Mr. Osomatsu – THE MOVIE

1966 lief zum ersten Mal im japanischen TV der Anime Mr. Osomatsu, über Sechslinge die nichts auf die Reihe bekommen. Diese Serie wurde zum Kult in Japan. Vor vier Jahren gab es die Neuauflage. Dabei blieb einiges gleich, vor allem auch der Humor. Nach dem der letzte Kinofilm in den 80ern lief, war es 2019 so weit, es sollte einen neuen geben. Dieser heißt schlicht Mr. Osomatsu – THE MOVIE. Ein Kinofilm für ein Anime ist zwar nichts mehr Besonderes. Dennoch ist es immer etwas Besonderes. Dieser Widerspruch klingt zwar komisch. Doch bei Kinofilmen können sich die Macher austoben. Entweder hat man mehr Geld oder mehr Freiheiten. Neben Fanservice kann man die Geschichte weiter erzählen oder erzählt etwas Neues.

Die Handlung beginnt auf dem Klassentreffen, dort müssen die Sechslinge Feststellen, dass all ihre Klassenkameraden ein normales Leben führen. Nur sie sind NEETs und immer noch Jungfrauen. Nach einer durchzechten Nacht wachen sie in der Vergangenheit auf. Es sind die Tage vor ihrem Schulabschluss. Doch irgendwas stimmt nicht. Die Welt ist anders und entpuppt sich als Erinnerung. Sie können nur entfliehen, wenn sie die Person finden, welche noch etwas in der Vergangenheit zu klären hat.

Böse und voller Humor unter die Gürtelline, so kennt man die Neuauflage von Mr. Osomatsu. Auch bei Mr. Osomatsu – THE MOVIE ist das nicht anders. Die Sechslinge treiben ihr Unwesen auf der Kinoleinwand genauso wie auf dem Flachbildschirm zu Hause. Die Angst, dass etwas was in 20 Minuten funktioniert, mit über 100 Minuten Laufzeit etwas zu lang sein könnte, ist groß. Diese wird einem aber genommen. Man erzählt eine Geschichte und baut sie langsam auf. Immer wieder kommt der typische Humor durch. Dazu gibt es auch Melancholie und seitenhiebe gegen die Retrowelle, dass damals alles besser war. Was aber diesen Anime ausmacht und warum er für den westlichen Zuschauer auch etwas anstrengend sein kann klären wir nun.

Mr. Osomatsu – THE MOVIE vom TV-Anime zum Kinofilm

Schon als TV-Anime zeigte Mr. Osomatsu, dass man hier derben Humor mit etwas Herz vermischt hat. Neben den vielen popkulturellen Anspielungen gab es auch immer wieder etwas Dramatisches. Das alles versucht man nun in einem Kinofilm zu transportieren. Bei Mr. Osomatsu – THE MOVIE bekommt man genau das. Denn alles beginnt gewohnt chaotisch und schon hat man einen Gag drin, der Zurück in die Zukunft parodiert. Dann geht die Reise weiter und die Geschichte entfalle sich. Auch wenn es dauert, bis man hier zum Punkt kommt. So ist das davor interessant und zeigt, wie Retroliebe funktioniert und dass dies nicht immer das Beste ist. Vor allem wenn die Sechslinge auf ihre jüngeren Ichs treffen und sich fragen, wie sie damals waren. Wir vergessen das gern und erinnern uns nur an das Gute.

Immer wieder zeigt sich in Mr. Osomatsu – THE MOVIE, dass der Humor hier sehr japanisch ist. Es gibt viele Wiederholungen von Szenen, bis es schmerzt. Dazu sind die Sechslinge so verschieden wie es nur gut. Dies zeigt man immer wieder sehr deutlich. Sollte man die Serie nicht kennen, hat man kein Problem in die Handlung ein zu tauchen. Dennoch ist es nicht Einsteiger freundlich. Denn immer wieder wird man bombardiert mit Humor und Anspielungen. Alleine die ganzen Details im Hintergrund. Man kann ein Godzilla entdecken, etwas Magical Girl kram und natürlich darf ein Dragonball Z Witz auch nicht fehlen.

FAZIT:

Mr. Osomatsu – THE MOVIE ist ein sehr unterhaltsamer Anime, der am Ende auch etwas Herz zeigt. Dabei ist er Tiefgründiger als man auf dem ersten Blick sieht. Der Humor ist dabei derb und man wiederholt bestimmte Dinge.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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