltsam. Man sieht ihm zwar das Budget an, dafür gibt es viele echte Sets und ein paar gut gemachte CGI-Effekte. Mit viel Fanservice dringt man in das Herz von Fans vor.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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