Kategorien
FIlmkritik

Gib Gas – Ich will Spaß!

Die 80er Jahre ein Jahrzehnt was für vieles verantwortlich war. So auch die Neue Deutsche Welle, das hat nichts mit dem Album des Rappers Fler zu tun, dies aber nur als Randinfo für die jüngeren LeserInnen der Seite. Es geht da um eine neue Form der Popmusik mit deutschen Texten. Man löste sich vom Schlager und war moderner. So entstanden Helden wie Nena und Markus, welche 1983 auch in dem Film Gib Gas – Ich will Spaß! die Hauptrollen übernahmen. Auf dem Höhepunkt der Karrieren roch der Verleih das schnelle Geld und wir als Zuschauer bekommen diesen Roadmovie, welche stark an das Schlagerkino der 60er und 70er erinnert.

Die Handlung dreht sich um Robby der neu an der Schule ist und sich sofort in Tina verliebt. Doch die steht auf einem Typ vom Rummel. Dennoch erleben beide bald ein Abentuer quer durch Deutschland.

Was nach High Concept Hollywood Film klingt, ist die typische Version des deutschen Kinos aus der 80er Jahre. Ein Zeitdokument, etwas was heute nicht mehr funktioniert. Wir haben zwar die muskalischen Stars, man denke nur an Zeiten ändern Dich! über Bushido, doch was ein Biopic. Musiker einfach so in de Hauptrollen packen macht man einfach nicht mehr. Wir scheinen dazugelernt zu haben.

®U3 Films / UCM.ONE

Nena und Markus wildes Roadmovie mit NDW Musik!

Wie oben schon erwähnt. Erinnert Gib Gas – Ich will Spaß! sehr stark an die Schlager Filme der 60er und 70er Jahre. Man hat das alles in die 80er verfrachtet und das Abenteuer wirkt auch etwas größer. Dabei ist alles beim alten. Nur die Musik und Gesichter sind neu. Warum sich nun Tina in Robby verliebt, außer das er immer da ist, wird einem nicht erklärt es ist einfach da. Vielleicht ist es seine Art und Tina ist einfach die Art von Frau die Spontan handelt. Sie verfolgt ja ihren anderen Lover durch Deutschland und Robby muss helfen. Das alles gipfelt dann in der romantischen Szene im Film in einer Hütte, welche man zerstört und dabei Taschenlampe erklingt von Nena und Markus. Die ZuschauerInnen damals im Kino müssen hin und weg gewesen sein. Heute ist Markus vergessen und Nena hat sich fast schon selbst ins aus geschossen.

Was damals als Cool war, funktioniert nur noch bedingt. Als Zuschauer muss man geduldt haben, denn bis der Film fahrt aufnimmt und man nicht versucht was anderes zu machen, dauert es einfach. Man ist fasziniert von dem Schauspiel von Nena was nicht da ist und auch fehlt die sympathie. Bei Markus funktioniert das etwas besser. Doch beide laufen durch den Spielfilm und es passieren dinge. Highlight ist Karl Dall, welcher hier in verschiedene Rollen schlüpft und ein paar Witze machen darf.

Gib Gas – Ich will Spaß! sieht aus wie ein Film und man baut auch etwas Action ein. Wenn die Hauptfiguren über Landstraßen brettern und dazu Ich will Spaß von Markus singen, dann funktioniert der Streifen. Auch die Szene auf dem Flugplatz ist gelungen. Der Auftritt von Extrabreit ist sehr surreal in Szene gehalten. So wirken die Musiknummern immer wieder wie Musikvideos, die man passend zum Film veröffentlicht konnte.

Fazit:

Gib Gas – Ich will Spaß! ist mehr ein Stück Zeitgeschichte als Spielfilm. Es zeigt die 80er und was damals angesagt war und womit man damals Menschen ins Kino locken konnte. Nena und Markus waren die Aushängeschilder der NDW und so zeigt sich deutlich das sie kein Talent fürs Schauspiel haben. Dennoch ist der Streifen unterhaltsam.

®U3 Films / UCM.ONE

Werbung:

Kaufen bei Amazon:

VoD

Von BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.