Barbarella

Ende der 60er ging eine Revolution los in der Welt, die Jugend ging auf die Straße und war gegen den Krieg. In Hollywood fing eine neue Garde von Regisseuren an, das Kino zu ändern. In Europa war es nicht anders und die Menschen brauchten einen Grund ins Kino zu gehen. Denn man konnte zu Hause bleiben und TV schauen. So mussten neue Ideen her. Das alles hat sich mit voller Wucht in den 70ern ausgebreitet. Doch los ging es schon vorher. Der legendäre Produzent Dino De Laurentis, war ein Visionär und hatte schon viele produziert, vor allem in Italien. Weit bevor er Flash Gordon produzierte, lies er einen Film machen, der Ähnlichkeiten hatte. Nur war hier Jane Fonda in der Hauptrolle. Ein SciFi Film, der voller Erotik ist. Gewagt und Sex, provokant dazu. Geboren war Barbarella.

Die Handlung spielt in der fernen Zukunft. Wir schreiben das Jahr 40000 und die Welt ist ein friedlicher Ort. Dinge wie Sex kennt man nicht mehr. Doch Durand-Durand bedroht den Frieden. So schickt die Regierung Barbarella los ihn aufzuhalten. Sie muss aber Notlanden auf dem Planeten und so macht sie sich auf, Durand-Durand zu finden.

Manch einer macht ja gern die Anmerkung, dass die Macher eines Films auf Drogen gewesen sein müssen. Wenn man mit kreativer Freiheit nicht umgehen kann. Bei Barbarella könnte dieses Argument aber funktionieren. Zu Teil wirkt der Film wie in einem LSD Rausch erdacht. Denn die kreative Freiheit ist hier grenzenlos, nur aufgehalten von den Möglichkeiten der Tricktechnik. Alles ist in einem Studio gedreht und das gibt dem Film diesen besonderen Look und Charme. Alles wirkt wie in er Zukunft oder einem exklusiven Fetischklub. Denn irgendwie bleibt von den SciFi Elementen nicht viel übrig. So gibt es zwar einen fernen Planeten und Technik. Aber immer wieder biegt man in Richtung Sex ab. So weit wie man damals wohl gehen konnte.

Barbarella: SciFi, Erotik und Jane Fonda!

Barbarella ist ein Film, der nur existiert wegen seiner Hauptdarstellerin. Wegen ihr ist er zum Kult geworden. Das macht schon der Vorspann deutlich. Hier ist Jane Fonda nackt und wir sehen ihre Brüste. Verspielt ist der Vorspann auch und versucht Körperteile zu verdecken und gibt es irgendwann auf. Fonda schwebt in der Schwerelosigkeit vor sich hin und entkleidet sich. Das setzt auch den Ton des Scifi-Films. Denn es geht so weiter. So ist klar, hier will niemand eine ernsthafte Geschichte erzählen, es geht um Spaß und den hat man als Zuschauer in den folgenden knapp 100 Minuten. Dabei stolpert Barbarella von einem Abenteuer ins nächste. Hier trifft sie auf einen wilden Mann, der ihr zeigt, was Sex ist. Einen Engel, einen verrückten Professor und eine Stadt voller Menschen, die auf Drogen sind und irgendwie auch alle sehr sexualisiert ist.

Während andere Filme noch versucht haben zu vertuschen, dass sie Sex verkaufen. Schreit einem Barbarella das ins Gesicht. Man zeigt uns den Fetisch. Die Anspielungen sind eindeutig und irgendwann ist sie so ein dominantes Wesen. Das sie selbst das Folterinstrument zerstört mit ihrer sexuellen Lust. Dazu die Outfits, alles ist wie ein feuchter Traum eines Teenagers. Im Hintergrund sind auch immer wieder nackte Frauen. Wenn Barbarella in der Stadt angekommen ist, sieht man davon noch mehr. Hier wirkt dann alles wie ein Fetischklub. Man kann es nicht übersehen. Alle wollen nur das eine, selbst mit dem Engel will man sich paaren.

Fazit:

Barbarella ist freizügig, provokant, sexy und sehr Unterhaltsam. Jane Fonda verkörpert die Figur perfekt.

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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