Das tödliche Erbe des Shaolin

1979 war das Martial Arts Kino langsam im Wandel. Jackie Chan sollte eine neue Art von Stil einführen. Humor und Kampfkunst vereinen sich und es war fast vorbei mit der Zeit mit dem typischen Rachethema oder dem Lehrling der seinen Meister übertreffen will. Die Shaw Brothers Produktionen bekamen auch einen anderen Einschlag. So schuff Chang Cheh mit Die unbesiegbaren Fünf neue Helden, hier wurden unterschiedliche Martial Arts Richtung vereint. Was liegt näher, als die Darsteller in einem anderen Film wieder zu vereinen. So muss wohl Das tödliche Erbe des Shaolin entstanden sein. Hier haben wir die typischen Elemente von Chang Cheh, Freundschaft, Verrat und Familie. Was John Woo auch übernommen hat. Hier kommt aber die Homosexualität auch durch. Zwar sehr unterschwellig, doch man merkt in ein paar Szenen sehr deutlich, dass den Hauptfiguren Frauen egal sind.

Die Handlung dreht sich um Yuan Ying Fei, er will seine Stadt übernehmen und herrschen. Er ist Erbe eines legendären goldenen Schwertes. Er schafft es auch fast alle wichtigen Orte unter seine Kontrolle zubekommen. Nur Guan Ah Yun weigert sich und wehrt sich mit seinen Kampfkünsten. He Fei,Yang Zhui Feng, Zeng Qiao und Feng Jia Ji lernen sich kennen, als sie wieder einmal die Zeche prellen und dann verprügelt werden. Yuan merkt, dass diese vier sehr viel Talent haben, und versucht nun sie zu benutzen, um Guan aus dem Weg zu schaffen.

Chang Cheh dreht mit Das tödliche Erbe des Shaolin einen Spielfilm, der auf nummersicher geht. Wir haben alles dabei, was der Martial Arts Filmfan liebt. Eine Geschichte um Rache und Freundschaft, die sich langsam entwickelt und dann viel Kampfkunst. Vor allem im letzten Akt. Vorher baut man die Figuren auf und das dauert, ab und an sogar etwas zu lange. Am Ende ist aber alles wie gewohnt bei Cheh, man kann sich also denken was im Finale passieren wird.

Das tödliche Erbe des Shaolin: Shaw Brothers und Chang Cheh Standardkost oder doch etwas mehr?

Das Genrefilme aus bestimmten Formeln besteht, hat man irgendwann durchschaut. Formelkino ist nichts schlimmes. Anders würden wir ein Genre auch nicht erkennen. Dazu haben viele Regisseure auch besondere Trademarks, die immer wieder in Filmen vorkommen. Chang Cheh war bekannt für seine Martial Arts Filme, die sich auf Freundschaft zwischen Männer konzentriert haben. Im Verlauf der Jahre wurde das immer deutlicher und man merkt nun, dass hier wohl versucht wurde homosexuelle Liebe zu zeigen, vorbei an jeder Zensur. Das hat man auch bei Das tödliche Erbe des Shaolin. Denn Yuan Ying Fei lädt He Fei,Yang Zhui Feng, Zeng Qiao und Feng Jia Ji zu sich ein. Sie dürfen auch ein Bad nehmen, dort warten vier Frauen auf sie. Diese werden aber weggeschickt und die Jungs vergnügen sich im Bad alleine. Das alles deutet schon sehr darauf hin, das hier mehr abgeht als nur Freundschaft und dafür braucht man keine Frauen.

Ansonsten bekommt man bei Das tödliche Erbe des Shaolin, typische Shaw Brothers Standardkost. Chang Cheh verlagert die Action ins letzte drittel seines Films. Davor gibt es zwar ein paar kurze Einlagen. Doch man muss lange warten bis es los geht. Dann bekommt man aber auch, sehr typische Szenen geboten. Hier gibt es viele Martial Arts Szenen, die auf Aktion und Reaktion basieren. Es gibt ein paar tolle Stunts und Sprünge. Alles mit der Dramatik die man bei Cheh erwartet.

Fazit:

Das tödliche Erbe des Shaolin ist ein typischer Chang Cheh und Shaw Brothers Film. Es gibt gute Martial Arts Szenen und eine typische Handlung.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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