Kategorien
FIlmkritik

Drive

Falls man in Indien wirklich mal vorhatte ein Remake von Nicolas Winding Refns Drive zu drehen. So muss man irgendwann falsch abgebogen sein und hat es auch aufgegeben. Das man in Bollywood immer wieder eine Neuinterpretation von einem berühmten Spielfilm dreht, sollte man wissen. Denn in dem Land kommen fremde Filme selten gut an. Der Markt steht auf andere Streifen und das merkt man schnell, sieht man mal einen Film aus Indien. So passt man manche dann für die Zuschauer an. Im Grund bekommt man von allem Mal eine neue Version von Memento bis hin zu Oldboy ist alles dabei. Doch Drive aus dem Jahr 2019 ist definitiv kein Remake. Viel mehr bedient man sich etwas bei The Fast & The Furious und Heistfilme.

Die Handlung dreht sich um Tara, welch gern illegale Straßenrennen fährt und einen Kurierdienst betreibt. Sie will unbedingt wissen, wer King ist. King ist ein legendärer Dieb, welcher nie gefasst wird. Tara hat noch zwei Freunde den sie vertraut: Bikki und Naina. Die Regierung will sie auch fassen und auch King. Denn sein neuster Anschlag soll ein besonderes Ziel werden. Da taucht eines Tages ein neuer bei Tara auf und schleicht sich in die Gruppe. Ist er ein Spion der Regierung oder jemand anderes?

Was kann man bei einem Film wie Drive erwarten? Denn auch wenn man bei Filmen aus Indien an eine bestimmte Art denkt, so zeigen viele Spielfilme das es nicht, so ist. Zwar hat dieser Streifen typische Elemente eines Bollywood Films. Doch man hat sehr viel zurückgeschraubt, er ist für ein internationales Publikum gedacht. So gibt es zwar im Vorspann eine Musical Nummer und auch im Film eine. Ansonsten wird nicht gesungen und getanzt. Dafür gibt es wilde Montagen und Kameraeinstellungen, ein paar VFXs die sehr deutlich zu erkennen sind und viel Spaß.

Drive: Bollywood, Netflix und Nicolas Winding Refn!

Weltweit erschien Drive bei Netflix. Die Informationen zu dem Film sind rar gesät und der Eintrag in der IMDb listet bei dem Spielfilm auch den Drehbuchautor des Nicolas Winding Refn Films. Es passt aber irgendwie nicht, das ist aber nichts Neues. Es gibt einige Streifen aus Bollywood, die ein Remake von einem bestimmten Film sein sollen, aber dabei einen anderen Kopieren. Bei Drive sieht man nirgendwo, dass hier etwas mit dem NWR Film von 2011 übereinstimmt. Viel mehr nimmt man am Anfang einen Hauch The Fast and the Furious und wandelt den Spielfilm langsam in einen Heistfilm um. Das funktioniert erstaunlich gut. Dennoch gibt es einige Probleme. Denn die ganzen Wendungen sind irgendwann zu viel, weil man immer noch einen draufsetzen muss.

Regisseur Tarun Mansukhani muss Splitscreens und Montagen lieben, denn Drive ist voll davon. So gibt es ein paar Splitscreenszenen die an ein Comicbuch erinnern und man baut hier und da auch noch Humor ein. An einigen Stellen sind diese Splitscreens aber nicht nützlich für den Spielfilm. Man baut zu viele Informationen ein. Am interessantesten wird es, wenn man eine Montage mit Splitscreens verbindet. Das sieht gut aus und hat etwas. Diese Ideen gibt es immer wieder bei Drive. Einzig die VFX sind manchmal sehr deutlich zu erkennen. Hier und da sieht man sehr stark das CGI, weil die Lichtverhältnisse nicht passen. An anderen stellen, nutzt man es aber gut. Es stört nur etwas bei einer Verfolgungsjagd. So reißt es den Zuschauer immer wieder raus.

Fazit:

Drive ist ein unterhaltsamer Film aus Indien. Er hat einige schwächen, kann aber optisch immer wieder überzeugen. Obwohl er ein paar sehr schlechte CGI Effekte hat.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.