Kommissar Mariani – Zum Tode verurteilt

Europa in den 70er Jahren, Hollywood war mit neuen Filmen dabei. Alles hatte sich gewandelt. Auch das Thriller Kino. Man hatte sehr rechte Figuren, die gegen die da oben wettern und sich nichts gefallen lassen. Dirty Harry ist hier das beste Beispiel. Von diesen Spielfilmen inspiriert. Hat Italien nach der Giallo Welle, das nächste Exploitationsgenre geschaffen: Das Eurocrime Genre oder auch Poliziotteschi genannt. Hier hat man immer den toughen Kommissar, der nach seinen Regeln spielt und macht was er will. Am Ende gewinnt er und besiegt die Bösen. Einer der Schauspieler die das perfekt verkörpert haben, war Maurizio Merli. Auch in Kommissar Mariani – Zum Tode verurteilt verköprert er so eine Figur. In knapp 78 Minuten wird eine typische Genrehandlung erzählt. Dabei versucht Regisseur Stelvio Massi alles um ein paar nette Kameraeinstellungen zu bekommen.

Die Handlung dreht sich um Kommissar Mauro Mariani. Dieser spielt nach seinen eigenen Regeln und erledigt eine Verbrecherbande alleine, um eine entführte Frau zu retten. Privat hat er nicht so viel Glück. Ist er von seiner Frau geschieden und sein Sohn sieht er auch selten. Dieser nennt ihn Nichtmal Vater. Zur gleichen Zeit dringt ein junger Mann ins Polizeirevier ein, er hat noch eine Rechnung mit Mariani offen und dabei scheint ihm alles recht zu sein.

Willkommen in der Welt des Eurocrime Genres. Mit Kommissar Mariani – Zum Tode verurteilt haben wir einen typischen Vertreter vor uns. Denn alles ist so, wie man es sich vorstellt. Dabei versucht Regisseur Stelvio Massi alles um immer wieder Spannung und Actio einzubauen. Dabei lebt der Film aber von Maurizio Merli. Der hier eiskalt wie immer vorgeht. Es ist diese Art von Spielfilm, die sehr reaktionär ist, aber auf was eigentlich? In diesem Werk gibt es für vieles kein Grund. Alles ist schnell und direkt. Der Polizist ist einfach ein harter Kerl, der sein willen durchsetzt.

Kommissar Mariani – Zum Tode verurteilt als Eurocrime Film!

Das Eurocrime Genre, entstand aus Filmen wie Dirty Harry und so hat man eine Formel gefunden, wie man Filme drehen kann. Im Laufe der Jahre nutzt sich so was ab. Bis der Zuschauer keine Lust mehr hat. So entstehen Wellen im Exploitationskino. Dabei gibt es einige Highlights und auch Lowlights und sehr viel durchschnitt. Bei Kommissar Mariani – Zum Tode verurteilt hat man es mit einem durchschnittlichen Film zu tun. Das ist nichts Schlimmes, nur ist es kein Genrehighlight. Man bekommt genau das, was man erwartet. Man hat bei der Produktion die Checkliste gut abgearbeitet. Maurizio Merli ist genau der Richtige für diesen Film. Er verkörpert Mauro Mariani gut und zeigt, dass er den harten Kerl geben kann, der noch etwas Herz hat. Der ganze Handlungsstrange mit seinem Sohn führt uns ins Finale. Bei der knappen Laufzeit ist dies dann doch schnell abgehandelt und man lässt sich dafür sehr viel Zeit.

Es gibt auch die kurzen Actionmomente. Dann wird hier und da geschossen und das ist OK. Dennoch bekommt man hier auch nur den Durschnitt geboten. Dabei versucht Regisseur Stelvio Massi alles. Es gibt ein paar coole Kamerafahrten und Einstellungen. Alles ist wie üblich in Italien schnell mit kleinen Ari-Kameras gedreht. So hat man viel Freiheit. Das nutzt man aber auch nur bedingt. Im Finale wird es dafür spannend und hier funktioniert der Film dann gut.

Fazit:

Kommissar Mariani – Zum Tode verurteilt ist unterhaltsam aber auch ein sehr durchschnittlicher Eurocrime Film.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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