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Alarmstufe: Rot 2

Nach dem Steven Seagal zugesagt hatte, dass er ein Sequel zu Alarmstufe: Rot drehen wird, wenn er Auf brennendem Eis machen darf. War es also nur eine Frage der Zeit, bis das Sequel erscheinen sollte. Da er im ersten Teil auf einem Schiff war, musste auch etwas Neues her. Denn wenn man schon Stirb Langsam kopiert, braucht man auch neue Ideen. So haben wir also einen Zug. Es ist aber auch der Anfang vom Ende, vom Kinoerfolg von Seagal. Mitte der 90er war es dann auch an der Zeit für andere Actionfilme und Helden. Dennoch ist Alarmstufe: Rot 2 ein typischer Seagal Film. Dazu haben wir eine junge Katherine Heigl in der weiblichen Hauptrolle. Was kann man also von einem Sequel erwarten?

Die Handlung beginnt mit Casey Ryback, der als normaler Koch arbeitet und ein ruhiges Leben führen will. Er plant einen Urlaub mit seiner Nichte Sarah. Sie hat vor kurzem ihre Eltern verloren. Als Onkel will er ihr etwas abwechslungsverschaffen. Beide haben sich fünf Jahre nicht gesehen. Die Zugfahrt beginnt ganz normal. Doch dann übernehmen Terroristen diesen und wollen die Welt mit modenerster Technik ins Chaos stürzen. Casey konnte sich verstecken und muss nun den Zug befreien und seine Nichte retten.

Das Problem mit Sequels, es trifft auch bei Alarmstufe: Rot 2. Denn man nimmt die Idee des ersten Teils und versetzt sie in einen anderen Ort. Die Prämisse ist aber die gleiche. Hier und da baut man ein paar Änderungen ein und gibt hier auch einen Sidekick dazu. Es ist alles an den Markt und der Zeit der Entstehung angepasst. Steven Seagal macht hier, was er kann und prügelt sich langsam durch den Zug. Man baut hier den Heldenstatus weiter auf und wenn der Name seiner Figur fällt, sind alle schockiert. Katherine Heigls Figur ist der Versuch, eine junge Frau zu zeigen, die mehr ist als die Jungfrau in Nöten.

Alarmstufe: Rot 2 und Steven Seagal in einem Sequel!

Der 90er Jahre Actionfilm war geprägt von normalen Typen, die das komplette Gegenteil von dem muskelbepackten Heldenkino der 80er Jahre war. Der Ottonormalbürger schlug zurück. Den Höhepunkt fand man wohl in The Rock wo Nicolas Cage, als Feigling gegen eine Armee angetreten musste. Doch noch etwas ist passiert, das Kino wurde cooler. Was an Actionfilmen wie Bad Boys lag. Irgendwo dazwischen war Steven Seagal, der hinter der Kamera langsam problematisch wurde. Dennoch war er immer noch beliebt. Der erste Nagel im Sarg sollte aber Alarmstufe: Rot 2 werden. Hier sieht man langsam den Fall des Helden. Natürlich war er danach immer noch Kult. Dennoch war es immer das Gleiche. Diese Abnutzungserscheinungen hat man oft beim Formelkino.

Diese Formel sieht man bei Alarmstufe: Rot 2 sehr deutlich, es ist sehr typisch für diese Art von Actionfilm. Los ging es mit Stirb Langsam, nur war hier Bruce Willis ein Cop. Steven Seagal trieb es mit Alarmstufe: Rot aber auf die Spitze. Er spielt einen Koch, der sich als Legende des Militärs entpuppt, der unglaubliche Fähigkeiten hat. Das führt man im Sequel fort und alle Bösen erschaudern bei seinem Namen. Das zeigt man auch dem Zuschauer, hier und da wird sogar McGyver neidisch. Seagal ist der Held, der alle rettet. Diese gottgleiche Figur steht ihm zwar gut und führte zu seinem Kultstatus. Es ist aber auch etwas, was man belächeln kann. Das alles führt zu einer Lächerlichkeit, die der Spielfilm mit zieht. Auch der Sidekick der wirklich nur in den 90er Jahren so funktioniert hat, ist hier etwas zu viel.

Fazit:

Alarmstufe: Rot 2 ist ein unterhaltsamer Actionfilm. Der sehr typisch für Steven Seagal und die 90er ist.

 

 

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