Auf brennendem Eis

1994 Steven Seagal war der Posterboy für den 90er Jahre Actionfilm, obwohl wahrscheinlich nicht. Doch Warner Bros. hielt viel von ihm und wollte nach dem Erfolg von Alarmstufe: Rot gern ein Sequel drehen. Doch Seagal hatte eine Bedingung, er wollte selber Regie führen und so konnte er die Studiobosse überreden. So entstand Auf brennendem Eis. Hier haben wir einem Spielfilm, der heute wohl besser ankommen könnte oder noch mehr Polarisieren würde. Denn die Botschaft im Streifen ist eindeutig. Auch wenn Steven Seagal in echt nun einen fragwürdigen Ruf hat, so war die Aussage dieses Actionfilms doch wichtig. Interessant ist auch die Wahl des Bösen, hier zeigt Michael Cain sein können. Ansonsten gibt es die typischen Seagal Szenen.

Die Handlung spielt in Alaska. Hier gab es Ärger auf einer Ölplattform. Der böse Boss der Firma will das alles vertuschen. Doch er hat nicht mit Forrest Taft gerechnet. Er arbeitet zwar noch für den Ölkonzern. Doch als man ihn hintergeht und seinen Freund tötet und auch versucht ihn um die Ecke zu bringen. Kennt er nur noch eins: Rache!

Auf brennendem Eis ist die einzige Regiearbeit von Steven Seagal. Sieht man den Film, fragt sich zwar warum. Er hat sich ja eh immer selbstvermarktet. Dennoch ist es interessant, wofür er seine kreative Freiheit nutzt. Er wird moralischer und predigt noch mehr, als sonst. In Verlauf seiner Karriere sollte dies ja noch ein paar Mal passieren. Doch hier ist es der Holzhammer, zwar ist die Botschaft wichtig und heute noch mehr als vor 25 Jahren. Dennoch wirkt es befremdlich, so was in diese Art von Actionfilm zu sehen. Auch das Setting wirkt nicht so abgenutzt wie bei anderen Filmen. Die Landschaft von Alaska ist toll und eignet sich auf für diesen Genrefilm. Dabei ist Seagal hier aber immer wieder der Prediger.

Auf brennendem Eis: Der Actionfilm mit der großen Moralkeule!

Wie schon erwähnt und angerissen, Steven Seagal schwingt in Auf brennendem Eis die Moralkeule. Es geht hier um Umweltverschmutzung und wie die großen Ölfirmen uns Kontrollieren. Hier trifft ein wichtiges Thema auf Verschwörungstheorien. Dazu ist alles auch mystisch angehaucht. Im Verlauf des Actionfilms hat Forrest Taft sogar eine Begegnung mit einem Gott, der ihm seine Mission gibt. Als er von den Eskimos gerettet wird, hat eine Vision. Er gibt sich danach als großer Held und rettet das Volk und vertritt es. Was er im Film zwar schon vorher schon gemacht hat. Ab diesem Moment wird er aber zum Führer. Hier und da merkt man, dass Steven Seagal als Regisseur zwar Talent hat. Dennoch ist dann das Finale zu viel des Guten. Zwar wurde das alles schon gekürzt und die Ansprache, hat einige wichtige Punkte zum Thema Umweltschutz, doch alles wirkt halt wie eine Predigt.

Die Action wird auch dafür genutzt, um zu zeigen, wie gut doch Steven Seagal ist. Die Szene in der Bar, wo er wieder den harten Typ fertigmacht und durch Prügel zu einem Wandel führt und auf zeigt, dass jeder sich ändern kann. Auf der einen Seite wirkt diese Szene, als ob man sich gegen toxische Maskulinität ausspricht, der harte Kerl mit den dicken Eier, weint am Ende, weil er von Seagal geschlagen wird. Auf der anderen Seite, zeigt sie auch, dass manche einfache Schläge brauchen um sich zu wandeln. Das wirkt dann doch moralisch fragwürdig. Ansonsten gibt es gewohnte Aikido Action und schießerein. Gekonnt setzt sich Steven Seagal selbst in Szene.

Fazit:

Auf brennendem Eis ist ein Actionfilm, der gegen Umweltverschmutzung ist. Dabei schwingt Steven Seagal die Moralkeule. Alles wirkt dabei sehr übertrieben, obwohl das Thema wichtig ist. Ansonsten gibt es die typische Action und unterhalten wird man auch gut.

 

Bilder Copyright: © 1994 – Warner Brothers

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.